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Mister79 schreibt am 17.11.2017 18:13
O2 und Vodafone ziehen sich bei den Verkehrswegen dann wieder raus?

Hier würde ich viel mehr eine Gemeinschaft sehen, der Standort wird gestellt, die Anbieter mieten sich ein (so soll es dann ja auch sein, wie ich das verstehe) und den einen Turm bestückt Telefonica, mit Glas und Antennen und allem was an Frequenzen der Pool hergibt und gibt es im Roaming für die anderen beiden frei. Gleiches dann an einem anderen Standort, den bestückt ein anderer Anbieter und gibt diesen frei usw. Alle sparen und das Geld kann an einem anderen Standort weiter verbaut werden. Jetzt bestücken alle drei nahe zu gleich und geben Geld aus, damit alle drei nahe zu gleich stark dort sind? 3 Netze, alle drei dort fast gleich stark und 3 mal die gleichen Kosten?

Naja gut, sollen die mal machen.
[1] KiRKman antwortet auf Mister79
18.11.2017 02:36
Benutzer Mister79 schrieb:
Jetzt bestücken alle drei nahe zu gleich und geben Geld aus, damit alle drei nahe zu gleich stark dort sind? 3 Netze, alle drei dort fast gleich stark und 3 mal die gleichen Kosten?

Das ist heute ja schon genauso, zumindest bei mir in der Region. Da ist einmal die Telekom mit ihren ehemaligen Bundespost-Richtfunk-Standorten aus den 1960er-Jahren vertreten und einmal American Tower mit neueren Standorten aus den 1990er-Jahren und später.

Auf den Telekom-Standorten ist oft nur die Telekom vertreten. Das mag daran liegen, dass die hohen Mieten der DFMG (Deutsche Funkturm, auch ehemals Bundespost) den anderen Anbietern zu teuer sind.

Auf American Tower waren immer schon Vodafone und E-Plus zusammen vertreten. Vodafone hat dabei immer so kleine Garagen mit Klimaanlage als Technikräume neben die Masten gebaut, wohingegen E-Plus alles draußen im Regen stehen hatte. So ist es bei Telefónica jetzt ja auch.

Die Sache ist nicht nur bei mir am Niederrhein so, sondern ich hab's genauso auch schon in der Pfalz gesehen: Alter Richtfunk-Turm der Bundespost im Pfälzerwald oben auf dem Berg, DFMG mit Telekom-Mobilfunk. Unten im Ort American Tower mit großem Mast und schicker Vodafone-Garage plus Geräteschränken von ehemals E-Plus im Gebüsch.

Übrigens weiß ich ehrlich gesagt gar nicht, ob Telefónica überhaupt noch eigene Standorte außerhalb von American Tower besitzt. Ich denke nicht. Vielleicht ein paar wenige.

In der Fläche ist es also seit 1994 schon völlig normal, dass ein Anbieter einen Standort baut und dann an die Anderen vermietet. Die Telekom hatte mit ihren alten Richtfunk-Türmen halt ein glückliches Erbe, Mannesmann D2 privat musste erst alles selber bauen oder bei der DFMG teuer mieten. Und heute mischen eben Immobilien-Gesellschaften wie American Tower mit, die Standorte kaufen oder neu errichten und in der Folge allen zur Miete anbieten. Und da greift dann Telefónica drauf zurück, weil kein eigenes Geld vorhanden ist.

Dass nur ein Anbieter ausbaut und danach Roaming für alle anbietet, ist indes aus wettbewerbsrechtlichen und regulatorischen Gründen nicht möglich. "Inlandsroaming" ist keinesfalls erwünscht. Es sollen halt alle ausbauen. Finde ich auch eigentlich ganz gut so. Leider habe ich dadurch nur 2G/EDGE von Telefónica bei mir...
[1.1] Mister79 antwortet auf KiRKman
18.11.2017 07:32
Benutzer KiRKman schrieb:

Dass nur ein Anbieter ausbaut und danach Roaming für alle anbietet, ist indes aus wettbewerbsrechtlichen und regulatorischen Gründen nicht möglich. "Inlandsroaming" ist keinesfalls erwünscht. Es sollen halt alle ausbauen. Finde ich auch eigentlich ganz gut so. Leider habe ich dadurch nur 2G/EDGE von Telefónica bei mir...

