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30.01.2020 - 11:35
Social Media

Unverwundbar: Facebook wächst auf 2,5 Milliarden Nutzer an

Online-Netzwerk scheint immun gegen Datenskandale

Face­book hat im vergan­genen Quartal die Marke von 2,5 Milli­arden aktiven Nutzern erreicht und wächst weiter schnell. Doch auch die Kosten steigen, unter anderem weil das Online-Netz­werk immer mehr Mitar­beiter braucht. Zudem erschweren Daten­schutz-Regeln wie die DSGVO das Werbe­geschäft.

Im Schluss­quartal 2019 stieg der Umsatz im Jahres­vergleich um ein Viertel auf gut 21 Milli­arden Dollar (19 Milli­arden Euro). Der Gewinn legte zugleich aber um vergleichs­weise mode­rate sieben Prozent auf 7,35 Milli­arden Dollar zu. Das Gewinn­wachstum war lang­samer als Anleger es von Face­book gewohnt ist. Die Aktie sackte im nach­börs­lichen US-Handel am Mitt­woch mehr als sieben Prozent ab.

Mark Zucker­berg will nicht gemocht, sondern verstanden werden

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg knackt mit seinem Online-Netzwerk die 2,5-Milliarden-Marke

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg knackt mit seinem Online-Netzwerk die 2,5-Milliarden-Marke
picture alliance/Marcio Jose Sanchez/AP/dpa

Mit den Quar­tals­zahlen gab Face­book auch eine Zahlung von 550 Millionen Dollar im US-Bundes­staat Illi­nois für die Beile­gung einer Verbrau­cher-Sammel­klage wegen der Gesichts­erken­nungs-Funk­tion auf der Platt­form bekannt. Die Kläger hatten Face­book vorge­worfen, gegen lokale Gesetze verstoßen zu haben, weil biome­trische Daten ohne Wissen der Nutzer erhoben worden seien. Die Funk­tion schlägt Namen von Face­book-Freunden zum Markieren in Fotos vor.

Face­books Gründer und Chef Mark Zucker­berg kündigte an, er wolle die Posi­tionen des Online-Netz­werks offen­siver vertreten. "Mein Ziel für das nächste Jahr­zehnt ist es nicht, gemocht, sondern verstanden zu werden", sagte er in einer Tele­fonkon­ferenz mit Analysten. "Damit man Vertrauen gewinnen kann, müssen die Leute wissen, wofür man steht." So wolle Face­book verstärkt die Rede­frei­heit, die Verschlüs­selung und sein werbe­basiertes Geschäfts­modell vertei­digen. Dem Online-Netz­werk wird unter anderem vorge­worfen, es sammele zu viele Daten für die Perso­nali­sierung der Anzeigen und wolle Nutzer länger auf der Platt­form halten, um ihnen mehr Werbung einzu­blenden.

Daten­schutz­verord­nungen machen Perso­nali­sierungen schwer

In den USA machte Face­book im vergan­genen Quartal einen durch­schnitt­lichen Erlös pro Nutzer von 41,41 Dollar, fast ausschließ­lich durch Werbung. Das war ein deut­licher Sprung von den 34,55 Dollar drei Monate zuvor. In Europa lag der durch­schnitt­liche Umsatz pro Nutzer ledig­lich bei 13,21 Dollar. Aller­dings liege er in West­europa näher zum US-Niveau, sagte Finanz­chef David Wehner.

Zugleich räumte Face­book ein, dass Regeln wie die Euro­päische Daten­schutz-Grund­verord­nung oder das ähnliche neue Daten­schutz­gesetz in Kali­fornien es zum Teil schwie­riger machten, Anzeigen zu perso­nali­sieren und ihre Effi­zienz zu messen.

Die Zahl mindes­tens einmal im Monat aktiver Nutzer erreichte 2,5 Milli­arden nach einem Zuwachs von 50 Millionen binnen drei Monaten. Täglich kamen im vergan­genen Quartal 1,66 Milli­arden Nutzer zu Face­book. Zusammen mit anderen Apps wie etwa Insta­gram oder WhatsApp kommt der Konzern auf 2,89 Milli­arden Nutzer im Monat.

Mit einem bestimmten Tool gibt Face­book Nutzern mehr Kontroll­möglich­keiten in die Hand. Was es damit auf sich hat, lesen Sie in einer weiteren News.

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dpa /

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