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10.11.2018 - 14:03
Divicon Media

Divicon Media will DAB+-Muxe in NRW betreiben

Unternehmen zeigt Interesse bei Call for Interest

Das Leipziger Unternehmen Divicon Media, bundesweiter Dienstleister und Betreiber zahlreicher Radionetze im privaten und öffentlich-rechtlichen Sektor, hat im Rahmen der Bedarfsabfrage für DAB+ Übertragungskapazitäten seitens der Landesanstalt für Medien (LfM) in Nordrhein-Westfalen offiziell Interesse angemeldet. Ziel der Abfrage war es, das Interesse der Medienschaffenden an einer umfassenden und flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung mit Digitalradio DAB+ in Nordrhein-Westfalen zu eruieren. Mit der Teilnahme an diesem Call for Interest unterstützt der Netzbetreiber laut eigenen Angaben die Bemühungen der Landesmedienanstalt zu einer bedarfsgerechten Beantragung der Zuordnung von Übertragungskapazitäten bei der Landesregierung und somit den weiteren Ausbau von DAB+ in Deutschland.

Darüber hinaus bekräftigt Divicon mit diesem Schritt, grundsätzlich allen Verbreitungsmöglichkeiten von Radiosignalen gegenüber offen zu sein. Für einen technischen Dienstleister stehe neben den neuen Nutzungsmöglichkeiten dabei jedoch zuerst die Wirtschaftlichkeit der unterschiedlichen Übertragungswege im Vordergrund. Durch die jüngsten Entwicklungen von DAB+ in Europa und in Deutschland, wie dem Umstieg von Deutschlandradio von UKW auf DAB+, oder das erfolgreiche Small Scale DAB+ Projekt in Sachsen, rechne das Unternehmen mit ausreichend Potenzial für einen wirtschaftlichen DAB+-Betrieb im Rahmen vieler weiterer Szenarien – so auch in NRW.

Der Markt entscheidet, was sich durchsetzt

Vom neuen Funkturm in Leipzig betreibt Divicon bereits einen DAB+-Multiplex

Vom neuen Funkturm in Leipzig betreibt Divicon bereits einen DAB+-Multiplex
Quelle: Deutsche Funkturm (DFMG)

"Insgesamt sehen wir sehr gute Chancen für alle derzeitigen Verbreitungstechnologien und sind daher selbstverständlich darauf vorbereitet. Was sich durchsetzen oder wie die genaue Verteilung aussehen wird, muss der Markt entscheiden", sagt Mike Lehmann, Geschäftsführer bei der Divicon Media. "Dennoch ist es unsere Aufgabe, neuen Technologien im Sinne unserer Kunden aus verschiedenen Marktsegmenten den Weg zu bereiten. So begrüßen wir die Initiative der Medienanstalt Nordrhein-Westfalen und freuen uns auf eine gemeinsame Weiterentwicklung."

Interessenten an DAB+ in NRW zeigten zuvor auch das Düsseldorfer Unternehmen Mehr! Radio für einen regionalen Mux in der Landeshauptstadt sowie lulu.fm zusammen mit dem Unternehmen Nano-Comp electronic GmbH: Beide wollen einen Mux mit elf Programmen in Köln betreiben.

SWR baut DAB+ aus

Unterdessen hat der Südwestrundfunk (SWR) den weiteren Sendernetzausbau in Baden-Württemberg für 2018 datiert. Am 14. November ist die Inbetriebnahme der Standorte Baiersbronn und Schramberg geplant. Damit verbessert sich die DAB+ Versorgung im Kanalblock 8D im Bereich Baiersbronn und Freudenstadt, im oberen Schiltachtal sowie in und um Schramberg (B462).

Am 20. November kommt im Kanalblock 8A der Senderstandort Weingarten hinzu. Damit verbessert sich die DAB+ Versorgung im Raum Weingarten/Ravensburg.

Die Standorte Bad Urach und Sigmaringen folgen am 13. Dezember beziehungsweise am 18. Dezember. Dadurch können die Versorgungslücken im Kanalblock 8D im Ermstal (Metzingen, Bad Urach, B465) sowie im Donautal um Sigmaringen (B32) geschlossen werden.

2019 liege der Schwerpunkt des DAB+ Sendernetzausbaus laut SWR in Rheinland-Pfalz an den Standorten Haardtkopf (mit Leistungserhöhung), Diez/Lahn, Bitburg, Alf/Bullay (bei Zell/Mosel), Zweibrücken und Oberes Ahrtal (bei Bad Neuenahr-Ahrweiler).


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