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Kaufratgeber

Smartphone-Kauf: So finden Sie das passende Modell

Prozessor: Das sagen die Kerne aus

Mittlerweile gibt es Deca-Core-Prozessoren in Smartphones, also Chips mit zehn Kernen. Diese müssen jedoch nicht notwendigerweise mehr Leistung bieten als ein Octa-Core-Prozessor. Auch nicht jeder Quad-Core- oder Hexa-Core-Prozessor muss langsamer sein als ein Quad-Core-Chip. Ganz allgemein gilt: Je höher die Taktung der Kerne, desto mehr Leistung. Ist die Taktrate niedriger, ist auch die Leistungsfähigkeit niedriger, dafür sinkt meist auch der Stromverbrauch, was den Akku schont. Der schnellste Chip bringt zum Beispiel nichts, wenn der Hersteller dann zu wenig Arbeitsspeicher (RAM) einbaut oder das Betriebssystem das Smartphone ausbremst.

Letztendlich bemisst sich die Leistung eines Smartphones nach dem Zusammenspiel zwischen Anzahl der Kerne, Taktrate der Kerne, verwendeter Grafik-Einheit, Arbeitsspeicher-Kapazität und Konfiguration des Betriebssystems.

Manche Nutzer empfinden die Zusammenarbeit zwischen Hardware und Software besonders dann als schnell, wenn der Hardware-Hersteller das Android-System möglichst wenig oder gar nicht verändert hat und Android One vorinstalliert. Android Go hingegen wurde speziell für günstige Einsteiger-Smartphones konzipiert.

Software muss zur Hardware passen

Software muss zur Hardware passen
Bild: Qualcomm

Günstig, aber langsam? Die Einsteiger-Smartphones

Smartphones der sogenannten Einsteiger-Klasse gibt es schon zu Preisen um die 80 Euro. Dafür können Nutzer aber keine umfangreich ausge­statteten Multimedia-Smartphones erwarten. Stattdessen richten sich diese Modelle vor allem an Anwender, die nur telefonieren, unterwegs die ein oder andere E-Mail abrufen bzw. versenden oder gelegentlich ein kleineres Spiel spielen wollen. Einfache Kameras und 16 GB interner Speicher sind hier Standard, ebenso sollte ein microSD-Slot zur Speicher­erweiterung nicht fehlen. Gerade für diejenigen, die erstmals in die Smartphone-Welt eintauchen möchten, ohne gleich hunderte von Euro auf den Tisch legen zu müssen, bieten die Einsteiger-Geräte eine durchaus gute Alternative zu den hoch­preisigen Modellen der Oberklasse.

Einsteiger-Smartphones verfügen in der Regel über Quad-Core-Prozessoren, ab und zu finden sich auch ganz einfache Acht-Kerner. Sie haben Taktraten ab etwa 1 GHz und einen 2 GB großen Arbeits­speicher. Diese Kombi bietet eine gute Grundlage für alltägliche Aufgaben wie Messaging oder auch mal ein kleines Casual Game.

Im Einsteiger-Bereich setzen die Hersteller meist auf TFT-Displays, die im Vergleich zu den OLED-Pendants der höher­preisigen Geräte mehr Strom verbrauchen. Auch finden sich vor allem Display­diagonalen um etwa 5 Zoll. Noch relevanter als die Größe ist jedoch die Anzahl der Bildpunkte des Displays. Eine Auflösung von 720 mal 1280 Pixel, also HD, sollte es schon sein.

Die Allrounder in der Mittelklasse

Die Auswahl an Mittelklasse-Handys umfasst einige sehr interessante Modelle, und auch ehemalige Flaggschiffe wie das Galaxy S7 von Samsung ordnen sich in diese Kategorie ein. Nur ist die ehemalige Spitzen-Klasse mittler­weile deutlich günstiger zu haben. Preise ab 175 Euro bis etwa 350 Euro sind hier die Norm. Auch in Sachen Größe findet sich beinahe die gesamte Palette.

Huawei hat beispielsweise die Untermarke Honor ins Leben gerufen, die in diesem Preissegment einige empfehlenswerte Smartphone-Modelle zu bieten hat. Die Geräte sind günstiger als die direkt von Huawei stammenden, bieten aber häufig sehr ähnliche Features. Eine ähnliche Strategie verfolgen ZTE mit der Marke Nubia sowie Xiaomi mit Pocophone.

Bei den Mittel­klasse-Geräten rücken noch mehr als bei den Einsteiger-Modellen die Displays in den Fokus, da aufgrund der Ausstattung viel komplexere Multimedia-Anwendungen möglich sind. Der Smartphone-Screen sollte Farben realistisch darstellen und eine hohe Blick­winkel­stabilität bieten, die Display-Auflösung sollte mindestens 1080 mal 1920 Pixel betragen.

Damit Filme und Spiele flüssig laufen, muss der Prozessor genügend Leistung bieten. Typisch für die Mittelklasse sind Octa-Core-Prozessoren mit einer Taktung von 1,4 GHz bis 2 GHz. Der Arbeits­speicher ist in der Regel 3 bis 4 GB groß. Diese Ausstattung reicht selbst für grafisch anspruchs­vollere Games. Auch Multi­tasking - also das gleich­zeitige Öffnen von und Arbeiten mit verschiedenen Anwendungen - ist möglich.

Eine solide Hardware-Ausstattung ist bei den Mittel­klasse-Geräten unabdingbar, da sie häufig umfang­reichere Funktionen als die Einsteiger-Modelle bieten. Schnelles Internet via WLAN und LTE sowie GPS und eine Dual-Kamera gehören hier zum Standard. Auch ein Finger­abdruck­sensor ist bei Mittelklasse-Smartphones mittlerweile Standard.

Mit den High-End-Smartphones beschäftigen wir uns auf der letzten Seite. Außerdem fassen wir auf Seite 3 die wichtigsten Kauf-Tipps zusammen.

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Inhaltsverzeichnis:

  1. Erster Schritt: Die Wahl des Systems
  2. Prozessor: Das sagen die Kerne aus
  3. High-End: Top-Modelle für Anspruchsvolle
  4. Alles auf einer Seite lesen