mobil.teltarif.de
Suche Desktop-Version
Menü
Diskussionsforum
Forum zu
Threads:
15 6 7 Thread-Index

Berlin ist ein Problemfall aller Betreiber


wolfbln schreibt am 08.09.2019 18:49
6x geändert, zuletzt am 08.09.2019 19:13
Du sprichst mir einerseits aus der Seele. Telefonica bietet ein Wechselbad der Gefühle in Berlin. Es ist der Anbieter mit den meisten Nutzern (insbesondere im Privatbereich), aber dem unzuverlässigsten Netz. Das hängt mit allen zusammen.

Da ist die chaotische Netzplanung, wo man nicht konsequent baut, sondern stets nur Löcher füllt. Da ist die hohe Nutzung, die o2 auf jeden Straßenfest oder Ansammlung von ungewöhlich vielen Menschen zusammenbrechen lässt. Da sind die Tarife, die "unlimited" und besonders große Volumen noch begünstigen....

Das soll kein Bashing werden. o2 und seine Reseller haben viele Kunden auch überzeugt. Ein Teil ist zufrieden, ein anderer Teil klagt. Es ist der billigste Anbieter, aber zu Preisen, die international gar nicht so billig sind.

Tatsächlich ist die Gesamtperformance von o2 besser geworden in den letzten 2 Jahren. Es gibt an Hotspots keine total toten Ecken mehr. Dort wo sie aufgerüstet haben, ist es besser geworden - wo aber nichts passierte, wegen wachsender Datenvolumen eher schlechter. o2 ist stets das erste Netz, dass sich verabschiedet und man kann alles zwischen Null und 100 Mbit/s erleben.

Für eine Hauptstadt ist es aber einfach zu schwach. Als Berliner muss ich zugeben, dass München, Stuttgart etc. besser sind. Dort kann man z.B. mit Spotify durch die Stadt laufen, in Berlin nicht. Ich habe mal 30 Abbrüche an einen Tag gezählt. Und mit o2 darf man sich besser gleich nicht nach Brandenburg wagen.

Es ist ein schwacher Trost: Berlin steht damit auch nicht alleine da. In London beispielsweise haben auch alle Netze irgendwo Probleme, in einigen anderen Großstädten ist es viel besser. Was soll man machen? Die anderen Anbieter in Berlin sind wesentlich teurer und haben zudem andere Mängel?

Schauen wir uns in Berlin die Telekom an: Da gibts in der fast gesamten U-Bahn nur EDGE seit 20 Jahren unverändert. Sie haben zwar sagenhafte Geschwindigkeiten auf der Straße und kaum Löcher, aber fallen in Gebäuden häufig total ab, weil immer noch kein langwelliges LTE (700, 800, 900 MHz) flächendeckend in Berlin verfügbar ist. Und wir sprechen von sehr viel höheren Preisen als bei Telefónca und Resellern. Da erwarte ich dann auch ein Netz, dass diesen Preisen gerecht wird und nicht solche eklatanten Schwächen hat.

Dann bleibt nur noch Vodafone: Da gibt es auch starke Schwankungen: in den Innenstädten stehen sie sehr dicht, in der Peripherie doch sehr locker. Auch da ist in der U-Bahn völlige Fehlanzeige. Richtige Löcher wie bei o2 gibts oberirdisch kaum, aber schon deutlich schwächere Bereiche, wenn man gerade weit weg von einem Sender ist. Preislich wären sie für manche ein Kompromiss, aber je nach Sichtweise ein guter oder schlechter.

Das ganze ist einer Hauptstadt nicht würdig. Und ich spreche nicht von den bekannten Problemzonen Museumsinsel oder Tiergarten (abseits der großen Straßen), wo Sender schwer zu installieren sind, sondern auch anderen Bereichen, wo sich viele Menschen aufhalten wie Flughäfen, manchen Bahnhöfen oder Geschäftsstraßen. Damit ist Berlin aber sinnbildlich fürs ganze Land. Auch da haben wir viele Löcher mehr als manche anderen Länder, wie wir langsam erkannt haben.
[1] abrazzoo antwortet auf wolfbln
08.09.2019 19:32
Benutzer wolfbln schrieb:

Dann bleibt nur noch Vodafone: Da gibt es auch starke Schwankungen: in den Innenstädten stehen sie sehr dicht, in der Peripherie doch sehr locker. Auch da ist in der U-Bahn völlige Fehlanzeige. Richtige Löcher wie bei o2 gibts oberirdisch kaum, aber schon deutlich schwächere Bereiche, wenn man gerade weit weg von einem Sender ist.

