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12.01.2018 - 17:05
Malware

AdultSwine bringt Porno-Werbung auf Kinder-Apps

60 infizierte Programme im Google Play Store

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Speziell für Kinder ausgewiesene Apps sollten eigentlich frei von Werbung und unsicheren Hintertüren sein - sollte man meinen. Wie die Sicherheitsforscher von Check Point Software aber feststellen mussten, tummelten sich im Google Play Store beinahe 60 Kinder-Apps, die mit der wenig freundlich klingenden Malware AdultSwine verseucht waren. Nach Angaben von Google Play wurden die infizierten Apps bisher zwischen 3 und 7 Millionen Mal heruntergeladen.

Gleich drei Dinge macht AdultSwine so bösartig: Zum einen blendet die Schadsoftware für Kinder unangemessene, teils sogar pornografische Werbung ein. Diese wird willkürlich und ohne Vorwarnung angezeigt und bedeckt mitunter das gesamte Display. Zum anderen werden Nutzer dazu verleitet, gefälschte Sicherheitsanwendungen zu installieren. Dafür zeigen die Angreifer gefälschte Warnungen auf dem Display an, in denen behauptet wird, dass ein Virus das Gerät infiziert hat. Möchte der Nutzer die Schadsoftware entfernen, gelangt er dafür erneut in den Play Store - zu einer App, die ebenfalls Malware enthält. Der dritte gefährliche Punkt: Über die Android-Apps können nach einer unbedacht ausgeführten Genehmigung auch besonders teure Premium-SMS versendet werden, die die Mobilfunkrechnung der Nutzer belasten.

Besonders bösartige Malware

AdultSwine bringt Porno-Werbung auf Kinder-Apps

Malware AdultSwine bringt Porno-Werbung auf Kinder-Apps
Bild: svetabezu-fotolia.com

Dass Angreifer mithilfe der Malware auch Benutzerdaten klauen können, scheint angesichts der weiteren Gefährdungen beinahe nebensächlich. Aufgrund der vielfältigen Gefahren wird die Malware AdultSwine von den Sicherheitsexperten als besonders bösartig eingestuft. Vor allem, da sie klar auf unbedarfte Nutzer, wie etwa Kinder, abzielt. AdultSwine könne "emotionale und finanzielle Probleme verursachen", so die Experten.

Laut den Sicherheitsforschern von Check Point Software hat Google die befallenen Apps mittlerweile aus dem Play Store entfernt und den Account der verantwortlichen Entwickler gesperrt. Außerdem werden die Nutzer, die die betroffenen Apps immer noch installiert haben, über deren Gefahr informiert. Dennoch bleibt die Angst, dass weitere Schadsoftware dieser Art in die Appstores gespült werden könnte.

Wie Sie sich vor Malware und anderer Schadsoftware schützen können, erklären wir Ihnen in unserem Ratgeber zur Handy-Sicherheit.


© WhatsBroadcast

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