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Kaufratgeber

Smartphone-Kauf: So finden Sie das passende Modell

High-End: Top-Modelle für Anspruchsvolle

Nahezu keine Wünsche offen lassen die Smartphones der Oberklasse. Beispiele sind das Samsung Galaxy Note 9 sowie die Galaxy-S9-Generation, das Huawei Mate 20 Pro und das OnePlus 6T. Angaben wie QHD-Displays (1440 mal 2560 Pixel), LTE Cat.9 oder gar Cat.18 (bis zu 1200 MBit/s im Downstream), schnelle Prozessoren, 6 GB oder mehr Arbeitsspeicher und Mehrfach-Kameras mit vielen Finessen und lichtempfindlichen Sensoren zieren hier die Ausstattung. Typische Features für Highend-Smartphones sind darüber hinaus ein Iris-Scanner, ein USB-Typ-C-Anschluss sowie ein ins Display integrierter Fingerabdruck-Scanner.

Ein Fingerabdruckscanner darf bei Mittelklasse- und Top-Modellen nicht fehlen

Ein Fingerabdruckscanner darf bei Mittelklasse- und Top-Modellen nicht fehlen
Bild: teltarif.de / Rita Deutschbein

Viele Nutzer werden eine derartig komplexe Ausstattung im Alltag aber kaum benötigen. Für echte Multimedia-/Gaming-Fans oder für diejenigen, die das gewisse Extra bei ihrem Smartphone suchen, sind die High-End-Geräte aber die richtige Wahl, da sie für jede Anwendung genügend Leistungs-Reserven bieten.

Bei den Herstellern geht der Trend zu immer größeren Displays; Diagonalen von bis zu knapp unter 7 Zoll sind keine Seltenheit. In den vergangenen Monaten hatten viele Displays von Top-Smartphones eine bei Apple abgeschaute Notch, also eine Aussparung für die Frontkamera. Mittlerweile gibt es aber auch erste Smartphones, die stattdessen nur noch ein kreisrundes Loch von wenigen Millimetern für die Frontkamera haben. Viele dieser Smartphones haben keinen physischen Homebutton mehr - das Display nimmt dann fast die komplette Vorderfront des Smartphones ein.

Derart ausgestattet haben High-End-Smartphones ihren Preis - 700 bis über 1000 Euro sind keine Seltenheit.

Vom Akku bis zum Speicher - darauf sollten Sie achten

Je höher die Displays auflösen und die Prozessoren getaktet sind, desto mehr Strom verbraucht ein Smartphone. Während man bei Einsteiger-Geräten oft Kapazitäten um 2000 mAh findet, bieten die High-End-Modelle oft zwischen 3000 und 5000 mAh. Die Kapazität des Akkus sagt aber nichts über die maximale Laufzeit aus, da der Verbrauch auch abhängig von den Systemeinstellungen und damit völlig unter­schiedlich ist. So hält ein Oberklasse-Smartphone mit einer 3200-mAh-Batterie häufig ebenso lange durch wie ein einfaches Smartphone mit 2000-mAh-Akku. Smartphones mit langer Akku-Laufzeit haben wir in einer Übersicht gelistet.

Da viele Handys immer schlanker werden und mit einem Unibody-Gehäuse aus Metall und/oder Glas kommen, verzichten mittlerweile praktisch alle Hersteller vor allem im Mittel- und Oberklasse-Segment auf wechselbare Batterien und zum Teil auch auf die Audio-Klinkenbuchse. Dafür setzen sie auf Schnelllade-Lösungen und das kabellose Laden mittels Induktion. Nicht alle Hersteller verwenden dabei den gleichen Standard: Neben der Qi-Technik findet sich vereinzelt auch der konkurrierende und nicht mit der Qi-Technik kompatible Standard PMA (Power Matters Alliance). Manche Geräte unterstützen jedoch beide Standards und lassen sich somit auf beliebigen Induktions-Ladematten aufladen.

Wireless Charging: Das kabellose Laden

Wireless Charging: Das kabellose Laden
Bild: teltarif.de / Rita Deutschbein

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist der interne Speicher. Auch wenn auf dem Datenblatt eine Kapazität von 16 GB angepriesen wird, stehen bei Android-Smartphones nicht selten nur knapp 12 GB zur freien Verfügung. Der Rest des Speichers wird vom System belegt. Ein Problem bei vielen Android-Geräten ist auch, dass Apps nicht auf die SD-Karte ausgelagert werden können. Ein kleiner Speicher kann dadurch schnell belegt sein. Die Folge: Das System kann nicht mehr synchronisieren, das heißt, E-Mails und andere Daten werden nicht mehr abgerufen. Bei Mittelklasse-Smartphones ist daher ein interner Speicher ab 16 GB, besser noch 32 GB empfehlenswert, die Geräte der Oberklasse haben zumeist mindestens 64 bis 128 GB an Bord. Beachten Sie bitte: Nicht jedes Smartphone bietet die Möglichkeit, den Speicher mittels microSD-Karte zu erweitern. Und selbst wenn eine Speichererweiterung vorgesehen ist, muss der Anwender die Entscheidung treffen, ob der den gemeinsamen zweiten Steckplatz für eine zweite SIM-Karte oder die microSD-Karte verwendet. Drei Steckplätze bieten nicht alle Hersteller.