Auch bei Vodafone habe ich richtige Zusammenbrüche bei G3: Am Brandenburger Tor, Alex: NULL Down-/Upload. Da geht nicht mal eine Whats-App Nachricht raus. Ebenso, wenn es irgendwo mal eine Menschenansammlung gibt. Es ist alles eine Unverschämtheit.
[1.1] Pagerfan antwortet auf abrazzoo
08.09.2019 20:25

einmal geändert am 08.09.2019 20:27
Benutzer abrazzoo schrieb:

Auch bei Vodafone habe ich richtige Zusammenbrüche bei G3: Am Brandenburger Tor, Alex: NULL Down-/Upload...

Warum 3G? Das wundert mich nicht, denn das wird bei Vodafone massiv zurückgefahren bezüglich Kapazität:
Statt der ursprünglichen 3 UMTS-Träger a 2x5 MHz läuft nur oft noch einer, höchstens zwei.
Der Grund: Vodafone rüstet diese Frequenzen auf 4G um.
Wer also jetzt noch einen Tarif und/oder Handy ohne 4G im Vodafone-Netz nutzt, darf sich nicht wundern. Dieser Anbieter hat sein 3G von allen drei Anbietern am stärksten in der Kapazität zurückgefahren.
[1.1.1] abrazzoo antwortet auf Pagerfan
08.09.2019 21:44
Benutzer Pagerfan schrieb:

Wer also jetzt noch einen Tarif und/oder Handy ohne 4G im Vodafone-Netz nutzt, darf sich nicht wundern. Dieser Anbieter hat sein 3G von allen drei Anbietern am stärksten in der Kapazität zurückgefahren.

Selbstverständlich darf ich mich wundern. Ich habe einen 24-Monats-Vertrag abgeschlossen und den hat Vodafone zu erfüllen.
[1.1.1.1] wolfbln antwortet auf abrazzoo
08.09.2019 22:14

5x geändert, zuletzt am 08.09.2019 22:32
Benutzer abrazzoo schrieb:
Benutzer Pagerfan schrieb:

Wer also jetzt noch einen Tarif und/oder Handy ohne 4G im Vodafone-Netz nutzt, darf sich nicht wundern. Dieser Anbieter hat sein 3G von allen drei Anbietern am stärksten in der Kapazität zurückgefahren.

Selbstverständlich darf ich mich wundern. Ich habe einen 24-Monats-Vertrag abgeschlossen und den hat Vodafone zu erfüllen.

Na ja, oben habe ich die Betreiber sehr kritisiert. Aber manchmal ist eben auch der Kunde nicht ganz unschuldig. 4G Geräte und Netze gibt es seit 10 Jahren und kosten inzwischen das, was früher 3G-Handys gekostet haben. Es wird von den Anbietern und Teltarif schon länger gesagt, dass 3G heruntergefahren wird. Vodafone hat damit begonnen und auf dem 3G Frequenzband B1 (2100 MHz) in Berlin den Großteil auf 4G umgewidmet und nur noch 1 Träger für 3G gelassen. 3G hat keine Zukunft in Deutschland und wer heute noch einen 3G-Vertrag abschließt kann es nicht primär um mobiles Internet gehen und darf m.E. auch nicht meckern.

Natürlich muss und wird Vodafone seinen Vertrag erfüllen. Der schreibt aber nicht für ewig fest, dass es 3G geben wird. Irgendwann in den nächsten Jahren ist Schluss damit. Es ist zu hoffen, dass spätestens dann die Verträge alle für 4G geöffnet werden. Nur dafür muss ja Kapazität her und die kommt halt auch durch Umwidmung der Frequenzen von 3G für 4G z.B. jetzt für die neuen Lidl Connect-Kunden im LTE. Spektrum ist teuer und jeder versucht es halt, best möglich zu nutzen.

Wenn man die Telkos auch kritisiert für die Löcher auf dem Land und zu wenig Kapazität in der Stadt, man darf auch vom Nutzer erwarten, dass er einigermaßen geeignete und aktuelle Hardware für die Nutzung bereit hält und Verträge wählt, die dem auch gerecht werden. Dass heißt nicht, dass jetzt jeder sofort 5G braucht und den Hype der Telkos mitmachen muss, aber vielleicht in den nächsten 10 Jahren (so lange gibt es 4G bisher) schon darüber nachdenken und jetzt nicht unbedingt auf eine inzwischen fast 20 Jahre alte Technik (3G) bestehen sollte.

