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07.12.2018 - 12:20
Individuell

Amazon Alexa hört jetzt auf individuelle Stimmen

Assistentin erkennt Vorlieben bei Musik und News

Viele Hunde haben es sich ange­wöhnt, nur auf das eigene Herr­chen zu hören und bei Kommandos von Fremden die Ohren auf "Durchzug" zu schalten. Auch bei vernetzten Sprach­assistenten war es anfäng­lich so, dass diese oft nur die Stimme verstanden, die sie ursprüng­lich einge­richtet und trai­niert hatte.

Bei Google ist die Sprach­steue­rung via Google Assi­stant in der Google-Home-App bereits mit mehreren Stimmen pro Gerät möglich. Etwas unbe­quem ist aller­dings, dass die Stimme ("Voice Match") dort an das Google-Konto gekop­pelt ist. Um die Verknüp­fung mit einer Stimme aufzu­heben, muss die Verknüp­fung mit dem entspre­chenden Google-Konto aufge­hoben werden. Damit das Gerät weiter verwendet werden kann, muss der Laut­spre­cher oder das Gerät danach wieder mit dem Google-Konto einge­richtet werden.

Nun verkündet auch Amazon, dass Alexa ab sofort indi­vi­du­elle Stimmen erkennen soll.

Ein Amazon Echo Dot mit Alexa

Ein Amazon Echo Dot mit Alexa
Bild: Amazon

So funk­tio­niert die Einrich­tung unter­schied­li­cher Stimmen

Laut einer offi­zi­ellen Amazon-Mittei­lung kann Alexa seit heute auf Wunsch indi­vi­du­elle Stimmen erkennen und so Personen unter­scheiden. Nach­richten aus der tägli­chen Zusam­men­fas­sung sowie Musik sollen zukünftig basie­rend auf Vorlieben und Hörge­wohn­heiten abge­spielt werden. Auch beim Einkaufen im Internet soll Alexa erkennen, um welchen Nutzer es sich handelt und dann beispiels­weise den korrekten Amazon-Account verwenden.

Damit Alexa verschie­dene Personen erkennt, muss zuerst ein persön­li­ches Stim­men­profil regis­triert werden. Dieses lässt sich mit dem Befehl "Alexa, lerne meine Stimme" erstellen. Alexa soll für die Regis­trie­rung nach Amazon-Angaben rund fünf Minuten benö­tigen und die Person anschlie­ßend erkennen können. Mit der Frage "Alexa, wer bin ich?" lässt sich die erfolg­reiche Regis­trie­rung des Profils über­prüfen.

Die Alexa-Funk­tion zum Erkennen indi­vi­du­eller Stimmen muss für die erst­ma­lige Nutzung zunächst über die Alexa-App frei­ge­schaltet werden. Beim Einloggen in die Alexa-App wird der Account-Inhaber defi­niert, dann lassen sich weitere Nutzer auf diesem Account einrichten. Über "Einstel­lungen - Alexa-Konto - Regis­trierte Stimmen" werden nun für alle zuvor fest­ge­legten Nutzer eines Accounts Stimmen regis­triert. Die Profile können anschlie­ßend über die Alexa-App akti­viert, deak­ti­viert oder auch wieder komplett gelöscht werden.

In diesen Berei­chen erkennt Alexa verschie­dene Stimmen

Laut Amazon gibt es zunächst vier Bereiche, in denen Alexa verschie­dene Stim­mern erkennt: Da sich bei der Musik­wie­der­gabe die Vorlieben zuhause stark unter­scheiden können, lernt Alexa verschie­dene Stimmen und die Vorlieben und Hörge­wohn­heiten der Person. Die perso­na­li­sierten Empfeh­lungen sind für alle Prime-Music- sowie Amazon-Music-Unli­mited-Abon­nenten verfügbar.

Wer nach den Nach­richten aus der tägli­chen Zusam­men­fas­sung fragt, soll von Alexa nur die Nach­richten vorge­lesen bekommen, die seit der letzten Anfrage des entspre­chenden Nutzers neu hinzu­ge­kommen sind.

Darüber hinaus soll Alexa das indi­vi­du­elle Versenden und Annehmen von Nach­richten ermög­li­chen. Wenn Alexa die Stimme eines Nutzers erkennt, der sie bittet, Nach­richten abzu­spielen, werden nur jene Nach­richten wieder­ge­geben, die auch an diesen Nutzer adres­siert sind. Beim Versenden von Nach­richten wird dem Empfänger eben­falls mitge­teilt, wer der Absender der Nach­richt ist. Das gilt auch für Tele­fo­nate: Wenn Alexa die Stimme eines Nutzers erkennt, der einen Anruf tätigt, wird der Person, die den Anruf erhält, der Name mitge­teilt.

Beim bereits erwähnten Shop­ping gibt es aller­dings einen Sicherungs­mechanismus: Nachdem beim ersten Sprach-Einkauf ein Bestä­ti­gungs­code einge­geben und über­prüft wurde, können alle weiteren Käufe des zuvor veri­fi­zierten Nutzers auch ohne Bestä­ti­gungs­code per Sprache erle­digt werden.


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