Soll ja nicht nur einer ausbauen, ausbauen sollen ja alle, zu gleichen Teilen. Nur halt nicht jeder an jedem Standort extra.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Roaming nicht erwünscht ist. Es ist bis Dato halt nur teuer. O2 hat Jahrelang über die Telekom den Service angeboten, bis man selber genug hatte. In der Berliner U Bahn wird doch auch eine Zusammenarbeit durchgeführt und an vielen Flughäfen gibt es das auch schon. Der eine stellt die Glasfaser, der andere die Technik und der dritte baut aus und schmeißt alles was die anderen stellen dran und stellt die Frequenzen oder manchmal auch jeder seine eigenen. Berlin die Partymeile, dort hat Vodafone ausgebaut und das recht stark. Telefonica nutzt diese Standorte mit, und darf über die Technik von Vodafone mit versorgen. Dafür haben die viel Geld gezahlt. Solche Zusammenschlüsse sind sinnvoll, genau wie im Festnetz. Einer baut aus und wer will der darf mit dran. Daher bauen ja Firmen wie 1 und 1 oder DG oder EWE als Open Access. Es muss nicht jeder seine eigene Glasfaser zum Kunden ziehen. Wäre wirtschaftlich auch totaler Selbstmord. Gleiches gilt für den Mobilfunk. Nicht jeder HBF oder Flughafen oder Partymeile oder Einkaufzentrum muss von allen drei erschlossen werden. Gut, jeder kann seine Frequenzen dann selber dort bestücken und liefert seine eigenen Antennen, hängt sich aber mit an die Infrastruktur mit dran. Wäre auch eine Möglichkeit aber nicht jeder Standort muss 3 mal angemietet werden und 3 mal mit Glas angebunden und 3 mal beantragt werden. Was soll das?

Berlin in der U Bahn ist es doch jetzt auch ein Gemeinsames Projekt, warum sollte jeder Anbieter die geforderten 500.000 Euro an die Verkehrsbetriebe bezahlen, um eigene Räume zu bekommen, eigenes Glas zu legen usw. Dort klappt es doch auch.

O2 hat eigene Standorte, diese aber an eine Tochter der Telefonica SA verkauft und mietet diese dort jetzt wieder an. Die Technik gehört weiter Telefonica Germany aber der Mast wird jetzt von einer Tochter gewartet und ggf. repariert. Macht die Telekom aber auch so. Nicht mit allen Standorten aber schon mit einem großen Teil. Da sehe ich nichts verwerfliches dran. Ich kann dir Orte hier zeigen, da gibt es auch einen Mast, unten einen Zaun, darin steht die Technik und eine Garage suchst du dort vergebens, von den roten.
[1.1.1] KiRKman antwortet auf Mister79
26.11.2017 10:39
Naja, die Sache ist doch ziemlich komplex. Damals hatte VIAG-Interkom ein "nationales Roaming" mit DeTeMobil - oder hießen die da schon T-Mobile? Die RegTP, heute BNetzA, hatte seinerzeit niemals einen Zweifel daran gelassen, dass dies eigentlich nicht zulässig sei und daher nur eine vorübergehende Notfalllösung sein könne.

Man muss bedenken, dass zuvor schon die Sache mit der DualSIM von Swisscom und VIAG untersagt worden war. Hierbei benutzten VIAG-Interkom Kunden ihre SIM-Karte von VIAG, wo das Netz schon ausgebaut war, und außerhalb dieser Gebiete nutzten sie eine SIM-Karte von Swisscom im Roaming.

Das war physikalisch aber nur eine Karte! Gesteuert wurde die Sache glaube ich über den PIN-Code der SIM-Karte. Je nachdem, welchen PIN man eingab, hatte man die VIAG-Karte oder die Swisscom-Karte. Möglich war dieses Verfahren, weil der Laden zu einem großen Teil der Swisscom gehörte. Aus heutiger Sicht natürlich alles ziemlich verrückt. Wenn man kein Netz hatte, musste man also das Endgerät neu starten und die andere PIN eingeben, um Swisscom zu haben und in andere deutsche Netze zu kommen!

Nach der Untersagung dieses Verfahrens kam dann eben das "National Roaming" mit der Telekom, wobei die RegTP übergangsweise ein Auge zu drückte...

Als die UMTS-Netze ausgerollt werden sollten, wurde MMO2 (so hießen sie glaube ich zu der Zeit?) dann endgültig das Inlandsroaming untersagt. Tenor: "Es muss auch mal gut sein!"

