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| Meldung | Tipps & Info | Community | 16.05.12 |
Der Breitbandatlas liefert nun auch die LTE-Verfügbarkeit - wie hier in einer Region in Oberbayern
Screenshot: teltarif.de
Das Bundeswirtschaftsministerium hat seinen turnusmäßigen Bericht zum deutschen Breitbandatlas vorgelegt. Demnach hatten Ende 2010 insgesamt 98,3 Prozent aller Haushalte den Zugang zu einer sogenannten "Breitbandgrundversorgung", die eine Downstream-Geschwindigkeit von mindestens 1 MBit/s bietet.
Wie das Ministerium weiter mitteilt, stand Ende 2010 zudem 88,1 Prozent der deutschen Haushalte ein mobiler Breitband-Zugang über Funklösungen mit mindestens 1 MBit/s zur Verfügung. Dies zeige, "dass sich die bereits aus der Telefonie bekannte komplementäre Nutzung von mobilen und festen Diensten deutschlandweit etabliert".
High-Speed-Internet-Zugänge bieten vor allem die Kabelnetzbetreiber: So hatten nach den Zahlen des Wirtschaftsministeriums Ende letzten Jahres gut 37 Prozent aller Haushalte Zugang zu einem Breitband-Kabel-Anschluss, der 50 MBit/s oder mehr bietet. Der neue Wirtschaftsminister Philipp Rösler erklärte, "durch die hohe Dynamik beim Ausbau der Kabelnetze" erhöhe sich "der Druck auf den Ausbau von Glasfasernetzen. Wir brauchen diesen Wettbewerbsdruck, um auch weiterhin im Breitbandmarkt eine weltweite Führungsposition einnehmen zu können."
Beim Bundeswirtschaftsministerium setzt man in punkto Breitbandausbau auf die Nutzung der Digitalen Dividende, deren Frequenzen im vergangenen Jahr versteigert worden waren. Derzeit bauen die Mobilfunk-Unternehmen LTE-Netze auf, die das entsprechende Frequenzspektrum nutzen. "Schon heute ist LTE für über vier Millionen Haushalte nutzbar", heißt es in dem Berliner Bericht.
Durch den weiteren LTE-Ausbau, gibt sich das Ministerium optimistisch, "können die letzten weißen Flecken bei der Breitbandgrundversorgung rasch geschlossen werden". An welchen Orten bereits eine LTE-Abdeckung vorhanden ist, kann mittlerweile auch direkt im online abrufbaren Breitbandatlas geprüft werden.
Wirtschaftsminister Rösler bedankte sich unterdessen bei der Telekommunikationsbranche: "Ich möchte den mehr als 200 Unternehmen, die durch die Meldung ihrer Versorgungsdaten zu der hohen Qualität des Breitbandatlas beitragen, herzlich danken. Dies zeigt das hohe Maß an Vertrauen, das in den Breitbandatlas gesetzt wird."

Marc Kessler
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