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| Meldung | Tipps & Info | Community | 16.05.12 |
Bei Android handelt es sich um ein mobiles Betriebssystem (Operating System, OS) auf Linux-Basis, das von Google initiiert wurde und in seiner Funktion eng mit den Diensten des Suchmaschinen-Giganten verknüpft ist. Zunächst wurde es für Handys konzipiert, mittlerweile kommt es auch auf Tablets zum Einsatz.
Android wird von der so genannten Open Handset Alliance mit (namhaften) Hard- und Software-Herstellern getragen. Hier sind neben Google Größen aus allen ITK-Bereichen wie Intel, Samsung, Sony Ericsson, Motorola, HTC und viele weitere vertreten.
Dabei schlägt mancher Hersteller den Weg ein, das Android-System mit einer eigenen Oberfläche zu versehen: Vom klassischen Android-Stil ist dann zumindest optisch kaum noch etwas zu erkennen und zusätzliche Features erleichtern die Bedienung.
Ende 2008 kamen erste Handys mit dem Android-System auf den Markt. Den Anfang machte im Oktober das T-Mobile G1 aus dem Hause HTC. Danach ging alles sehr schnell: Android hat sich zu einem der bedeutendsten mobilen Betriebssysteme entwickelt. So gibt es mittlerweile zahlreiche Mobiltelefone mit Android von verschiedensten Herstellern - eine Übersicht finden Sie auf unserer speziellen Infoseite. Das erste Tablet eines namhaften Herstellers wurde im September 2010 vorgestellt: das Samsung Galaxy Tab, das allerdings noch die eigentlich für Handys konzipierte Version 2.2 nutzte. Die erste spezielle Tablet-Version von Android trägt indes die Versionsnummer 3.0 - hierzu später mehr.
Android macht in der Standard-Variante seit jeher auf den ersten Blick einen aufgeräumten Eindruck, eine Kernkompetenz des Systems ist dabei die Verknüpfung mit dem Internet. Zum Surfen kommt ein Browser auf WebKit-Basis zum Einsatz. Natürlich synct Android auch, mit Vorliebe natürlich mit den Google-Diensten. Wer den Kalender oder E-Mails im Google-Account abgleichen will, hat daher kein Problem. Auch Exchange-Support wird geboten, wobei der Umfang allerdings je nach Hersteller und/oder Gerät variieren kann.
Ein Problem, das Android in der Vergangenheit mit dem iOS von Apple teilte, war die fehlende Flash-Unterstützung: Das Feature ist auf vielen Webseiten existenziell, um multimediale Unterhaltung in Form von Videos und Animationen geboten zu bekommen. Mit dem HTC Hero im Sommer 2009 kam auch erstmalig Flash auf ein Android-Smartphone, allerdings "nur" in einer Lite-Version. Bei Android-Geräten, die das System ab der Version 2.2 mitbringen, gibt es dann auch regulären Flash-Support.
Wer sein Android-Smartphone mit zusätzlichen Apps ausstatten will, kann dies über den Appstore Google Play erledigen, der die Nachfolge des Android Markt angetreten hat. Das App-Gesamtkonzept ist bei Google offener als bei Apple, so dass zum Beispiel auch Anwendungen aus alternativen Quellen ganz offiziell installiert werden können. Der Android-Market bzw. Google Play hat ein rasantes Wachstum hingelegt: Im Oktober 2010 wurde die Grenze von 100 000 Apps durchbrochen, mittlerweile liegt die Zahl deutlich darüber.
Apple hat mit seinem iPad Tablets zum Durchbruch verholfen - seitdem versuchen zahllose Konkurrenten, einen Stück vom Tablet-Kuchen abzubekommen. Dabei setzen viele Hersteller auf Android als Betriebssystem - das allerdings zunächst nicht wirklich für Tablets optimiert war, wenngleich es dank flexibler Möglichkeiten zur Anpassung auch auf diesen eine gute Figur machte. Mit Android 3.0 - auch Honeycomb genannt - zog aber eine ausgereifte Tablet-Variante von Android im Markt ein. Verschiedene, erste Honeycomb-Geräte wurden zum Beispiel auf der Consumer Electronics Show 2011 präsentiert.
Die Zuteilung der Versionsnummer 3 für die Tablet-Version von Android führt dabei zu Spekulationen über das weitere Schema der Versions-Kennzeichnung. Anfang 2011 gab Google dann bekannt, das Android 3.0 ausschließlich ein Tablet-System sein soll - daher war die aktuellste Smartphone-Version, die parallel eingesetzt wurde, die 2.3. Für die Zukunft stellte Google aber in Aussicht, die Smartphone- und die Tablet-Versionen wieder in einem Zweig zu vereinen - und dies ist mittlerweile geschehen: Mitte Oktober 2011 stellte Google Android 4.0 vor, das auch Ice Cream Sandwich genannt wird.
Das Android-System wird mit großer Kontinuität weiterentwickelt und mit hohem Tempo um neue Features ergänzt.
In der folgenden Übersicht zeigen wir Ihnen, welche Version des Android-Systems welche Innovationen mitbrachte.