Klar kann man heute "Dark Fiber", also bisher nicht beschaltete Stränge, anmieten, anstatt selber zu verlegen. Das macht Telefónica ja wohl auch immer häufiger. Wobei man da nicht einmal ein ganzes Kabel mieten muss, sondern man kann auch nur eine "Farbe" im Kabel mieten, also eine Wellenlänge. Das wird dann am Fiber-Converter durch einen Techniker eingestellt.

Im Düsseldorfer Flughafen zum Beispiel nutzt Vodafone eine Glasfaser-Anbindung von Versatel. Warum sie ausgerechnet an ihrem Firmensitz in Düsseldorf teilweise auf Versatel zurückgreifen müssen, erschließt sich mir nicht :) Ich weiß aber auch, dass ein T-Systems Office in Düsseldorf bis zum Umzug Glasfaser von Vodafone hatte.

Dass Vodafone und Telefónica heute häufig gemeinsame Standorte nutzen, ist mir auch schon aufgefallen. Das liegt aber meiner Meinung nach daran, dass Mannesmann D2 privat ab dem Jahr 1994 komplett eigene Standorte aufbauen musste. Die Standortmiete bei der DFMG wäre einfach viel zu hoch gewesen. Daher hat Vodafone heute so viele eigene Standorte. Und E-Plus wiederum hat sich dort sehr gerne eingemietet. Diese E-Plus Stationen hat Telefónica dann übernommen.

Man könnte also sagen: "Das hat historische Gründe!" :)

Ich für meinen Teil habe jedenfalls absolut gar nichts gegen Kooperationen bei Glasfaser-Zuführung, Standort-Aufbau usw. Hauptsache es geht endlich mal voran! Die Mobilfunk-Infrastruktur in Deutschland ist nämlich überaus mies. Selbst das Premium-Netz der Telekom ist im Vergleich zu Holland, Frankreich und Schweiz ein absoluter Witz. Wir werden in den nächsten Jahren mindestens eine Verdoppelung der Standorte benötigen, und das meine ich ernst!

In Frankreich habe ich mitten im NICHTS auf dem Acker noch 4G+ im Display! Wenn man umher schaut, sieht man immer irgendwo Antennen. Wie gesagt, selbst im Elsass mitten auf dem Felde...

Von der Schweiz mal gar nicht zu reden. Selbst in der Tiefgarage hat man 4G. Die Tunnel haben Repeater. Entlang der Autobahnen stehen etwa alle zwei Kilometer so kleine Metall-Masten mit je zwei Sektoren in beide Richtungen. Damit man auch ja immer 5 von 5 Balken im Display hat :)

Wenn ich dann nach Deutschland komme, bin ich jedes Mal völlig schockiert, wie so ein reiches Industrieland selbst beim besten Netz nur Schrott hat - wenn man den direkten Vergleich heranzieht!
[1.1.1.1] Mister79 antwortet auf KiRKman
26.11.2017 11:19
Benutzer KiRKman schrieb:


Ich für meinen Teil habe jedenfalls absolut gar nichts gegen Kooperationen bei Glasfaser-Zuführung, Standort-Aufbau usw.
Hauptsache es geht endlich mal voran! Die Mobilfunk-Infrastruktur in Deutschland ist nämlich überaus mies. Selbst das Premium-Netz der Telekom ist im Vergleich zu Holland, Frankreich und Schweiz ein absoluter Witz. Wir werden in den nächsten Jahren mindestens eine Verdoppelung der Standorte benötigen, und das meine ich ernst!

Ich auch nicht, wo ich aber etwas gegen habe ist, wenn man als größter Anbieter nach Zahlen, sich am Ausbau nicht beteiligt. Telefonica Deutschland lässt keine Gelegenheit offen, sich in den Medien als Anbieter mit Auftrag zu bezeichnen, was man für einen großen Versorgerauftrag hat. Unterm Strich sehe ich das auch so, gerade wenn man die meisten Kunden hat.

Das Verständnis lässt aber nach, wenn man sich selber nicht beteiligt. Hier legt man die gleiche Strategie wie seiner Zeit mit dem ländlichen LTE 800 schon verfolgt hat an den Tag. Man baut selbst 2-3 pseudo Türme, wartet bis die anderen fertig sind und geht dann auf die Stadt los.

Bezogen auf das Glas. Man lässt die anderen machen, mietet sich dann irgendwo ein und selbst steuert man nichts dazu. Machen die anderen am Standort X nix oder in der Nähe, dann macht Telefonica auch nichts und lässt alles überlaufen, wie es an vielen Standorten derzeit auch ist.


