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17.12.2004 - 11:57
mobiles Büro

Nokia 9500 Communicator im teltarif-Test

Neues Spitzenmodell kann fast in allen Punkten überzeugen

Inhaltsverzeichnis:

  1. Neuer Nokia Communicator kann fast in allen Punkten überzeugen
  2. WLAN-Empfang ausgezeichnet
  3. Konfiguration automatisch
  4. Faxabruf als neues Feature

Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Sprichwort gilt auch für den neuen Nokia Communicator 9500, der seit wenigen Tagen in größeren Stückzahlen im Handel erhältlich ist. Nokia hat damit den angekündigten Liefertermin - viertes Quartal 2004 - eingehalten. Das war bei den Vorgänger-Modellen nicht immer der Fall.

Nokia 9500
DatenblattTest ]

Nokia 9500 Communicator

Auch der Verkaufspreis von 829 Euro ohne Vertrag entspricht den Ankündigungen des Herstellers. Bei vielen Händlern ist das Gerät aber auch deutlich unter diesem Preis zu bekommen. Zum Teil gibt es sogar Angebote für weniger als 700 Euro. Damit liegt der Einstiegspreis deutlich unter dem für das Vorgängermodell Nokia 9210 bzw. 9210i. Hierfür musste man kurz nach der Markteinführung ohne Vertrag noch deutlich über 2 000 Mark, umgerechnet rund 1 000 Euro, investieren.

Leistungsumfang gegenüber dem Vorgänger erweitert

Trotz des gesunkenen Preises hat Nokia den Leistungsumfang seines mobilen Büros deutlich erweitert. Beherrschte der Vorgänger nur leitungsvermittelte Datenübertragungen, was schon zum Zeitpunkt der Markteinführung nicht mehr ganz zeitgemäß war, so kann man mit dem 9500er natürlich auch über GPRS online gehen. Ferner hat Nokia dem neuen Communicator eine WLAN-Schnittstelle nach dem IEEE 802.11b-Standard verpasst. Das ist praktisch, wenn man sich zu Hause ins eigene Funknetzwerk einklinken möchte, aber auch unterwegs von Vorteil, um über die inzwischen zahlreichen Hotspots oder offenen privaten WLAN-Zugänge online zu gehen. Theoretisch sollte mit dem Communicator über WLAN auch die Voice-over-IP-Telefonie möglich sein. Bislang gibt es hierfür aber noch keine Software.

UMTS und GSM 850 fehlen

Verbindungen zu anderen Geräten sind nun neben einer seriellen Schnittstelle und der Infrarot-Übertragung auch über ein USB-Kabel und Bluetooth möglich. Damit hat Nokia sein Spitzenhandy auch in diesem Punkt dem aktuellen Stand der Technik angepasst. Lediglich User, die auch auf eine Integration des UMTS-Standards gehofft hatten, werden enttäuscht sein. 3G beherrscht der Communicator 9500 nämlich noch nicht.

Dafür ist der 9500er EDGE-fähig. Dieser Standard, der in den bestehenden GSM-Netzen eingesetzt werden kann, kommt in den deutschen Mobilfunknetzen allerdings noch nicht zum Einsatz. Bislang hat auch noch kein deutscher Netzbetreiber die Implementierung dieser Technik angekündigt.

Auch Amerika-Reisende werden mit dem neuen Gerät nicht hundertprozentig glücklich sein. Zwar gibt es nun keine separate Version für GSM 1900 mehr, so dass man einen hier gekauften Communicator auch in Amerika einsetzen kann. Den neuen Frequenzbereich um 850 MHz hat Nokia bei seinem neuen Spitzenmodell aber nicht vorgesehen.

Auf den ersten Blick fällt das farbige Außendisplay der Telefonschnittstelle auf, das wie das Innendisplay bereits über 65 000 Farben darstellen kann. Außerdem telefoniert man nun "auf der richtigen Seite", das heißt, Hörer und Mikrofon befinden sich nun auf der Vorderseite des Geräts und nicht mehr - wie früher - auf der Rückseite.

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