Dabei handelt es sich um eine Auswahl an jeweils neuen Funktionen. Ein Vorteil des Android-System: Auch
Nutzer mit einem Gerät, auf dem eine ältere Version vorinstalliert ist, können in vielen Fällen via
Update in den Genuss neuer Funktionen kommen - allerdings ist gerade der Update-Prozess bei Android
mit Problemen behaftet. So kann eine neue Android-Version nicht einfach auf ein vorhandenes Gerät aufgespielt werden,
je nach Gerät muss der Smartphone-Hersteller diese mehr oder weniger explizit anpassen. Bei Netzbetreiber-Geräten
muss unter Umständen ebenfalls auf ein spezielles Update gewartet werden. Zwar lassen sich über einen Eingriff ins System
diese Bindungen möglicherweise umgehen, entsprechend ist es dann aber auch schlecht bestellt um die Garantie.
| Version | erschienen | ausgewählte neue Features | ausgew. Handys 1 |
| 1.0 | 10/2008 | - | T-Mobile G1 |
| 1.1 | 02/2009 | - MMS-Anhänge speichern - erweiterter Google-Maps-Support |
- |
| 1.5 (Cupcake) |
04/2009 | - Videoaufnahme und- wiedergabe - Stereo via Bluetooth - Bluetooth-Auto-Pairing - Copy&Paste auf Webseiten - Direkter YouTube-Upload |
HTC Magic HTC Hero Samsung Galaxy i7500 LG GW620 |
| 1.6 (Donut) |
09/2009 | - Dienste-übergreifende Suche - schneller Wechsel zw. Foto- und Video-Funktion - Text-to-Speech - Gesten-Support |
Acer Liquid A1 |
| 2.0 (Eclair) |
10/2009 | - Exchange-Unterstützung - Zusammengefasste E-Mail-Konten - Suchfunktion für SMS/MMS - Digital-Zoom und Blitz für Kamera - HTML-5-Features im Browser - Doppel-Tipp-Zoom im Browser - Bookmarks mit Vorschaubild - Bluetooth-2.1-Unterstützung |
Motorola Milestone |
| 2.1 (Eclair) |
01/2010 | - hauptsächlich Bugfixes (daher Namensgleichheit mit 2.0) - animierte Hintergründe - mehr Homescreens |
Google Nexus One HTC Desire HTC Legend Motorola Defy Samsung I5800 Galaxy Samsung I9000 Galaxy |
| 2.2 (Froyo) |
05/2010 | - Flash-Support - App-Data-Backup für Gerätewechsel - Android-Market via PC-Browser, direkte Übertragung auf Handy - Musik-Streaming vom PC - schnellerer Browser - Apps auf SD-Karte - WLAN-Hotspot-Feature |
Samsung Galaxy Tab HTC Desire HD Motorola Milestone 2 Samsung Galaxy 551 LG P920 Optimus 3D |
| 2.3 / 2.3.3 / 2.3.4 / 2.3.5 (Gingerbread) |
12/2010 | - VoIP-Client - optimiertes Energie-Management - NFC-Support |
Google Nexus S
HTC Evo 3D HTC Sensation HTC Desire S Motorola Defy+ Samsung Galaxy S II Samsung Galaxy Note Huawei Ideos X3 |
| 3.0 (Honeycomb) |
Q1/2011 | - Tablet-optimiert | Motorola Xoom HTC Flyer Samsung Galaxy Tab 10.1 |
| 3.1 (Honeycomb) |
05/2011 | - Feinschliff am User-Interface - USB-Hub-Unterstützung - Unterstützung für Google-TV |
Sony Tablet S Lenovo ThinkPad Tablet Lenovo IdeaPad K1 |
| 3.2 (Honeycomb) |
07/2011 |
- "Compatibility Zoom": Verbesserte App-Darstellung - erweiterte APIs für untersch. Display-Größen - App-Zugriff auf SD-Karten - Unterstützung für weitere Tablet-Typen |
Sony Tablet P ViewSonic Viewpad 7x Samsung Galaxy Tab 7.7 |
| 4.0 (Ice Cream Sandwich) |
10/2011 | - Zusammenführung von Smartphone- und Tablet-Zweig | Google Galaxy Nexus |
| 5.0 (mögl. Jelly Bean) |
vsl. Herbst 2012 | bisher unbekannt | Google Galaxy Nexus |
Auf Linux-Basis sind übrigens weitere Handy-Betriebssysteme verfügbar. Ein erfolgversprechender Kandidat für die nahe Zukunft war zunächst Meego, das aus der Zusammenführung des Intel-Systems Moblin mit dem Nokia-System Maemo entstanden ist. Durch den Nokia-Strategie-Wechsel hin zu Windows Phone 7 haben sich die Aussichten allerdings massiv eingetrübt - auch wenn Intel an Meego festhalten will.
Zu den Linux-basierten Systemen zählt zum Beispiel auch noch OpenMoko, dessen Marktrelevanz allerdings gering ist. Dies gilt aktuell auch noch für das LiMo-System der gleichnamigen Foundation, der unter anderem Motorola, NEC und Samsung angehören. Entsprechende Geräte finden sich hier auch schon auf dem deutschen Markt. Die auch hier relativ breite Unterstützung könnte diesem OS zumindest perspektivisch eine gewisse Chance auf dem Markt geben.
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