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08.05.2018 - 20:48
Software

Der Google Assistant telefoniert künftig auch selbst

Google setzt verstärkt auf künstliche Intelligenz

Google hat mit der üblichen Keynote seine Entwicklerkonferenz Google I/O eröffnet. Dabei zeigte Konzernchef Sundar Pinchai, wie künstliche Intelligenz im Gesundheitsbereich helfen kann. Dazu will Google seine für Android und iOS verfügbare Tastatur weiter verbessern. Eine erste Beta-Version des neuen Gboards, wie sich das Keyboard nennt, soll noch heute erhältlich sein. Diese Variante soll auch Morsezeichen verstehen.

Gmail hat erst vor kurzem neue Funktionen bekommen. Auch hier sollen in Zukunft KI-Features Einzug halten, die beispielsweise automatische Antworten auf eingehende elektronische Post ermöglichen. Noch in diesem Monat soll die Funktion weltweit zur Verfügung stehen. Bei Google Fotos soll die künstliche Intelligenz dafür sorgen, dass die Qualität aufgezeichneter Bilder auch nachträglich nachhaltig verbessert wird.

Google-Chef Sundar Pinchai eröffnet die Keynote zur Entwicklerkonferenz

Google-Chef Sundar Pinchai eröffnet die Keynote zur Entwicklerkonferenz
Quelle: Liuvestream auf YouTube

Google Assistant kann künftig noch mehr

Für den Google Assistant stellte der Konzern sechs neue Stimmen vor. Der digitale Assistent ist auf mehr als 500 Millionen Geräten weltweit verfügbar. Die Funktion kann in 80 Ländern genutzt werden und steht in 30 Sprachen zur Verfügung. Ziel ist es, den Dialog mit dem Google Assistant natürlicher als bisher zu gestalten. Auch das Codewort "Hey Google" zur Aktivierung der Funktion muss nicht mehr zu jedem Zeitpunkt genannt werden. Stattdessen soll schon bald eine Art "kontinuierlicher Dialog" zur Verfügung stehen, etwa um mehrere Bedienschritte auf einmal auszuführen.

Der Google Assistant soll zudem künftig eine gewisse Intelligenz mitbringen und beispielsweise dafür sorgen, dass ein Stau auf einem Weg, der regelmäßig zurückgelegt wird, automatisch eingeblendet wird. Er kann auch Bestellungen aufgeben - etwa das Frühstück, das man auch sonst bevorzugt, im Café, wo das Frühstück üblicherweise eingenommen wird. Zudem kann der digitale Helfer Termine vereinbaren und dabei auch auf anfallende Anfragen während eines Telefonats antworten.

Mit künstlicher Intelligenz soll auch Google News verbessert werden. So wird das Internet automatisiert nach interessantem Content durchsucht. Mit den Newscasts sollen die Nutzer sich künftig noch schneller als bisher einen Überblick zu wichtigen Themen verschaffen können. Full Coverage geht hingegen in die Tiefe und liefert auch Hintergrundberichte zu den Themen, die für den Nutzer interessant sind. Bereits kommende Woche will Google die neue Version des News-Dienstes in 127 Ländern weltweit auf Android, iOS und im Web anbieten.

Ausblick auf Android P

Ausblick auf Android P
Quelle: Livestream auf YouTube

Erste öffentliche Beta von Android P verfügbar

Eines der Kernthemen der Keynote war natürlich auch das Android-Betriebssystem, das heute die beliebteste mobile Plattform ist. Dave Burke zeigte auf, wie sich das System in den vergangenen zehn Jahren entwickelt hat. Zudem lieferte er einen Ausblick auf Android P, dessen endgültiger Name auf der Google I/O erwartungsgemäß noch nicht genannt wurde. Auch beim mobilen Betriebssystem soll künstliche Intelligenz eine Rolle spielen - etwa um Stromspar-Funktionen bestmöglich nutzen zu können.

So will Google beispielsweise die Helligkeit des Displays jeweils automatisiert an den tatsächlichen Bedarf anpassen lassen. Im Hintergrund werden nur diejenigen Anwendungen aktiv gehalten, die tatsächlich gerade benötigt werden - Features, die es auch bislang bereits gab, nun aber möglicherweise mit deutlichen Verbesserungen.

Mit Android P wird auch die Benutzeroberfläche überarbeitet. Multitasking soll intuitiver nutzbar sein als bisher und die Gestensteuerung wird neu gestaltet. Das Benachrichtigungs-Management wurde überarbeitet und die Lautstärke-Einstellungen sind besser als bisher erreichbar. Zudem können sich die Nutzer anzeigen lassen, wie viel Zeit sie mit welchen Funktionen verbringen. Ziel ist es, den Anwendern ein besseres Zeitmanagement zu ermöglichen.

Ab heute ist nun auch eine öffentliche Beta-Version von Android P verfügbar. Diese ist nicht nur für die Pixel-Smartphones, sondern auch Geräte von sieben weiteren Herstellern erhältlich. Dazu zählen unter anderem Nokia und OnePlus, während ausgerechnet Samsung als Marktführer unter den Handy-Herstellern nicht genannt wurde.

Weitere Details zum neuen Betriebssystem Android P haben wir in einer eigenen Meldung für Sie zusammengefasst.

Verbesserungen für Google Maps

Google hat zudem Verbesserungen für seine Maps-App angekündigt, die ab Sommer für Android und iOS zur Verfügung stehen. So lassen sich neue Points of Interest in der Nähe des aktuellen Aufenthaltsorts anzeigen. Gruppen können über die Anwendung einen gemeinsamen Restaurant-Besuch zu besprechen und schließlich zu vereinbaren. Wer aus einer U-Bahnstation kommt und die Orientierung verloren hat, kann aus der Maps-App heraus die Kamera öffnen und sich so Hilfe auf das Handy-Display holen.


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