Wer sein Smartphone auch außerhalb von Deutschland auf Reisen nutzen möchte, sollte zudem beachten, dass die entsprechenden Frequenzen unterstützt werden. Die Flaggschiffe von HTC, Sony, Samsung, OnePlus und Huawei beherrschen beispiels­weise GSM-Quadband, UMTS-Quadband und LTE-Hexa-Band und lassen sich daher quasi überall auf der Welt nutzen. Bei Smartphones chinesischer Hersteller gibt es immer noch das Phänomen, dass nicht immer alle europäischen Funkfrequenzen unterstützt werden.

Die Speziellen

Einige Smartphone-Modelle wurden speziell für besondere Anforderungen konzipiert. Es gibt Geräte, die zwei SIM-Karten gleichzeitig fassen - sogenannte Dual-SIM-Handys. Diese findet man mittlerweile in allen Smartphone-Kategorien. Nutzer sollten bei diesen Modellen darauf achten, dass beide SIM-Karten gleichzeitig ins Netz eingebucht und damit erreichbar sind (Dual-SIM-Standby) und dass beide SIM-Karten-Schächte nach Möglichkeit LTE-Support bieten. Falls nur ein Slot LTE unterstützt, sollte dies in der Software umschaltbar sein, um sich das Umstecken der SIM-Karten ersparen zu können. In Zukunft werden auch vermehrt Smartphones mit zusätzlicher eSIM auf dem Markt anzutreffen sein. Wird das Smartphone haupt­sächlich im Freien genutzt, bieten sich Outdoor-Geräte an, die ein weitaus robusteres Gehäuse als herkömm­liche Modelle haben. In der Regel sind diese auch noch besser vor Wasser und Staub geschützt. Aktuelle Huawei- oder Samsung-Geräte werben zwar beispielsweise damit, spritzwassergeschützt zu sein - dennoch sollten Nutzer vorsichtig sein, da die Outdoor-Fähigkeiten strengen Grenzen unterliegen.

Für Vielschreiber oder Anwender, die ihr Smartphone überwiegend beruflich nutzen wollen, sind Handycover mit speziellen Tastaturen empfehlenswert. Hersteller wie Samsung bieten darüber hinaus Lösungen, ein an einen Monitor angeschlossenes Smartphone wie einen Computer mit Tastatur und Maus verwenden zu können. Auch Office-Programme sowie Sicherheits­lösungen für den Schutz sensibler Dokumente sollten vorinstalliert sein. Einen Namen bei diesem insbesondere bei Geschäftskunden wichtigen Thema hat sich Blackberry gemacht.

Mehr als zwei Kameras sind auch in der gehobenen Mittelklasse mittlerweile keine Seltenheit mehr

Mehr als zwei Kameras sind auch in der gehobenen Mittelklasse mittlerweile keine Seltenheit mehr
Bild: teltarif.de

Die kamera­affinen Nutzer finden vor allem in den Top-Modellen Kameras, die sich aufgrund ihrer Auflösung, den verwendeten Blenden und den Objektiven als Alternative zu den klassischen Urlaubs­knipsen eignen. Durch die Kameras mit mehreren Linsen und Sensoren lassen sich Bilder mit mehr Tiefenschärfe machen. Auch das nachträgliche Fokussieren auf einen Punkt erlauben die Mehrfach-Kameras. Insbesondere Apple, Samsung und Nokia legen Wert auf überdurchschnittlich gute Smartphone-Kameras und auch Huawei hat große Ambitionen in diesem Bereich.

Fazit: Mittelklasse wird den meisten reichen

Egal ob Android oder iOS - eine wichtige Entscheidungs­hilfe kann neben den technischen Daten der eigene individuelle Eindruck sein. Es bietet sich an, das ins Auge gefasste Gerät vor dem Kauf im Laden einmal in die Hand zu nehmen und auszu­probieren, ob die Oberfläche des Systems und die Verarbeitung des Gehäuses gefallen. Bei den viel­fältigen Modellen mit Android wird den meisten Nutzern ein Gerät der Mittel­klasse reichen. Mit diesen kommen sowohl Gaming-Fans als auch klassische Telefonie- und Internet-Nutzer voll auf ihre Kosten und sparen dabei im Vergleich zu den Spitzen-Geräten nicht selten noch eine ganze Stange Geld. Leistungs­einbußen müssen Nutzer in der Regel nicht befürchten. Unsere Smartphone-Suche hilft Ihnen dabei, das passende Gerät zu finden.

Soll es statt einem Smartphone doch eher ein Tablet sein? Dann finden Sie in unserem Tablet-Kaufratgeber wertvolle Tipps, die bei der Wahl des passenden Gerätes helfen.

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Inhaltsverzeichnis:

  1. Erster Schritt: Die Wahl des Systems
  2. Prozessor: Das sagen die Kerne aus
  3. High-End: Top-Modelle für Anspruchsvolle
  4. Alles auf einer Seite lesen