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Frage von einem Nicht-Androiden


mikiscom schreibt am 23.10.2018 17:06
Ist es für einen Kunden eines nicht-vorinstallierten Android-Handys ein Problem, wenn da nix vorinstalliert ist?
Ich stelle mir das ähnlich wie bei Windows vor, ich gehe einfach ins Netz und lade mir die Programme runter die ich will. Ist das bei Android-Handys anders?
[1] figueretas antwortet auf mikiscom
23.10.2018 17:25
Benutzer mikiscom schrieb:
Ist es für einen Kunden eines nicht-vorinstallierten Android-Handys ein Problem, wenn da nix vorinstalliert ist? Ich stelle mir das ähnlich wie bei Windows vor, ich gehe einfach ins Netz und lade mir die Programme runter die ich will. Ist das bei Android-Handys anders?

Das ist kein passender Vergleich, weil die Google Apps auch den Appstore und Dienste hierfür enthalten.

Früher waren die Google Apps sogar bei von der Community entwickelten Firmwares (Custom Roms) inklusive und im Firmware-Paket enthalten. Dann wurden die Custom Roms lizenzrechtlich von Google gezwungen, die Google Apps nicht mehr anzubieten.

Seither gab es noch Pakete, mit denen man sich die Google Apps auf das Smartphone flashen kann, ähnlich wie man Firmwares flasht. Macht man das nicht, hat man eine Firmware ohne Google Apps und ohne Zugang zum Play Store, GMail, Drive usw. Man kann dann allerdings die Google Apps nicht installieren, weil sämtliche Google Play Services fehlen. Es gibt keinen App Store.
Nutzbar ist es, wenn man sich dann die Installationsdateien von Whatsapp und allen anderen Programmen, die man braucht, als APK herunter lädt, aufs Smartphone kopiert und installiert. Wirklich komfortabel ist ein Android Smartphone aber nur mit Zugang zum Google Play Store (Appstore).

Wie legal es ist, die Google Apps als gesondertes Paket anzubieten und ob es von Google toleriert wird, weiß ich nicht. Vielleicht wird es nur nicht verfolgt, weil die Downloadpakete nicht mehr mit einem juristisch belangbaren Projekt in Verbindung stehen.
[1.1] mikiscom antwortet auf figueretas
23.10.2018 18:33
Benutzer figueretas schrieb:

Nutzbar ist es, wenn man sich dann die Installationsdateien von Whatsapp und allen anderen Programmen, die man braucht, als APK herunter lädt, aufs Smartphone kopiert und installiert. Wirklich komfortabel ist ein Android Smartphone aber nur mit Zugang zum Google Play Store (Appstore).

Danke für die Erklärung.

Somit wäre es aber doch möglich und der Nutzer könnte dann entscheiden, Mühe machen oder draufzahlen. Wobei Mühe machen dann weniger Datenspionage beinhalten dürfte.

Bei Laptops finde ich es immer ärgerlich wenn die Hersteller da zig unnütze Programme drauf tun die entweder keiner braucht oder nur Testversionen sind um dem Nutzer die schmackhaft zu machen wofür natürlich Provision gezahlt wird.
[1.1.1] figueretas antwortet auf mikiscom
23.10.2018 21:01
Möglich an sich ist ein Android-Smartphone ohne Google.

Als Ersatz gibt es ja auch noch den Amazon App Shop für Android. Die Auswahl dort ist gut.
Die Amazon Fire-Tablets (Android) haben grundsätzlich keinen Google Play Store und wären ein halbwegs funktionierendes Beispiel.

Samsung hat auch schon lange eigene Foto-, Backup- und Clouddienste sowie einen eigenen Appstore standardmäßig auf seinen Smartphones installiert. Es fehlt theoretisch nichts.

Die Standardkonfiguration dürfte bei den typischen Galaxy S7, S8 und S9 - Nutzern sogar sein, dass der Appshop und die Clouddienste zwei- bis dreifach installiert sind: Google Play Store, Amazon App Shop, Samsung Galaxy Apps...
Manche haben vielleicht sogar überhaupt kein Google Konto.

