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31.10.2019 - 18:22
Test

Google Pixel 4: Sound-Profi und Gesten-Monster im Test

Innovative Gestensteuerung "Motion Sense"

Inhaltsverzeichnis:

  1. Google Pixel 4 im Test
  2. Perfor­mance und Sound
  3. Kamera und Motion Sense
  4. Alles auf einer Seite lesen

Wir haben uns ausgiebig mit dem Google Pixel 4 beschäf­tigt. So viel vorweg: Wir sind von dem Gerät und seiner tadel­losen Funk­tions­weise angetan. Google spen­diert seiner neuen Premium-Serie einige beson­dere Features. Ob das reicht, um sich von der harten Konkur­renz abzu­heben und ob das Pixel 4 ange­sichts des vorweg­genom­menen Lobs noch Schwä­chen zeigt, lesen Sie im nach­folgenden Test­bericht.

Das Google Pixel 4 ist ab sofort in den Farb­optionen "Just Black", "Clearly White" und "Oh So Orange" erhält­lich. Letz­tere erfreut sich offen­sicht­lich großer Beliebt­heit, sodass es im offi­ziellen Google Store derzeit nicht auf Lager ist. Verfügbar sind für alle Farben zwei Spei­cher­vari­anten. Mit 64 GB internem Spei­cher schlägt das Pixel 4 mit 749 Euro zu Buche, 128 GB kosten nach unver­bind­licher Preis­empfeh­lung 849 Euro.

Erster Eindruck, Verar­beitung und Display

Google Pixel 4
DatenblattTest ]

Das Google Pixel 4 besticht durch sein schlichtes Design. Wir finden die Zwei­farbig­keit aus schwarzem Gehäu­serahmen und im Falle des Test­geräts der weißen Rück­seite anspre­chend. Der Home­button hebt sich mit einem hellen Orange farb­lich von Gehäuse und Rück­seite ab. Das zusätz­liche Design­merkmal erscheint wie ein Signal, das sagen will: Hier, ich bin der Home­button, drück mich. Für das Pixel-4-Format geht die Plat­zierung noch in Ordnung. Dennoch muss man im einhän­digen Betrieb, um den Button mit dem Daumen der rechten Hand errei­chen zu können, ein wenig hoch­rutschen. Direkt unter dem Home­button ist die Laut­stär­kewippe ange­bracht. Für unseren Geschmack zwecks opti­maler Erreich­barkeit hätte man die beiden Funk­tions­tasten tauschen können.

Recht breiter Displayrand

Recht breiter Displayrand
Bild: teltarif.de

Die Verar­beitung des Smart­phones ist hoch­wertig und tadellos. Ange­sichts der Preis­klasse erwarten wir hier auch nichts anderes. Der Gehäu­serahmen ist matt, wodurch das Pixel 4 nicht so leicht aus der Hand rutscht. Phablet-Größen sind zwar längst keine Mode­erschei­nung mehr, sondern viel­mehr ein Stan­dard geworden. Spielt man mit dem Pixel 4 mit seinen Abmes­sungen von 68,8 m  x 147,1 mm x 8,2 mm, dem 5,7-Zoll-Display und dem attrak­tiven Gewicht von 162 Gramm in der Hand herum, könnte man sich glatt wieder an das vergleichs­weise kleine Format gewöhnen. Wir nutzen selbst die meiste Zeit ein Samsung Galaxy S10+ mit 6,4-Zoll-Display, vermissten im Test des Pixel 4 das größere Display aber höchs­tens beim Video­strea­ming. Smart­phone-Nutzer, die darauf großen Wert legen, sind mit dem 6,3-Zoll-Display des Google Pixel 4 XL, das zudem mit QHD+ eine höhere Maxi­malauf­lösung hat, aber besser bedient.