In diesem Zusammenhang sollte sich auch Teltarif mal fragen, ob es den Telko-Hype um 5G von der IFA wirklich so mitmachen soll und täglich neue Speedtests veröffentlicht von den paar Sendern, die rumstehen. Viel wichtiger wäre es den Ausbau des bestehenden 4G-Netzes kritisch zu begleiten. 5G ist bislang für Privatnutzer ziemlich ferne Zukunft.....
[1.1.1.2] DenSch antwortet auf abrazzoo
09.09.2019 22:38
Benutzer abrazzoo schrieb:

Selbstverständlich darf ich mich wundern. Ich habe einen 24-Monats-Vertrag abgeschlossen und den hat Vodafone zu erfüllen.

Ein nicht mal 24 Monate alter vertrag ohne 4G direkt bei Vodafone? Sicher?
Wenn ja: Seh zu das du diesen Easy Mist weg bekommst, gibt genug, bei weitem besseres inkl. 4G.
Wenn nein: Falschers Posting.
[1.1.2] sangyong antwortet auf Pagerfan
09.09.2019 10:11
Auch hier in München.

Auf 3G und UMTS sollte man sich hier nicht mehr verlassen- selbst in der Innenstadt.
[2] SchnittenGott antwortet auf wolfbln
09.09.2019 09:16

einmal geändert am 09.09.2019 09:18
Benutzer wolfbln schrieb:

Schauen wir uns in Berlin die Telekom an: Da gibts in der fast gesamten U-Bahn nur EDGE seit 20 Jahren unverändert. Sie haben zwar sagenhafte Geschwindigkeiten auf der Straße und kaum Löcher, aber fallen in Gebäuden häufig total ab, weil immer noch kein langwelliges LTE (700, 800, 900 MHz) flächendeckend in Berlin verfügbar ist. Und wir sprechen von sehr viel höheren Preisen als bei Telefónca und Resellern. Da erwarte ich dann auch ein Netz, dass diesen Preisen gerecht wird und nicht solche eklatanten Schwächen hat.

Hm also ich war vor 2 Jahren zum Deutschen Turnfest in Berlin (+ 1 Woche hintendran) und hab es jetzt nicht so extrem negativ empfunden.
Mit meinem "Uralt-Knochen" (Nokia C5) hab ich mit EDGE in der Berliner U-Bahn einen 128kbit/s Internetradio-Stream unterbrechungsfrei hören können!
Zum Vergleich hab ich natürlich auch Vodafone-Karten mitgeführt (allein schon wegen der Gigagarantie :-)) und hier war zwar EDGE "attached", aber es flossen NULL Daten.
Also nicht nur langsamer als gewohnt, 64kbit/s oder 32kbit/s oder 16kbit/s sondern wirklich ZERO!
Und das in der kompletten U-Bahn (außer oberirdische Strecken).

Die berühmte Indoor-Schwäche ist für mich nur eine Urban Legend...
Ich hatte mein Handy (Google Pixel 1. Generation) permanent auf "LTE only" festgenagelt und außer in der UBahn keine einzige Unterbrechung.
Und selbst da gabs zumindest in den größeren Bahnhöfen LTE, nur auf den Zwischenstrecken nicht.
Meine Meinung: Diese Mär von der "Indoor-Schwäche" der Telekom kommt von Leuten, die Ihr Smartphone auf "Automatik" geschaltet haben (oder iPhones nutzen, die man meines Wissens nicht in den LTE Only Modus zwingen kann...)
In den meisten Fällen bucht sich das Gerät dann in das Netz ein, was am stärksten verfügbar ist, und das ist dann leider in vielen Fällen EDGE.
Das LTE Netz der Telekom ist sehr viel dichter gewebt und die einzelnen Stationen müssen nur einen kleinen Bereich abdecken, die Sendeleistung ist darum meist reduziert.
Ganz im Gegensatz zu o2, die mit ihren LTE 800 Stationen oft ein großes Areal abdecken müssen und darum den "Saft" bis zum Anschlag aufdrehen...
Und dann heißt es für den "Durchschnitts-Spacko" (wer im TT mitliest weiß worauf ich anspiele :-)) oh gucke mal ich hab hier mit Telekom EDGE, aber mit o2 LTE "volle Balken" LOL
Wenn man sein Smartphone auf LTE only belassen hätte, würde man sehen, daß sehr wohl Telekom LTE verfügbar wäre, zwar dann nur mit ein oder zwei "Balken" (=> die Maßeinheit der "Spackos"), aber zum Telefonieren reichts allemal und surfen geht oft genau so schnell wie o2 mit "alle Balken".
Naja, aber in den meisten Köpfen ist halt die Telekom das Netz mit der "Indoor-Schwäche", vermutlich weil es sonst nicht viele Kritikpunkte gibt.
[2.1] Felixkruemel antwortet auf SchnittenGott
09.09.2019 11:50
Ich stimme dir da voll zu.