Bei Google finde ich das Zusammenspiel zwischen Linux-PC, Smartphone und Tablet am Einfachsten (Chrome, Fotos, Drive, Maps, Kalender, Mail...) und weiß vor allem, dass alles herstellerunabhängig funktioniert.
[1.1.1.1] mikiscom antwortet auf figueretas
25.10.2018 18:15
Benutzer figueretas schrieb:

Bei Google finde ich das Zusammenspiel zwischen Linux-PC, Smartphone und Tablet am Einfachsten (Chrome, Fotos, Drive, Maps, Kalender, Mail...) und weiß vor allem, dass alles herstellerunabhängig funktioniert.

Nur ist einfach nicht immer besser, weil einfach das Gegenteil von sicher ist. Siehe auch z. B. Login mit Facebook-Account bei irgendwelchen ganz anderen Seiten. Und schon weiß der eine vom andern, auch wenn beide inhaltlich oder von den Firmen her gar nix miteinander zu tun haben. Dazu kommt, dass man mit einem ergaunerten Benutzernamen + Passwort dann an zig Stellen rein kommt. Aber überall das gleiche Passwort zu nehmen wird überall von abgeraten.

Ich hab mir bisher kein Smartphone zugelegt. Nicht weil ich was gegen Technik habe, sondern weil Apple wegen Vorschriften und Namen mit bezahlen raus fällt und die anderen Smartphones genau wegen Google als k.o.-Kriterium für mich. Wäre da z. B. ein richtiges Linux drauf wo jeder tun und lassen kann was er will und kein wirtschaftliches Interesse von irgend einem Konzern dahinter mit Datensammlerei - und es kostet jetzt nicht grade 1000 Euro - hätte ich wohl auch ein Smartphone. Dann aber Catapilla u.ä. wegen Robustheit. Die Arbeitskollegen hatten auf ihren iphones schon öfter die "Spider-App". So dünn und glatt, dass es aus der Hand rutscht, beim Aufprall auf dem Boden entstehen auf dem Display dann Risse wie wenn man Sicherheitsglas einschlägt. Also Glas noch drin, aber so viele Risse, dass man nicht mehr viel erkennen kann.

Bedenke dass Dich Dein Smartphone überall hin begleitet. Sowohl GPS tracking wie auch Kamera und Mikro alles aufgenommen werden kann wo Du was tust. Sogar wenn Du schläfst. (Keine Bewegung, Licht aus, Uhrzeit, Wecker in 8 Stunden gestellt) Früher mussten die Spione den Opfern die Wanzen unterschieben und die Wanzen selbst kaufen. Heute kaufen die Leute die Wanzen selbst und tragen sie bewusst immer bei sich. Es bedarf lediglich Geld an Google, oder eine neugierige App. Und schon kann man auf einen Schlag mehr Leute überwachen als der analoge Spion mit seiner Wanze es in der gleichen Zeit hinbekommen würde.
Beim PC kann man zwar auch hacken, bzw. gehackt werden, aber der ist nicht der 24/7-Begleiter. Der "pennt" auch Stundenlang.

[1.1.1.1.1] figueretas antwortet auf mikiscom
25.10.2018 19:44
Du solltest nicht so viel Angst haben.

Gerade weil ich die Google Dienste nutze und meine Webseitenpasswörter in Chrome gespeichert und auf allen Geräten verfügbar sind, kann ich sehr komplizierte Passwörter verwenden, ohne sie mir merken oder notieren zu müssen.

Und wenn jemand den Aufwand betreiben sollte meinen Google Account zu hacken, hat er eben ein paar persönliche Unterlagen und Zeugnisse und sehr viele uninteressante Reisefotos.

99% der Datenschutzgefahr ist meiner Meinung nach das, was der User selbst im Netz postet.