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Radio ist lokal/regional stark


Peterdoo schreibt am 26.03.2020 20:15
Radio ist und wird wegen der lokalen und regionalen Inhalten beliebt sein. Nicht ohne Grund sind solche Programme bei allen Untersuchungen die mit den höchsten Einschaltquoten.

Wetter, Verkehrsnachrichten, Nachrichten von weit weg sind für die große Mehrheit uninteressant. Ich fluche immer wenn in München im Deutschlandradio die Staus in Hamburg aufgezählt werden.

Bleiben noch die Musik und spezialisierte Inhalte für kleine Gruppen. Gerade für die Musik gibt es jedoch heute so viele Alternativen, auch im Auto. USB Stick, Bluetooth, Android Auto,...

DAB+ könnte mit so vielen Spartensendern zu einem Verbreitungsweg für die kleinen Gruppen mutieren. Hohe Einschaltquoten oder Werbeeinnahmen sollte man nicht erwarten.
[1] Tzupa antwortet auf Peterdoo
27.03.2020 10:47

einmal geändert am 27.03.2020 10:47
Benutzer Peterdoo schrieb:
Radio ist und wird wegen der lokalen und regionalen Inhalten beliebt sein. Nicht ohne Grund sind solche Programme bei allen Untersuchungen die mit den höchsten Einschaltquoten.

Wetter, Verkehrsnachrichten, Nachrichten von weit weg sind für die große Mehrheit uninteressant. Ich fluche immer wenn in München im Deutschlandradio die Staus in Hamburg aufgezählt werden.

Bleiben noch die Musik und spezialisierte Inhalte für kleine Gruppen. Gerade für die Musik gibt es jedoch heute so viele Alternativen, auch im Auto. USB Stick, Bluetooth, Android Auto,...

DAB+ könnte mit so vielen Spartensendern zu einem Verbreitungsweg für die kleinen Gruppen mutieren. Hohe Einschaltquoten oder Werbeeinnahmen sollte man nicht erwarten.

Aber genau das ist ja das Problem: Wenn man Qualität und Special Interest will, also nicht nur den Mainstream, dann muss das auch irgendwie finanziert werden. Die Kosten sind immer die gleichen, egal wieviele Hörer ein Sender hat. Die Werbeeinnahmen basieren aber auf Reichweitenmessungen.

Früher hätte man das Problem angehen können, indem man einen verschlüsselten "Premium Mux" macht, der für einen kleinen monatlichen Preis werbefreies Radio mit unterschiedlichen Stilrichtungen beinhaltet. Heute sehe ich den Markt aber nicht mehr, denn heute wird dieser Markt von Spotify und Co besetzt.

Ein anderes grundsätzliches Problem von DAB ist dann auch die Klangqualität, die bei allen Sendern schlechter als FM ist, zumindest wenn man ein Diversity-Antennendesign in Verbindung mit guten Mehrfach-Tunern nutzt. Bei den meisten öffentlich-rechtlichen Sendern ist der Unterschied zwar gering, der private Bundesmux klingt aber in großen Teilen wirklich armselig. Gerade in Zeiten, wo selbst die "Standard-Audiosysteme" in den Autos immer besser werden, ist das eigentlich die komplett falsche Richtung.

Ich höre prinzipiell nur sehr wenig Radio, aber wenn ich es mache, weiche ich im Auto immer auf FM aus, wenn irgendwie möglich. Der Klangunterschied ist bei vielen Sendern mehr als deutlich.