Die meisten Smartphone Hersteller berücksichtigen bei den "Balken" nur den RSRP vom LTE Signal. Das der eigentlich völlig irrelevant ist ist für die Nebensache.

Der RSRQ (also die Signalqualität, nicht Stärke) ist relevant und der ist selbst bei einem RSRP von -110 im Telekomnetz so gut wie immer deutlich besser als bei Telefonica, selbst wenn man da neben dem Turm steht.
[2.2] wolfbln antwortet auf SchnittenGott
09.09.2019 14:31

3x geändert, zuletzt am 09.09.2019 14:47
Benutzer SchnittenGott schrieb:
Benutzer wolfbln schrieb:

Schauen wir uns in Berlin die Telekom an: Da gibts in der fast gesamten U-Bahn nur EDGE seit 20 Jahren unverändert. Sie haben zwar sagenhafte Geschwindigkeiten auf der Straße und kaum Löcher, aber fallen in Gebäuden häufig total ab, weil immer noch kein langwelliges LTE (700, 800, 900 MHz) flächendeckend in Berlin verfügbar ist. Und wir sprechen von sehr viel höheren Preisen als bei Telefónca und Resellern. Da erwarte ich dann auch ein Netz, dass diesen Preisen gerecht wird und nicht solche eklatanten Schwächen hat.

Hm also ich war vor 2 Jahren zum Deutschen Turnfest in Berlin (+ 1 Woche hintendran) und hab es jetzt nicht so extrem negativ empfunden.
Mit meinem "Uralt-Knochen" (Nokia C5) hab ich mit EDGE in der Berliner U-Bahn einen 128kbit/s Internetradio-Stream unterbrechungsfrei hören können!
Zum Vergleich hab ich natürlich auch Vodafone-Karten mitgeführt (allein schon wegen der Gigagarantie :-)) und hier war zwar EDGE "attached", aber es flossen NULL Daten.
Also nicht nur langsamer als gewohnt, 64kbit/s oder 32kbit/s oder 16kbit/s sondern wirklich ZERO!
Und das in der kompletten U-Bahn (außer oberirdische Strecken).

Ist ja in Ordnung, dass du die Telekom verteidigen willst, aber die Fakten sind leider keine Legende:

(1) U-Bahn: In der gesamten unterirdischen U-Bahn hat Telekom und Vodafone nur EDGE (außer ein Pilot von 4 Stationen). D.h. 2G und eine Technik von vor 20 Jahren. Bei Vodafone geht fast nichts durch, selbst WhatsApp Messages dauern Minuten. Bei Telekom sieht es etwas besser aus. Aber einen Audio-Stream von Spotify etc. kannst du vergessen. Chatting über WhatsApp geht, aber Bilder dauern mehrere Stationen.

Hallo!?! Müssen wir uns wirklich darüber streiten, dass 2G in der U-Bahn der Hauptstadt nicht mehr zeitgemäß ist? Die Schuld liegt allerdings nicht so sehr bei der Telekom, sondern der BVG und dem ausbauenden Anbieter (Telefónica).

(2) Indoor-Schwäche: Die ist kein Phantom, sondern real. Sie wird natürlich nicht von den Leuten empfunden in Stadtteilen, die mit langwelligen LTE abgedeckt sind. Ab viele sind das immer noch nicht. Bei mir in Schöneberg gibts jetzt zwar 5G, aber kein 4G in 700, 800 oder 900 MHz. Überall da hat Telekom Frequenzen. Bei mir gibt es aber nur 1800 und 2600 MHz. D.h. der Pegel stürzt in Gebäuden ab. Ich kann das wöchentlich in meiner Lidl-Filliale nachvollziehen. Das ist kein eingebauter Hinterhof, sondern Pavillion in Leichtbauweise.

