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21.03.2019 - 16:33
Vereinigung

Glasfaser Nordwest: Projekt von Telekom & EWE

Investitionen bis zu zwei Milliarden Euro

Auf dem Weg zum gemeinsamen Ausbau des Glasfasernetzes im Nordwesten sind die Deutsche Telekom und das Energie- und Telekommunikationsunternehmen EWE einen Schritt weiter gekommen. Heute wurde der Vertrag für die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens Glasfaser NordWest unterzeichnet, wie beide Konzerne mitteilten. Das geplante Joint Venture werde nun vom Bundeskartellamt geprüft, sagte EWE-Sprecher Mathias Radowski. Er rechnet damit, dass dies rund vier Monate dauern wird.

Laut EWE soll Glasfaser NordWest bis zu 1,5 Millionen Haushalte und Unternehmensstandorte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen mit schnellem Internet versorgen. Technische Grundlage dafür sind Glasfaseranbindungen bis ins Haus. Dafür wollen die Deutsche Telekom und EWE zusammen bis zu zwei Milliarden Euro investieren - über einen Zeitraum von rund zehn Jahren.

Gewinner seien die Menschen im Nordwesten

Stefan Dohler (l.), Vorstandsvorsitzender der EWE AG, und Dirk Wössner, Vorstand Telekom Deutschland, unterzeichnen den Vertrag für Glasfaser NordWest

Stefan Dohler (l.), Vorstandsvorsitzender der EWE AG, und Dirk Wössner, Vorstand Telekom Deutschland, unterzeichnen den Vertrag für Glasfaser NordWest
Bildquelle: EWE

"Wir freuen uns über diesen wichtigen Schritt unserer Partnerschaft. Im Nordwesten steht EWE für schnelles Internet und die Digitalisierung des ländlichen Raums. Wir haben alleine schon viel erreicht, wollen aber noch mehr schnelle Internetanschlüsse für möglichst viele Menschen in unserer Heimatregion. Gemeinsam mit der Telekom können wir in kürzerer Zeit zu diesem Ziel gelangen. Daher sind die Gewinner dieser Kooperation die Menschen im Nordwesten. Glasfaser NordWest errichtet die Infrastruktur und legt damit die Basis für die Digitalisierung, und die Kunden haben die freie Wahl der Anbieter", sagt EWE-Vorstandsvorsitzender Stefan Dohler. "Die Dienste auf der neuen Infrastruktur stehen allen interessierten Telekommunikationsunternehmen zu üblichen kommerziellen Bedingungen zur Verfügung."

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) sagte, Glasfaser NordWest leiste einen wichtigen Beitrag für das Ziel, ganz Niedersachsen gigabit-fähig zu machen. "Durch die neue Kooperation bekommt die Digitalisierung Niedersachsens wieder einen Schub."

Die Infrastruktur soll in einem wettbewerbsoffenen Auswahlverfahren aufgebaut werden. In den ersten beiden Jahren der Unternehmensgründung werden die auszubauenden Gebiete von Glasfaser NordWest vorab festgelegt. Anschließend werden die Ausbaugebiete per Auswahlverfahren auch an Dritte vergeben. Nach dem Verlegen der Hausanschlüsse treten sowohl EWE und Telekom als auch alle anderen interessierten Telekommunikationsunternehmen in einem direkten Wettbwerb um die Kunden. Die neuen Glafaseranschlüsse sollen im ersten Ausbaugebiet 2020 genutzt werden können.

Startschuss schon 2017

Im Dezember 2017 hatten beide Unternehmen eine unverbindliche Absichtserklärung unterzeichnet und das Vorhaben bekanntgegeben. Damals peilten sie einen Start Mitte 2018 an. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Kartellbehörde soll das Unternehmen nun im Sommer 2019 gegründet werden und seinen Sitz in Oldenburg haben. "Wir warten auf das grüne Licht, dann legen wir los", sagte Radowski.


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dpa /

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