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17.02.2017 - 17:10
WLAN

WiFi on ICE: Der kostenlose Hotspot im ICE ausprobiert

Seit Jahresbeginn läuft der Regelbetrieb

Inhaltsverzeichnis:

  1. WiFi on ICE im Test
  2. Rückreise im überfüllten ICE

WiFi on ICE im Test

WiFi on ICE im Test
Foto: dpa

In der zweiten Jahreshälfte 2016 wurden die ICEs der Deutschen Bahn AG umgerüstet. Anstelle der bisherigen rollenden Hotspots der Deutschen Telekom wurde die Technik für das neue Angebot des Dienstleisters Icomera installiert, der für die Online-Anbindung auf die Netze aller drei deutschen Mobilfunknetze zurückgreift. In den Zügen, die bereits umgerüstet waren, hatten die Kunden im vergangen Jahr bereits die Möglichkeit, den Testbetrieb von Icomera zu nutzen. Auch wir hatten bereits im Herbst den Hotspot, der sich als WiFi on ICE identifiziert, erstmals einem Test unterzogen.

Seit Jahresbeginn ist der neue rollende WLAN-Zugang im Regelbetrieb. So haben wir den Dienst erneut auf ICE-Fahrten zwischen Frankfurt am Main und Berlin ausprobiert. Als erstes fällt auf, dass der Hotspot halt eben nicht auffällt. Anders als zu Zeiten des Telekom-Internet-Angebots im ICE findet sich nicht mehr an jedem versorgten Wagen ein Hinweis auf die Verfügbarkeit des mobilen Online-Zugangs. Auf den Anzeigetafeln im Zug wurde auf das Angebot wiederum hingewiesen.

Netzwerk unverschlüsselt

Die Kennung lautet wie während des Testbetriebs WiFionICE. Das Netzwerk ist unverschlüsselt, aber vor dem Herstellen der Online-Verbindung wird zunächst eine Hinweisseite eingeblendet. Hier erscheint auch in der 1. Klasse ein Hinweis darauf, dass es natürlich keine Festnetz-Anbindung gibt und man sich die Bandbreite mit den anderen Fahrgästen teilt.

Weiter warnt der Anbieter: "Bitte vermeiden Sie unnötige Datennutzung wie das Streamen von Videos und schalten Sie automatische Downloads Ihres Endgerätes aus. Andernfalls müssen wir Sie in der Geschwindigkeit limitieren, um andere Fahrgäste nicht unnötig zu beeinträchtigen." Wohlbemerkt: Dieser - sicherlich sinnvolle - Hinweis wurde in der 1. Klasse eingeblendet, wo die Kunden offiziell keine Limitierung haben. In der 2. Klasse, wo anders als beim früheren Telekom-Hotspot ebenfalls ein kostenloser Internet-Zugang zur Verfügung steht, ist die volle Datengeschwindigkeit, die offiziell bei 1 MBit/s liegt, auf 200 MB pro Tag limitiert.

Mobiles Arbeiten auf der ersten Fahrt problemlos möglich

Startseite vor Freischaltung des Internet-Zugangs

Startseite vor Freischaltung des Internet-Zugangs
Foto: teltarif.de

Wir haben den Internet-Zugang der Deutschen Bahn AG auf der Fahrt von Hessen in die Bundeshauptstadt für E-Mails, zum Surfen im Internet und für webbasierte Arbeit genutzt. Das klappte recht gut. Auch der Upload von Fotos, die in Meldungen für teltarif.de eingeflossen sind, ging recht flott von der Hand. Auch in den Tunnels in Osthessen und Niedersachsen, wo der Telekom-Hotspot oft keinen Datenzugang bot, stand der Internet-Zugriff meistens zur Verfügung, wenn auch zum Teil in langsamerer Geschwindigkeit als im Freien. In Speedtests haben wir 1 MBit/s - anders als noch Ende vergangenen Jahres - nicht ganz erreicht. Rund 800 bis 900 kBit/s in Downstream und 700 bis 800 kBit/s im Upstream waren aber drin. Die Ansprechzeiten von 90 bis 120 ms ließen den Internet-Zugang teilweise langsamer erscheinen als er eigentlich war.

Angenehm war die nahezu durchgehende Verfügbarkeit der Internet-Verbindung. Hin und wieder wurde die Performance etwas schlechter, wir waren aber mit dem MacBook Air, das wir vornehmlich für den Test verwendet haben, praktisch ständig mit dem Internet verbunden. Auch mit dem parallel genutzten Huawei Mate 9 stand der Datenzugang fast durchgehend zur Verfügung, das Apple iPhone 7 Plus loggte sich hingegen ab und zu aus und griff wieder auf das Mobilfunknetz zurück.

Auf Seite 2 berichten wir über unsere Erfahrungen auf der Rückfahrt von Berlin nach Frankfurt am Main, die dank überfülltem ICE unter auch für den WLAN-Hotspot erschwerten Bedingungen stattfand.

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nächste Seite: Rückreise im überfüllten ICE

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