Wir befürch­teten den glei­chen Eindruck auch beim Mobile Gaming. Wir gönnten uns eine Runde Call of Duty Mobile des Publishers Acti­vision, das wir sonst nur auf dem Galaxy-S10+-Display zocken. Das klei­nere Display des Pixel 4 erwies sich aber wegen seiner Größe nicht als Hindernis. Im Gegen­teil: Durch das kompakte Format lag das Handy zwecks Inter­aktion im Spiel­geschehen mit den Steu­erele­menten auf dem Display sehr gut in der Hand.

Google hat im Rahmen des Vorstel­lungs­events das "Smooth Display" beworben. Hier regu­liert sich das Panel für bestimmte Inhalte selbst von einer Bild­wieder­holrate von 60 Hz auf 90 Hz auto­matisch. Sobald die Hellig­keit unter 75 Prozent fällt, wird wieder auf 60 Hz herun­terre­guliert. Das dient dazu, Strom zu sparen. Wir können bestä­tigen: Ist das Display auf 90 Hz einge­stellt, ist das Bedien­erlebnis "smoo­ther", also einen Tacken flüs­siger. Vergleichbar ist diese Nutzer­erfah­rung mit dem Panel des OnePlus 7T und des OnePlus 7T Pro, bei denen Nutzer zwischen 60 und 90 Hz manuell wählen können. Aufgrund des größeren Panels von 6,55 bezie­hungs­weise 6,67 Zoll erscheint der Eindruck von einer flüs­sigeren Bedie­nung aber inten­siver als beim Pixel 4.

Die Blickwinkelstabilität des Displays

Die Blickwinkelstabilität des Displays
Bild: teltarif.de

Das OLED-Panel des Pixel 4 mit Always-on-Funk­tion löst maximal in FHD+ auf. Die Farb­darstel­lung ist natür­lich, was sich auch in einem guten DeltaE-Wert von 3,92 nieder­schlägt. Damit reicht es zwar nicht für einen Platz in der Top-10-Liste der Smart­phones mit der besten Farb­darstel­lung, der Wert ist aber dennoch gut, insbe­sondere im Vergleich zu Ober­klasse-Kollegen wie dem Samsung Galaxy S10, das im Test nur einen DeltaE-Wert von 7,95 erreichte. Zur Erin­nerung: Je geringer der DeltaE-Wert ist, desto näher ist die Farb­wieder­gabe am Ideal einzu­ordnen.

Der recht breite obere Display­rand beim Pixel 4 ist auffällig und hat mit Full-View wenig zu tun. Was bei einem Pixel-4-XL-Modell viel­leicht nicht so drama­tisch ins Gewicht fällt, ist beim klei­neren Pixel 4 durchaus schon Nahe am Nicht-Zeit­gemäß-Faktor, zumal die seit­lichen Display­ränder und der untere Bereich auch nicht gerade fili­gran wirken. Im Vergleich zum Pixel 3 ist aber gerade der untere Bereich schlanker geworden. Bevor man weitere Kritik üben will, muss man an dieser Stelle fairer­weise sagen, dass auch bei Lösungen wie beim Galaxy S10+ mit seinen beiden rechts oben plat­zierten Selfie-Bull­augen nicht jede App mitspielt und der darge­stellte Bereich unter der Einker­bung aufhört, wodurch eben­falls ein recht breiter oberer Display­rand entsteht.

Der orange Homebutton und die Lautstärkewippe

Der orange Homebutton und die Lautstärkewippe
Bild: teltarif.de

In unserem Display­hellig­keits­test erreichte das Pixel 4 433,7 cd/m². Das ist nur Durch­schnitt. Hier zeigen gerade Smart­phones von Samsung und Apple, das deut­lich mehr drin ist, um das Display auch bei stär­kerer Licht­einstrah­lung, wie Sonnen­licht, noch gut ablesbar zu machen. Welche Geräte in dieser Diszi­plin beson­ders gut abge­schnitten haben, können Sie in unserer Besten­liste der hellsten Smart­phone-Displays 2019 nach­lesen.

Auf der nächsten Seite gehen unter anderem auf die Perfor­mance und den Sound ein.

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