In Frankreich habe ich mitten im NICHTS auf dem Acker noch 4G+ im Display! Wenn man umher schaut, sieht man immer irgendwo Antennen. Wie gesagt, selbst im Elsass mitten auf dem Felde...

Ach, dafür muss ich nicht nach Frankreich. Das findet man auch teilweise schon in Holland und tariftechnisch gibt es dort auch bessere Angebot als in Deutschland. Von meinem Standort aus ist Holland auch näher. Daher für mich ein besseres Beispiel aus meiner Sicht :-)


Von der Schweiz mal gar nicht zu reden. Selbst in der Tiefgarage hat man 4G. Die Tunnel haben Repeater. Entlang der Autobahnen stehen etwa alle zwei Kilometer so kleine Metall-Masten mit je zwei Sektoren in beide Richtungen. Damit man auch ja immer 5 von 5 Balken im Display hat :)

Ach die Balken sind bei Telefonica auch nicht das Problem. Mit der Abdeckung selbst bin ich mehr als zufrieden. Gerade auch was den Preis betrifft. Das Problem ist viel mehr der Datendurchsatz. Hier komme ich ins grübeln. 5 Balken, voller LTE Empfang, Datendurchsatz so um die 0,5-2,5 Mbit im Download. Da sehe ich das Problem.

Es gibt in der Tat viele Orte an denen O2 schon fertig ist aber dennoch trotzdem nicht. Nehmen wir mal das Rhein Ruhr Zentrum in Mülheim a.d.R. Stehst du auf dem Parkdeck, machst einen Speedtest, 80-100 Mbit im Download. Man sieht auch das dort Standorte schon verschwunden sind. Im Gebäude fehlen dann die Repeater. Teilweise bricht es dann etwas ein oder man liegt nur noch bei 20-30 Mbit. Ja, dort würden einige Repeater im Gebäude die der Sache schon gut tun. Am Ende aber top. Die anderen beiden bringen im Gebäude auch nicht viel mehr auf das Display. 2 KM weiter, der HBF von Essen, tot. Voller LTE Empfang und in der Hauptzeit nahe zu tot der Durchsatz. Absolut unverständlich meiner Meinung nach.

Wo die Sache meiner Meinung nach recht gut aussieht ist Frankfurt. Niederrat oder Eschborn. Dort hat man schon Leistung. Im Gebäude wo ich gerade bin ist es dann doch wieder etwas anders. Vor der Tür 100 Prozent LTE, geh durch die Tür, EDGE. Gut, hier wird das Gebäude das Problem sein und bedarf eigentlich keiner Kritik und ist auch i.O. Am Bahnhof in Frankfurt ist es grenzwertig. Also das könnte viel besser sein. Unten bei der U Bahn/Straßenbahn hat man nur 3G und das läuft voll. Brauchen wir nicht drüber reden. Auch dort fehlt eine Antenne mit den passenden Frequenzen.

Unterm Strich hat O2 die 3 im Chip Test voll verdient, auch mit einer starken Tendenz zur Note 4. Tja, warten wir dann bis 2020 am Ende wird es bei der Note 3-4 bleiben. Da können wir gerne um einen Kaffee wetten.


Wenn ich dann nach Deutschland komme, bin ich jedes Mal völlig schockiert, wie so ein reiches Industrieland selbst beim besten Netz nur Schrott hat - wenn man den direkten Vergleich heranzieht!

Tja, wenn die Anbieter 10 Jahre pennen, sei es mobil oder im Festnetz... Jetzt wachen die auf und fangen an, Strukturen zu bauen für 2020 und glaube mir, mehr als das Nötigste wird da nicht kommen. Wir werden einen Stand erreichen, dieser Stand wird ein Zielgeraden Gefühl bringen und dann wird sich kaum noch etwas verändern.

Ich erwarte ein 5G mit der gleichen Qualität wie beim 4G und keinen Deut besser.

4G sehe ich nicht im Vollausbau. Auch wenn die Unternehmen sagen, wir bauen 4G weiter aus als 3G und auf Höhe von GSM. Mhhh... na klar, ich sehe etwas mehr Autobahnen/Bundesstraßen, 3 Türme mehr an den Bahnstrecken und fertig.

98 oder 99 Prozent sehe ich bei 4G noch lange nicht. Ja vielleicht bei der Bevölkerungsabdeckung aber nicht bei der Flächenabdeckung.

