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Meldung Tipps & Info Community 16.05.12

Schattendasein

LiMo: Linux-Handy-Betriebssystem fristet ein Nischendasein

Teile von Limo sollen mit Meego zu Tizen verschmolzen werden

Wer an ein Handy-Betriebssystem auf Basis von Linux denkt, denkt wohl in der Regel an Android. Kein Wunder, hat sich dieses System vor allem dank der dahinterstehenden Google-Macht im Markt etabliert und wird auf zahlreichen Smartphones genutzt. Doch natürlich lassen sich auf Linux-Basis auch weitere Systeme entwickeln, und hierzu gehört unter anderem das seit Jahren verfügbare, aber nahezu unbekannte LiMo. Zum Mobile World Congress 2010 erschien die Version R3 des Systems, im September wurde angekündigt, dass Teile von Limo zusammen mit Teilen von Meego zum neuen System Tizen verschmolzen werden sollen, bei dem Intel und Samsung federführend sind.

Die bisher mangelnde Popularität des LiMo-OS hat seine Gründe - die aber nicht in seinen mangelnden Fähigkeiten liegen: Vielmehr sind nur einzelne Endgeräte mit LiMo auf dem Markt, und auch bei diesen wird nicht mit dem OS geworben. Letzteres gilt zum Beispiel für verschiedene Motorola-Modelle. Auch Samsung präsentierte in der Vergangenheit schon LiMo-Smartphones, in diese Reihe gehören dann das Vodafone 360 H1 und das Vodafone 360 M1. Dann wirds aber schon mau: Panasonic und NEC haben zwar schon eine Vielzahl an LiMo-Geräten auf den Markt gebracht - allerdings nur für den japanischen Mobilfunkanbieter NTT Docomo.

LiMo-Handys lassen sich auch mittels Apps aufrüsten, Samsung bietet diese zum Beispiel über seinen Appstore Samsung Apps. Allerdings ist das Angebot mangels einer Vielzahl von Geräten gering - und das dürfte sich auch in Zukunft nicht ändern.

LiMo Foundation mit zahlreichen populären Mitgliedern

Dabei kann sich die hinter LiMo stehende LiMo Foundation, die im Januar 2007 gegründet wurde, durchaus sehen lassen: Hier finden sich so illustre Namen wie Telefónica, Vodafone, LG, Orange, der US-amerikanische Mobilfunkriese Verizon Wireless und einige mehr.

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