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10.12.2018 - 09:15
Mobiles Bezahlen

So will Apple Pay mit besonders hoher Sicherheit punkten

Apple entscheidet über Aktivierung mit

Der Start von Apple Pay in Deutsch­land wird bereits seit einiger Zeit vorbe­reitet und steht unmit­telbar bevor. Zur Nutzung benö­tigen Inter­es­senten eine Kredit­karte von einer Bank, die Apple Pay ihren Kunden bereits anbietet. Ähnlich wie beim schon seit Ende Juni in Deutsch­land verfüg­baren Google Pay werden die Kredit­karten digi­ta­li­siert. Damit werden iPhone und Apple Watch zum Zahlungs­mittel an Termi­nals, die für kontakt­lose Trans­ak­tionen vorbe­reitet sind.

Neben der Bank, die die Kredit­karte für Apple Pay frei­geben muss, entscheidet aber auch der Platt­form­be­treiber - also Apple - über die Möglich­keit, die Karte zu digi­ta­li­sieren und in Verbin­dung mit dem mobilen Bezahl­dienst einzu­setzen. Das geht aus dem auf der Webseite tmgmktg.com veröf­fent­lichten "Toke­niza­tion Infor­ma­tion Kit" für Apple Pay hervor. Damit will Apple einem mögli­chen Miss­brauch vorbeugen.

Vier Pfade führen zu Apple Pay - oder auch nicht

Apple Pay setzt auf Sicherheit

Apple Pay setzt auf Sicherheit
Foto/Logo: Apple, Montage: teltarif.de

Wenn ein poten­zi­eller Nutzer seine Kredit­karte für Apple Pay anmelden möchte, gibt es vier verschie­dene Pfade, die darüber entscheiden, ob und auf welchem Weg sich die Karte in die Apple Wallet hinzu­fügen lässt. Über den Pfad entscheidet jeweils Apple während der Anmel­dung und auto­ma­tisch. Je nachdem, für welchen Pfad der Kunde bzw. dessen Kredit­karte vorge­sehen ist, erfolgt die Apple-Pay-Akti­vie­rung mit mehr oder weniger großem Aufwand.

Rund 47 Prozent aller Akti­vie­rungs­ver­suche landen den Angaben zufolge im grünen Pfad. In diesem Fall wird die Kredit­karte in der Regel ohne weitere Veri­fi­zie­rung in die Wallet hinzu­ge­fügt, da Apple das Miss­brauchs-Risiko als gering einschätzt. Kunden, die im grünen Pfad landen, müssen in der Regel nur die Karten­nummer eingeben bzw. die Karte einscannen und den CVC-Code eintragen. Danach ist Apple Pay start­klar.

Zusätz­liche Veri­fi­zie­rung in vielen Fällen erfor­der­lich

Etwa die Hälfte aller Kunden landen im gelben Pfad. In diesem Fall ist eine zusätz­liche Veri­fi­zie­rung des poten­zi­ellen Nutzers durch die Bank, die die Kredit­karte ausge­geben hat, erfor­der­lich. Als "gelb" einge­stuft werden beispiels­weise Kunden, deren iTunes-Account erst seit weniger als 30 Tagen besteht und bei denen die Adresse des iTunes-Accounts nicht mit der zur Kredit­karte gehö­renden Anschrift über­ein­stimmen.

Die gelbe Kate­gorie soll Betrugs­ver­suche - etwa durch das "Ausleihen" einer Kredit­karte - verhin­dern. Wird der Anwender in diesen Pfad einge­ordnet, so kann zur Akti­vie­rung von Apple Pay ein Anruf bei der Kunden­be­treuung der Bank erfor­der­lich sein. Denkbar wären auch eine SMS-Bestä­ti­gung auf der beim Kredit­in­stitut hinter­legten Handy­nummer oder eine E-Mail mit Bestä­ti­gungs­link, der ange­klickt werden muss.

In seltenen Fällen werden Kunde und Kredit­karte in den oran­genen Pfad einsor­tiert. Apple sieht bei diesen Akti­vie­rungen ein hohes Miss­brauchs­ri­siko, sodass sich der Kunde in einem Gespräch mit der Bank authen­ti­fi­zieren muss. Dabei sollen weiter­ge­hende Fragen im Laufe des Tele­fo­nats die Iden­tität des Anru­fers eindeutig klären, bevor die Frei­schal­tung für Apple Pay erfolgt.

Roter Pfad: Apple Pay nicht akti­vierbar

Unge­fähr drei Prozent der Akti­vie­rungs­ver­suche enden im roten Pfad, bei dem die Frei­schal­tung von Apple Pay mit dem Hinweis fehl­schlägt, der mobile Bezahl­dienst stünde nicht zur Verfü­gung. Damit will Apple verhin­dern, dass nicht mehr gültige Kredit­karten verwendet werden. Auch wenn der Verdacht auf Pleite oder einen Betrugs­ver­such besteht, kann das Hinzu­fügen der Karte zur Apple Wallet fehl­schlagen.

Abzu­warten bleibt, wie die Erfah­rungen poten­zi­eller deut­scher Nutzer aussehen, wenn Apple Pay in Kürze auch hier­zu­lande zur Verfü­gung stehen wird. Apple hatte schon im Sommer ange­kün­digt, den Service hier­zu­lande noch in diesem Jahr einzu­führen. Auf der deut­schen Webseite des ameri­ka­ni­schen Konzerns heißt es seit Anfang November, Apple Pay sei "bald" verfügbar.


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