Bei Telefonica sehe ich keinen Ausbau in die Fläche, auch wenn Telefonica das bei jeder Gelegenheit betont. Bei Vodafone sehe ich auch Stillstand und man wird sich darauf konzentrieren hohe Bandbreiten in den Hochburgen anzubieten und damit zu werben. Viel mehr Fläche sehe ich dort auch erst mal nicht. Lediglich bei der Telekom sehe ich einen weiteren Ausbau. Zwar 5 900 LTE aber ich sehe einen Ausbau.

Die Handover sind im Moment grauenhaft bei der Telefonica, absolut grauenhaft. Das Netz scheint im Moment kaum ein verfügbares Handover zu besitzen oder die übernehmenden Türme laufen selbst schon über, so das kein Handover ausgeführt werden kann. Am Ende brechen viele Gespräche beim verlassen der Funkzelle zur nächsten ab. Das ist im Moment echt übel.

Am Ende machen die alle etwas aber wirklich spürbar ist es doch nur bei der Telekom. Vodafone konzentriert sich auf Ballungsgebiete a 500 Mbit. Verdichtung oder Fläche sieht kann dort auch kaum.

Ja, mobil stockt hier in Deutschland so einiges
[1.1.1.1.1] KiRKman antwortet auf Mister79
26.11.2017 12:14
Benutzer Mister79 schrieb:
Ach, dafür muss ich nicht nach Frankreich. Das findet man auch teilweise schon in Holland und tariftechnisch gibt es dort auch bessere Angebot als in Deutschland. Von meinem Standort aus ist Holland auch näher. Daher für mich ein besseres Beispiel aus meiner Sicht :-)

Ich bekomme - je nach Wetterlage - im Garten besser T-Mobile NL rein als Telefónica... Und das, obwohl ich überhaupt nicht direkt an der Grenze wohne, sondern schon ein ganzes Stück landeinwärts ;)

Du hast mit Deinen Ausführungen bezüglich Ausbau vollkommen recht. Man sollte eigentlich auch einen Anbieter wie Telefónica, der auf den Ausbau pfeift, nicht finanziell unterstützen. Will heißen: Diesem Anbieter gar kein Geld mehr opfern! Denn solche Anbieter, die selber nichts machen, sind schlecht für uns alle.

Die Handover sind im Moment grauenhaft bei der Telefonica, absolut grauenhaft. Das Netz scheint im Moment kaum ein verfügbares Handover zu besitzen oder die übernehmenden Türme laufen selbst schon über, so das kein Handover ausgeführt werden kann. Am Ende brechen viele Gespräche beim verlassen der Funkzelle zur nächsten ab. Das ist im Moment echt übel.

Ich empfange hier viele Funkzellen von Telefónica mit 2G/GSM, aber alle äußerst schlecht. Noch dazu verteilt sich das Ganze laut Cell Widget auf 262-07 und 262-03. Im Erdgeschoss habe ich ausschließlich 262-07. Im ersten Stock Richtung Westen habe ich 262-03, Richtung Osten ist es wieder 262-07. In der Küche ist es meistens 262-03, im Badezimmer aber wieder 262-07. Anders gesagt: Wenn ich mich während eines Telefonates auch nur herumdrehe, ist das Gespräch weg.

Das gilt aber nicht nur im Gebäude: Wenn ich draußen ums Haus laufe, ist das Gespräch weg. Gehe ich hinten raus Richtung Bäcker, ist das Gespräch weg. Gehe ich vorne raus Richtung Parkplatz, ist das Gespräch weg.

Der Entschluss, mit allen Karten des Haushalts (und von Nachbarn und Freunden) zu Vodafone und Telekom zu wechseln, fiel nicht schwer. Ich habe jetzt nur noch Prepaid-Karten von Telefónica, um sehen zu können, wenn sich hier was verändern sollte. Eine Aldi-Talk SIM ist ständig eingebucht, um Veränderungen im Netz ermitteln zu können. So könnte ich auch sehen, wenn LTE ausgebaut werden sollte. Aktiv benutzen werde ich deren Netz aber nicht mehr ;)

Es stimmt aber auch, dass Vodafone in der Fläche nicht mehr ausbaut. Wir haben im Februar 2015 von Vodafone endlich EDGE bekommen, davor gab's nur GPRS. Genau ein Jahr später, im Februar 2016, folgte dann der LTE-Ausbau. Seitdem habe ich 4G+ aka LTE-Advanced 3CA von Vodafone, da sofort mehrere Carrier aufgeschaltet wurden. 2600 MHz hat man freilich nur in direkter Nähe der Station. 3G gibt's hier aber bis heute nicht von Vodafone. Wird auch nicht mehr kommen. Egal.