Die Telekom hat die beiden 2019 durchgeführten stadtbezogenen Netz-Tests, die sich nur auf Apps beziehen gegen die Mitbewerber verloren. Tutela ging an Telefónica und OpenSignal knapp an Vodafone. Diese Apps messen nur, in welchen Netz das Handy sich einbucht: 2G, 3G oder 4G. Bei den Walktests durch die Straßen schneidet sie stets besser ab. Das Ergebnis wäre sonst nicht zu erklären: außer die Leute halten sich auch real in Gebäuden und der U-Bahn auf. Oberirdisch auf der Straße ist Telekom fast überall top. Da bin ich bei dir. Bei den Preisen leider auch.

Ich frage mich schon, was das soll?
Du verteidigst 2G in der U-Bahn als nicht so schlimm und die Indoor-Schwäche als sozusagen eingebildet. Ich habe NSP in einem gerooteten Testgerät installiert und kann sehen, was mir Telekom konkret an einer Stelle anbietet. Wenn da kein LTE auf langen Frequenzen dabei ist, dann sagt schon der technische Sachverstand, dass sie in Gebäuden abfallen muss.

Ich würde jetzt nix sagen, wenn das irgendein Billiganbieter wäre. Aber die Telekom führt einen Popanz auf der IFA auf und schreibt ständig wie toll sie sei. Sie ist gut, aber auch sehr teuer. Und in Berlin leistet sie sich seit Jahren diese beiden Schwächen, die es auch erklären, warum hier der Marktanteil des Konkurrenten um so viel höher ist (den genauen Unterschied darf ich leider nicht sagen - ist aber in Berlin erstaunlich hoch), der selbst wieder andere Schwächen hat wie Kai im Artikel schrieb.
[3] figueretas antwortet auf wolfbln
13.09.2019 13:10
Ist mir eigentlich egal, wie schlecht das Netz in Berlin ist. Eine Stadt, die auf dem Papier Hauptstadt ist, aber gefühlt für mich als Westdeutscher weder Vorbild, noch schön, noch Aushängeschild unseres Landes sein kann. Wie schrecklich, dass diese Stadt über den Länderfinanzausgleich künstlich am Leben gehalten wird.
[3.1] wolfbln antwortet auf figueretas
13.09.2019 13:42

einmal geändert am 13.09.2019 13:50
Benutzer figueretas schrieb:
Ist mir eigentlich egal, wie schlecht das Netz in Berlin ist.
Das wäre es nicht, wenn du da leben würdest. Wenn es immer nur darum geht, dass das Netz "hier" gut ist und anderswo ist es egal, würde auf dem Land nie was passieren.

Eine Stadt, die auf dem Papier Hauptstadt ist, aber gefühlt für mich als Westdeutscher weder Vorbild, noch schön, noch Aushängeschild unseres Landes sein kann.

Muss eine Hauptstadt "Vorbild" sein, muss sie für alle "schön" sein?
Was ist "Vorbild" oder "schön"? Das ist sehr subjektiv.
Man kann aber schon verlangen, dass alle 3 Netze dort eine gute Leistung abliefern. Das ist - mit gewissen Einschränkungen, die ich genannt habe - auch der Fall. Es ist natürlich immer noch besser als das Netz in Posemuckel.

Das hat mit dem "Aushängeschild" zu tun. Das bekommt man aber auch in "Westdeutschland" zu fühlen, wo auf dem größten Flughafen des Landes immer noch Funklöcher sind und wenn man rausfährt aus dem Flughafentunnel auch. Wohlgemerkt man landet in der Netzsuche. Wo ist da das "Aushängeschild"?

Wie schrecklich, dass diese Stadt über den Länderfinanzausgleich künstlich am Leben gehalten wird.

Die 5 neuen Länder sind über Finanzspritzen am Leben erhalten worden Was wäre denn für dich die Alternative? Wieder eine Mauer bauen? Den Osten entvölkern? Du kannst das schon kritisieren, aber wo ist deine Lösung? Die Regionen sterben lassen, die sich ökonomisch nicht tragen? Gestern also das Ruhrgebiet und morgen die Lausitz, weil wir aus der Kohle aussteigen? Und gleich dazu Berlin, weil es wirtschaftlich sich nicht trägt? Du nennst dich figueretas, aber nicht ganz Spanien ist Ibiza.

Zumal der Länderfinanzausgleich wenig mit der Netzqualität zu tun hat. In Bayern als größtes Geberland ist sie gefühlt auch nicht viel besser. Die Netze werden von privaten Konzernen gebaut. nicht von Staatsbetrieben aus Steuermitteln.