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Auf die Ausgestaltung des Roamings kommt es an


wolfbln schreibt am 01.01.2019 12:20
3x geändert, zuletzt am 01.01.2019 12:30
Auf die Ausgestaltung des Roamings kommt es an.

Man kann das so gut machen, dass eine win-win Situation entsteht für alle Beteiligte, oder auch so schlecht, dass alle verlieren.

Zunächst - was will man erreichen?

(1) Kunden sollen Empfang haben, wo ihr Betreiber nicht versorgt
(2) Der Ausbau und der ausbauende Betreiber sollen nicht darunter leiden

und dann auch noch möglichst:
(3) Der Betreiber, der nicht ausgebaut hat, solle einen Anreiz bekommen, es vielleicht dann doch zu tun und sich nicht auf den Ausbau des anderen verlassen
(4) Kunden sollen nicht dauerhaft und übermäßig über einem Billiganbieter in einem teuren Netz roamen können

(1)+(2) sind leicht hinzubekommen: Es muss sich für den ausbauenden Betreiber lohnen. Sprich: er muss vom Kunden oder den nicht-ausbauenden Betreiber ein bestimmtes Entgelt für die Roamingleistung bekommen. Roaming kann nicht umsonst sein. Es muss sich für den Betreiber lohnen, dass er dort alleinig ausgebaut hat.

(3) ist schwieriger und geht nur, wenn ein Teil des Entgelts für den ausbauenden Betreiber beim nicht-ausbauenden Betreiber hängen bleibt und nicht komplett auf den roamenden Kunden abgewälzt wird. Der nicht-ausbauende Betreiber hat somit Kosten, wodurch er sich überlegen könnte, dann dort evtl. selbst auszubauen.

(4) ist nochmal schwieriger und geht nur, wenn die Roamingleistungen in Volumen oder Zeit gekappt sind, ähnlich wie bei der FUP im Auslandsroaming. Gewisse Basisleistungen sind dann gratis, aber die dauerhafte Nutzung eines Billigvertrags beim einem teuren (ausbauenden) Anbieter kosten dann zusätzlich für den Kunden.

Es vom also ganz am Preisregime für Roaming ab. Es kann und darf nicht umsonst sein für alle Beteiligte. Wenn man aber die Kosten clever unter den 3 Akteuren (ausbauender Betreiber, roamender Betreiber, roamender Kunde) aufteilt, kann es funktionieren, wie man beim EU-Roaming sieht. Leider ist das nicht ganz einfach.

Ich würde empfehlen: Roaming gegen Aufpreise. Gewisse Grundleistungen wie Voice und SMS und vielleicht ein kleines Roaming-Datenkontingent muss der roamende Betreiber zahlen und ist für den Kunden inkludiert. Alles darüberhinaus muss dann der Kunde über Aufpreise zahlen. Der kann dann auch Datenroaming ggf. auf seinem Handy deaktvieren, wenn er das nicht wünscht, bekommt aber auch dann keinen Empfang an dieser Stelle.
[1] mikiscom antwortet auf wolfbln
01.01.2019 17:23
Benutzer wolfbln schrieb:

Ich würde empfehlen: Roaming gegen Aufpreise. Gewisse Grundleistungen wie Voice und SMS und vielleicht ein kleines Roaming-Datenkontingent muss der roamende Betreiber zahlen und ist für den Kunden inkludiert. Alles darüberhinaus muss dann der Kunde über Aufpreise zahlen. Der kann dann auch Datenroaming ggf. auf seinem Handy deaktvieren, wenn er das nicht wünscht, bekommt aber auch dann keinen Empfang an dieser Stelle.

Kann ich gut mit leben, da ich nicht von Funklöchern betroffen bin.

Und wer betroffen ist und weniger nutzt, und dadurch an seinen Anbieter weniger zahlt, "verhilft" ihm zu weniger Gewinn und nötigt ihn doch auszubauen wenn das genug Leute tun.

Praktisch dürfte es aber keinen Unterschied zu jetzt machen, denn in einem Kaff wo nur 1 Anbieter Abdeckung hat ist niemand Kunde der beiden anderen Anbieter weil sie die gar nicht nutzen können.

Würden sie beim Nationalroaming so Minimalleistungen haben aber ihr bisheriger Anbieter bleibt bestehen, warum sollten sie wechseln? Da müsste der Preis schon seeeehr gering sein und sie können gleich zum Briefkasten wechseln.
Oder glaubt einer in so einem Kaff hat der einzige Anbieter volles 4G, sodass ein "bisschen" weniger auch noch erträglich ist?