Nachteil an der Sache: Ich zahle jetzt alleine für meine SIM-Karte mehr als doppelt soviel wie zuvor bei Drillisch. Bei anderen Karten in der Familie hat sich aufgrund des Nutzungsverhaltens der Preis nach dem Wechsel weg von Telefónica gar verdreifacht. Aber was will man machen, man hat ja keine Wahl mehr.
[1.1.1.1.1.1] Mister79 antwortet auf KiRKman
26.11.2017 14:02

5x geändert, zuletzt am 26.11.2017 14:43
Benutzer KiRKman schrieb:


Ich bekomme - je nach Wetterlage - im Garten besser T-Mobile NL rein als Telefónica... Und das, obwohl ich überhaupt nicht direkt an der Grenze wohne, sondern schon ein ganzes Stück landeinwärts ;)

Ahh dann wohnst du bei mir nicht weit weg. Nehme die A42. Handover? Alter Falter, scheint es dort nicht zu geben. Von Oberhausen nach Rheinberg ist kein durchgehendes Gespräch möglich, gar keins. Telefonica sieht da kein Problem und sagt, unser Netz läuft einwandfrei. Fahr in Oberhausen auf die A42, Abbruch bei Duisburg, neuer Aufbau, Abbruch kurz vor der Rheinbrücke, bau ein neues Gespräch auf, Abbruch Abfahrt Rheinberg, Richtung Orsoy.

Das ist Schrott, ganz einfach.


Ich empfange hier viele Funkzellen von Telefónica mit 2G/GSM, aber alle äußerst schlecht. Noch dazu verteilt sich das Ganze laut Cell Widget auf 262-07 und 262-03. Im Erdgeschoss habe ich ausschließlich 262-07. Im ersten Stock Richtung Westen habe ich 262-03, Richtung Osten ist es wieder 262-07. In der Küche ist es meistens 262-03, im Badezimmer aber wieder 262-07. Anders gesagt: Wenn ich mich während eines Telefonates auch nur herumdrehe, ist das Gespräch weg.

Keine Ahnung aber CellMapper verstehe ich nicht wirklich. Zumal mir dort keine Sendemasten angezeigt werden aber viele Verläufe von irgendwelchen Leuten. Am Ende, findet man mal einen Mast, ist dieser grundsätzlich 10 800 oder 5 1800 aber CA finde ich da irgendwie nicht. In Frankfurt hatte ich mal Cellen damit gefunden die auf 2600 laufen. Aber als CA? Es wurden mir am Standort X 3 Zellen angezeigt, eine 2600 und zwei mit 800. Komisch irgendwie aber so wirklich werde ich damit nicht schlau. Davon mal ab die App Grotten langsam zu bedienen ist. Mal installiere ich die, dann lösche ich die wieder. Also mir erschließt sich der Umgang damit nicht.


Das gilt aber nicht nur im Gebäude: Wenn ich draußen ums Haus laufe, ist das Gespräch weg. Gehe ich hinten raus Richtung Bäcker, ist das Gespräch weg. Gehe ich vorne raus Richtung Parkplatz, ist das Gespräch weg.

Das ist ja noch übler als mein Empfinden auf der A42.



Der Entschluss, mit allen Karten des Haushalts (und von Nachbarn und Freunden) zu Vodafone und Telekom zu wechseln, fiel nicht schwer. Ich habe jetzt nur noch Prepaid-Karten von Telefónica, um sehen zu können, wenn sich hier was verändern sollte. Eine Aldi-Talk SIM ist ständig eingebucht, um Veränderungen im Netz ermitteln zu können. So könnte ich auch sehen, wenn LTE ausgebaut werden sollte. Aktiv benutzen werde ich deren Netz aber nicht mehr ;)

Ja, hier hängt die Bestätigung der Kündigungen direkt an der Wand vor mir. Muss bis 2019 noch durchhalten. Das wird schon. Vielleicht wird es in den 2 Jahren auch noch besser.


Es stimmt aber auch, dass Vodafone in der Fläche nicht mehr ausbaut. Wir haben im Februar 2015 von Vodafone endlich EDGE bekommen, davor gab's nur GPRS. Genau ein Jahr später, im Februar 2016, folgte dann der LTE-Ausbau. Seitdem habe ich 4G+ aka LTE-Advanced 3CA von Vodafone, da sofort mehrere Carrier aufgeschaltet wurden. 2600 MHz hat man freilich nur in direkter Nähe der Station. 3G gibt's hier aber bis heute nicht von Vodafone. Wird auch nicht mehr kommen. Egal.

