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29.01.2019 - 12:40
Bericht

Bericht: Apple plant Flatrate für Games

Neuer Dienst soll helfen Umsätze zu stabilisieren

Laut dem Internet-Portal Cheddar plant Apple einen Abodienst für Spiele. Cheddar beruft sich dabei auf fünf Insider, die aber anonym bleiben wollen. Demnach soll der neue Dienst wie Netflix funk­tio­nieren. Gegen eine monat­liche Gebühr lassen sich aus einem Pool von Games beliebig viele herun­ter­laden und spielen.

Tim Cook soll eine Flatrate für Spiele planen

Gut informierte Quellen wollen wissen, dass Tim Cook eine Flatrate für Spiele plant.
picture alliance / Monica Davey/EPA/dpa

Neue Rolle als Publisher

Apple hat laut den Infor­manten von Cheddar bereits in der ersten Hälfte 2018 begonnen hinter verschlos­senen Türen Gespräche mit den Spiele-Entwick­lern zu führen. In diesen Gesprä­chen soll Apple auch versucht haben, sich als Publisher ins Spiel zu bringen und damit Marke­ting und Vertrieb für die Games zu über­nehmen. Damit könnten auch exklu­sive Spiele für das iPhone entstehen.

Noch sind die Gespräche aber in einem sehr frühen Stadium. Es ist bisher voll­kommen unklar, wie viel der Dienst kosten wird und ob und wann er kommen wird. Cheddar hat versucht einen Kommentar von Apple dazu zu bekommen, aber das Unter­nehmen lehnt diesen – wie üblich – ab.

Mobil Games als Gold­grube

Das Gerücht bekommt aber dadurch Glaub­wür­dig­keit, dass Apple schon länger auf der Suche nach neuen Einkom­mens­quellen ist. Verkaufs­zahlen für das iPhone stagnieren und Apple versucht sich mit digi­talen Diensten ein neues Stand­bein aufzu­bauen. Die mobile Spie­le­branche gilt als Gold­grube. Alleine für Deutsch­land rechnet die Seite Statista für 2019 mit fast einer halben Milli­arde Euro Umsatz, für das Jahr 2021 erwarten die Markt­be­ob­achter von Newzoo einen welt­weiten Umsatz von 100 Mrd. US-Dollar, nach heutigem Kurs etwa 87,4 Mrd. Euro.

Erfolg noch frag­lich

Schon jetzt kommt der Löwen­an­teil der Einkünfte aus dem iTunes-Store von Spielen. Aller­dings: Es gibt bisher kaum Erfah­rungs­werte für den Erfolg von Abosys­temen. Der größte Anteil der Umsätze stammt von In-App-Käufen bei Free-to-Play-Games.

Die Frage ist auch, ob die Pläne Apples aufgehen und das Unter­nehmen sich als Publisher etablieren kann. Mögli­cher­weise lässt sich die Akzep­tanz aber erhöhen, in dem der iPhone-Hersteller den Entwick­lern ein kosten­güns­tiges Gesamt­paket schnürt.

Es ist zu erwarten, dass Apple seine neue Idee mit Nach­druck verfolgen wird. Dienste wie iCloud oder Apple Music spülen schon heute rund 40 Mio. Dollar in die Kassen von Apple, bis 2020 soll es nach dem Willen von Tim Cook 50 Mio. Dollar sein. Dafür wird Apple wohl auch noch eine Reihe neuer Services auspro­bieren wollen, vor allem im Bereich Strea­ming. teltarif.de berich­tete.


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