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Früher kein Problem und keine 100 €


ger1294 schreibt am 20.09.2019 12:18
Ich kann mich erinnern, dass bei uns die Umstellung auf den Wohnanlagenvertrag erst Anfang der 2000er Jahre erfolgte. Vorher musste jeder Mieter einen Einzelvertrag abschließen, den er natürlich auch kündigen konnte, wenn er kein Fernsehen benötigt. Damals wurde das "Zwangskabel" als Vorteil verkauft, dass es statt 14 € nur noch 10 € im Monat kostet. Aber eben auch für den, der bisher mangels Fernseher keinen Vertrag hatte sich von 0 € auf 10 € verteuert hat.

Ich selber lebe fernseherlos und gehe von 120 € im Jahr lieber an Weihnachten schön essen, zum Glück hat mein Haus kein Zwangskabel, da außer dem HÜP von Kabel seit 1982 nie etwas installiert wurde. Ich habe zwar seit einigen Monaten ein Koax-Kabel in der Wohnung, aber nur für Internet, da Vodafone die beste Bandbreite an meinem Standort liefert.

Somit finde ich die Argumentation, dass es dann 100 € und mehr kosten würde, etwas aus der Luft gegriffen. Ja, man steht dann im Wettbewerb mit der Telekom und auch mit regionalen Anbietern wie M-Net in München, die vielleicht bessere Angebote zu besseren Preisen haben, aber das ist nun mal Marktwirtschaft.
Die Aufrechterhaltung des Zwangskabels ist Marktprotektionismus, denn niemand, der schon zwangsweise 10 € Kabel zahlt, schließt dann noch IPTV bei M-Net für 9,95 € ab.

Mit den ach so armen "mittelständischen" Kabelnetzbetreiber (Also ich sehe Vodafone eher als Großkonzern) habe ich auch wenig Mitleid, wenn man die krummen Methoden kennt, wie diese sich Monopole in Wohnanlagen zu verschaffen versuchen. In einem neu gebauten Münchner Hochhaus boten diese (KMS Kabel Medien Service) dem Bauherrn an, auch gleich die Telefonleitungen kostenfrei mitzuverlegen, was ja aus Synergiegründen sinnvoll ist und auch im EFH-Bereich viel mit Strom + Telefon + Fernsehkabel gemacht wird. Nach erfolgtem Einbau sperrte die Firma KMS das untere Ende der Leitungen in einem Blechkasten ab, so dass die Telefonanbieter M-net und Telekom nicht anschließen konnten. Dann erklärten sie, man wolle 7,50 € Miete pro Monat für den Kupferdraht. Oder sie könnten ja auch Internet über Kabel bekommen.....
Die Eigentümergemeinschaft musste erst prozessieren, bis KMS den Kasten abbauen musste, da seit jeher die Inhouse-Netze Bestandteile des Gebäudes werden und daher in das Eigentum der Hauseigentümer übergehen.
Nur deshalb können ja auch FTTB Anbieter wie M-Net oder Netcologne die Kupfer-Inhousekabel der Post ab dem Hausverteiler einfach so nutzen.