Viel schlimmer bei LTE ist ja das man einen Standard eingeführt hat, welcher keinerlei Telefonie mit sich bringt. Wer kam eigentlich auf diese Idee? Absurd.
Gut, jetzt prutscht man mVolte dort rein und das Ergebnis an der Sache, 5 Geräte mit Anbieterbranding können es. Vielen Dank dafür. Mal sehen, man munkelt das Android 8 dort wohl mehr in die Fläche bringt. Schön wäre es aber meine Hoffnung geht da gegen Null. Vielleicht werde ich ja vom Gegenteil überzeugt. Davon mal abgesehen mVolte bei O2 selbst mit dem IPhone mehr schlecht als recht funktioniert. Die Wechsel von LTE auf 3G führen dort auch häufig zu Gesprächsabbrüchen. Gerade wenn es kurze Wechsel von LTE auf 3G sind und wieder zurück auf LTE. Technisch gesehen müsste man O2 auslachen, wenn es nicht so traurig wäre. Ja, die Techniker machen sicher einen guten Job und kämpfen dort jeden Tag. Bestimmt. Aber für mich als Endkunde kommt davon kaum was an. Dafür sind die Probleme einfach zu groß. Telefonica betont ja das der Chip Test zeigt, a wie gut der Umbau funktioniert und b, dass man trotz der offen OP am Herzen einen guten Stand für den Kunden ins tägliche Geschäft bringt. Also ich bin da doch anderer Meinung. Ich sehe kein stabiles Netz, wie von Herrn Haas regelmäßig betont.

in der laufenden Integration die Netzqualität für unsere Kunden weiterhin stabil zu halten“, sagte Markus Haas, Vorsitzender des Vorstands von Telefónica Deutschland

https://blog.telefonica.de/2017/11/netztests-2017-telefonica-deutschland-treibt-netzintegration-mit-hochdruck-voran/

Ne, die vielen Abbrüche im Handover zeigen alles andere als ein stabiles Netz für die Kunden. Oder man sagt sich, wäre es nicht so, wäre es noch schlimmer und für den Stand jetzt ist es gut, auch wenn es real betrachtet, einfach bescheiden bis übel ist.


Nachteil an der Sache: Ich zahle jetzt alleine für meine SIM-Karte mehr als doppelt soviel wie zuvor bei Drillisch. Bei anderen Karten in der Familie hat sich aufgrund des Nutzungsverhaltens der Preis nach dem Wechsel weg von Telefónica gar verdreifacht. Aber was will man machen, man hat ja keine Wahl mehr.

Das ist das Problem. Aber ich werde wohl nach der Vertragslaufzeit in den sauren Apfel beißen. Die Telekom ist sicher nicht perfekt und mit anderen Ländern verglichen auch ein schlechtes Netz, auch wenn es im Land der schlechten das Beste hat. Wichtig sind mir aber funktionierende Gespräche und Kapazitäten an Brennpunkten. Mir ist es egal, ob die Telekom mit 300, 500 oder 1000 Mbit wirbt. Wichtig ist das ich zu Stoßzeiten das Netz nutzen kann. Selbst wenn nur 10 Mbit von den 300 beworbenen Mbit dabei auf dem Display ankommen. Telefonica wirbt mit 275 Mbit. Mhh, wenn bei der Telekom an einem 300 Mbit Standort noch 10 ankommen, was kommen bei 275 max Kapazität bei Telefonica dann noch an?

Die Aussage das man nach dem hächeln zu den höchsten Speed Werten keine Lust hat, ist eigentlich eine Erklärung zum Bankrott.

Eigentlich fährt man hier die Eplus Strategie zur Einführung von 4G. Eplus hat doch seiner Zeit gesagt, 4G ist nicht wichtig, lieber eine Flächendeckung mit 3G. Klar, war günstiger. Unterm Strich hatte Eplus einfach nicht das Geld für 4G und musste aufgeben, technisch mit dabei zu ein. Auf diesem Argument beruhte ja auch die Übernahme. Heißt, wenn Eplus und O2 sich nicht vereinen, werden beide nicht mehr in der Lage sein, das Netz weiter zu entwickeln.

