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| Meldung | Tipps & Info | Community | 22.02.12 |
Die Hersteller von Handys bzw. Smartphones haben nach dem Musikplayer, der Digitalkamera und dem Internet als weiteres Feature die Navigation für das Handy entdeckt. Die Handy-Navigation lässt sich dabei in zwei Bereiche gliedern: Die Offboard- und die Onboard-Navigation. Offboard-Systeme bestehen aus kleinen Programmen mit geringem Speicherbedarf im internen Speicher bzw. auf der Speicherkarte - Kartenmaterial, Route und Zielführung werden online via GPRS / UMTS aufs Mobiltelefon geladen, wenn sie benötigt werden.
Bei Onboard-Varianten ist das Kartenmaterial im internen Speicher, bzw. auf der Speicherkarte abgelegt, die Zielführung erfolgt über Kartennavigation. Für aktuelle Smartphones mit Betriebssystemen wie Android, iOS oder Windows Phone 7 sind sowohl Onboard- als auch Offboard-Lösungen in den App Stores verfügbar oder gar kommen gar vorinstalliert wie Ovi Karten bei Symbian-Handys von Nokia. Vor allem für das iPhone bieten PND-Hersteller wie TomTom oder Navigon Nutzer Navi-Software an. Nutzer von älteren und einfachen Handy-Modellen können auf Java-basierte Offboard-Lösungen zurückgreifen, die jedoch weniger Bedienkomfort bieten.
Immer häufiger kommen Hybrid-Lösungen zum Einsatz. Dabei erfolgt die Routenplanung und -führung über das Onboard-System, zusätzliche Informationen können optional per mobilem Internet abgerufen werden.
Bei den Onboard-Lösungen sind die Unterschiede der einzelnen Produkte eher marginal - sie sorgen für eine verlässliche Routenplanung. Offboard-Varianten erfüllen ihren Zweck vor allem für Gelegenheitsnutzer, sind aber nur verfügbar, solange der Zugang zum mobilen Internet besteht. Nutzer sollten zudem beachten, dass bei den Datenübertragungen einiges an Volumen zusammen kommen kann. Im Zweifel ist hier eine mobile Internet-Flatrate sinnvoll, die mittlerweile erschwinglich zu haben ist und potenzielle Kostenfallen vermeidet.
Ein integrierter GPS-Empfänger ist in einem Mobiltelefon mit Navi-Funktion mittlerweile Standard. Handys ohne integriertes GPS kann der Nutzer prinzipiell mit einer externen GPS-Maus aufrüsten, die via Bluetooth oder Kabel mit dem Handy verbunden wird - eine Lösung, die mittlerweile kaum mehr eingesetzt wird. Ein spontaner Navigationseinsatz des Handys fällt in diesem Szenario aus. Daneben geht auch ein weiterer praktischer Aspekt der Kombination von Handy und GPS verloren: Der lästige Transport mehrere Geräte entfällt. Dank stetig sinkender Preise erfreut sich damit die Handy-Navigation wachsender Beliebtheit und hat sich zunehmend zur ernsthaften Konkurrenz für klassische Navigationsgeräte (PNDs) entwickelt.