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07.06.2018 - 16:15
"Schlüssel" zum Erfolg?

BlackBerry KEY2: Die wiederge­borene Ikone im Hands-On

Mit der Lizenz zum Zeit sparen

Zeit, Vertrauen und Design, das sind die drei Punkte, über die sich BlackBerry laut eigener Aussage selber definiert und diese drei Punkte sollen auch dem Verbraucher in den Kopf kommen, wenn er an den Handy-Hersteller denkt. Mit der Vorstellung des BlackBerry KEY2 hat das Unternehmen gezeigt, wie das funktionieren soll. Wir konnten in einem Hands-On schon einmal einen ersten Eindruck von dem neuen Top-Gerät von TCL gewinnen, welches ab Mitte des Monats vorbestellbar ist.

BlackBerry KEY2

Das BlackBerry KEY2 in silber und schwarz
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Griffige Rückseite für guten Halt

Auch mit dem Nachfolger des KEYone bleibt BlackBerry seinen eigenen Prinzipien treu und veröffentlicht mit dem KEY2 wieder ein Smartphone mit QWERTZ-Tastatur. Und obwohl die Tasten 20 Prozent größer sind als beim Vorgänger und somit auch die Tastatur gewachsen ist, ist das Gerät äußerst handlich. Das liegt zum einen daran, dass es das Unternehmen geschafft hat, trotz der größeren Tastatur und einem größeren Display, das Smartphone schlanker und schmaler als das KEYone zu gestalten, und zwar um ganze 25 Prozent. Zum anderen liegt das Key2 mit 168 g äußerst leicht in der Hand.

BlackBerry KEY 2
Datenblatt Test

BlackBerry KEY2

Die Rückseite des BlackBerry KEY2.
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Außerdem sorgt die gummierte Rückseite dafür, anders als bei den meisten Geräten mit einer Rückfläche aus Glas, dass einem das Telefon nicht so schnell aus der Hand rutscht. Die 12 MP Dual-Kamera kommt äußerlich der bei dem iPhone 8 Plus nahe und steht auch ebenso etwas aus der Rückseite heraus. Hat das Gerät flach auf dem Tisch gelegen, waren große Wackler diesbezüglich aber im ersten Hands-On nicht festzustellen. Direkt neben der Kamera befindet sich auch der LED-Blitz.

Die Vorderseite des Geräts dominiert vor allem das 4,5 Zoll große Display und nicht die Tastatur, wie man es zuerst einmal vermuten würde. Das Display gibt die Farben zwar kräftig und natürlich wieder, wirkt aber auch etwas dunkel. Für die Tastatur-Liebhaber dürfte das KEY2 ein wahrer Segen sein. Die Tasten lassen sich ohne großen Druck gut bedienen und ermöglichen schnelles Schreiben. Zumindest wenn man an Tastaturen beim Smartphone gewöhnt ist. Ist man seit Jahren nur die Display-Schreibweise gewohnt, fällt es einem schwer, sich wieder an eine Tastatur zu gewöhnen und das Tippen braucht dementsprechend natürlich länger. Aber auch das ist nur Gewohnheitssache, denn nach einigen Minuten ausprobieren ging es schon deutlich schneller.

Erscheinen wird das hochwertig verarbeitete KEY2 mit einem in Schwarz und Silber gehaltenen Alurahmen. Das Display besteht aus Corning Glass 2,5. Rein äußerlich betrachtet ist BlackBerry mit dem Punkt Design durchaus einiges geglückt, von dem was sich die Produktdesigner wohl vorgenommen haben.

BlackBerry KEY2

Das KEY2 von vorn und der Seite.
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Das Vertrauen in die inneren Werte

Im Inneren des BlackBerry KEY2 arbeitet ein Qualcomm Snapdragon 660-Prozessor, der im ersten Test nicht ganz so schnell arbeitet, wie man es von anderen neuen Geräten, wie zum Beispiel dem HTC U12+, schon jetzt gewohnt ist. Das Scrollen funktioniert zwar einwandfrei, die Reaktionszeit zwischen Berührung und Ausführung könnte aber deutlich schneller sein. Da das Smartphone im Hands-On leider nicht mit dem Internet verbunden war, blieb ein Test Webseiten aufzurufen leider aus, wird später im ausführlichen Gerätetest aber nachgeholt.

Ausgeliefert wird das neueste Zugpferd in zwei verschiedenen Speicherversionen. 64 GB oder 128 GB als Dual-SIM. Der Arbeitsspeicher kommt mit 6 GB daher und als Software ist Android 8.1 mit an Bord. Der Akku hat eine Kapazität von 3500 mAh und dürfte somit locker einen Tag durchhalten. Dank Schnellladefunktion soll laut Hersteller dieser innerhalb von 36 Minuten aber wieder auf 50 Prozent geladen sein.

BlackBerry KEY2

Unten rechts befindet sich der Speed Key neben der Symbol-Taste.
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Eine weitere Neuerung ist laut BlackBerry selbst eine echte Innovation, der Speed-Key. Dieser sitzt unten rechts neben der Symbol-Taste und ermöglicht es dem Nutzer ohne großes Scrollen durch das Menü innerhalb kürzester Zeit sein gewünschtes Programm aufzurufen. Und tatsächlich, drückt man den Speed-Key, plus einen Buchstaben für das festgelegte Programm, öffnet es sich in Windeseile. Vorgespeichert waren in dem Falle bereits Anwendungen wie Spotify oder auch YouTube. Beide Programme öffneten sich schnell nach dem Drücken des Speed-Keys und dem S für Spotify oder dem Y für YouTube. Dem Hersteller geht es mit dem neuen Kurzbefehl darum, den Nutzern mehr Zeit für wichtigere Dinge zu verschaffen.

Doch die Tastatur ist nicht nur mit der einen, zugegebenermaßen recht praktischen, neuen Taste ausgestattet, das Keyboard ist dem Hersteller zufolge, nun auch intelligent und lernt dazu. Beispielsweise erkennt sie auch Wischgesten für schnelleres Scrollen. Der Fingerabdrucksensor ist in der Leerzeichentaste verbaut, wie schon beim Vorgänger. Bei der Zeit ist BlackBerry also auch auf einem guten Weg, das Vertrauen ihrer Kunden dürfte das Unternehmen ohnehin schon vorher gehabt haben.

Die Kamera verwirrt im ersten Eindruck

Nach einer eher mittelklassigen Kamera im KEYone, will BlackBerry mit dem KEY2 offenbar alles richtig machen und verpasst seinem neuesten Flaggschiff nun eine Dual-Kamera auf der Rückseite. Diese kommt mit 12 MP, optischem Superzoom, einem Portrait-Modus und Google Lens. Im ersten kurzen Kamera-Test löste diese schnell aus und die Bilder wirkten qualitativ gut. Jedoch verwirrten die vielen Einstellungsmöglichkeiten im Kamera-Display und auch der Portrait-Modus war weder auf den ersten noch auf den zweiten Blick auffindbar.

Aber auch hier wird sich in einem späteren und ausführlichen Test zeigen, was die Dual-Kamera kann und ob BlackBerry damit Chancen hat, zur starken Konkurrenz aufzuschließen. Bei einem Preis in Höhe von 649 Euro für die 64 GB-Version und 699 Euro für die 128 GB-Version ist, liegt BlackBerry schon eher im oberen Preissegment. Sollte der ausführliche Test den guten Eindruck aus dem Hands-On aber bestätigen, dann könnte es durchaus sein Geld wert sein, vorausgesetzt natürlich, man möchte ein Tastatur-Telefon.


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