Jetzt wandelt man die Entscheidung von Eplus seiner Zeit ab, man sagt, wir wollen einfach nicht mehr beim Wettrennen mit dabei sein und legt sich das so zurecht als würde man nur Spitzenzahlen für die Werbung generieren. Eigentlich hat Telefonica nicht die Kapazität höhere Bandbreiten anzubieten. Aus meiner Sicht fehlt das Geld um die Konsolidierung und Aufrüstung parallel laufen zu lassen. Also suggeriert man dem Kunden, höhere Bandbreiten an Standorten sind nur Werte für die Werbung.

Können wir jetzt daraus schlussfolgern, Telefonica hat sich übernommen und gibt also auf, da die Mittel fehlen, die Konsolidierung und Kapazitätserhöhung parallel laufen zu lassen + Verdichtung?

Man sich also damit zufrieden geben muss, die Konsolidierung langsamer auszuführen, auf höhere Bandbreiten erst mal verzichten muss und nach langer langer Zeit der Konsolidierung dann irgendwann mal in die Verdichtung zu gehen?

Eigentlich spielt sich das Thema Eplus und 4G ja oder nein, jetzt auch wieder ab. Nur das man hier jetzt von Kapazitätserweiterungen spricht und scheinbar diese den gleichen Verlauf nehmen, wie der 4G Ausbau bei Eplus. Das Ergebnis wäre also gleich, als wenn man Eplus nicht mit übernommen hätte.

Es geht dabei ja nicht um den maximal möglichen Speed, sondern um den Speed pro Einzelperson, der dann noch möglich ist. Hier dreht Telefonica die Werbung einfach nur um. Die Telekom wirbt mit 300 und Telefonica sagt, uninteressant, wichtiger sind Werte X beim Kunden. Problem, die Telekom schafft am 300 Mbit Standort 10 Mbit beim Kunden, was bleibt also bei 275 Telefonica übrig? Die oft gelesenen und von vielen Kunden bemängelten 0,5-1,5 Mbit?!

Klar, Verdichten könnte man. Dann passt es auch wieder aber Telefonica verdichtet im Moment nix spürbar für den Kunden. Die bauen nur neue gegen alte Technik ein/um und semmeln an manchen Orten 2600 noch dazu. Aber verdichten, mit mehr Antennen pro Sendestandort? Wo? Potsdam? Super, ein kleines Örtchen als Piloten. Man schlachtet diesen Ort jetzt aus, bis nix mehr geht und man denen selbst das Ergebnis Potsdam auf ganz Deutschland gesehen auch nicht mehr glaubt.

5 Jahre und Potsdam ist dabei rumgekommen. So könnte man auch argumentieren. Viel mehr hat man im Moment am Endkunden ja auch nicht vorzuweisen, außer Kritik von seinen eigenen Kunden.

Speed
Abbrüche beim Handover
langsame Brennpunkte, meißt unter 1 Mbit zu Stoßzeiten
doch eine Verlängerung der Arbeiten, Herr Haas sagte vor 2 Monaten das man 2017 beinahe fertig ist. Was hat sich in 2 Monaten gändert? Ich sage, der hat ganz klar geflunkert.

Das war vor 2 Monaten schon abzusehen das sich am eigentlichen Zeitplan nichts geändert hat und man nicht vorzeitig fertig wird. Er wollte einfach nur der negativen Presse etwas entgegen setzten, was sich heute wieder negativ auswirkt. Unterm Strich wirbt O2 mit Besserungen und am Ende passiert nix. Die Presse kurz zufrieden gestellt und nach hinten kommt die dicke Retoure und doppelte negative Presse.

Unterm Strich hat man in 5 Jahren Potstdam vorzuweisen. Das ist also das Ergebnis und 2 KM weiter in Berlin bricht das Netz zusammen und bringt Bandbreiten von 0 Mbit. Gleichzeitig stellt Teltarif beim Besuch in Potsdam fest, nach der Rückkehr von dieser O2 bezahlten Ferienfreizeit von wenigen Stunden, es gibt am Bahnhof LTE, mit einer wieder angemieteten Glasfaser aber dafür kein 3G mehr. Ob es heute diesen LTE Standort noch gibt ober man diesen wieder offline genommen hat? Ich habe keine Ahnung aber das laut Herrn Haas stabile Netz, kann nicht das O2 Netz mit gemeint sein.

Ich spekuliere ja, er nutzt eine Telekom SIM und wirft da so manche Erfahrungen durcheinander...