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Zusatzakkus

Powerbanks & Co.: Mobile Stromquellen für leere Akkus

Wir erklären, welche Technik am besten funktioniert

Wenn die Tempe­raturen steigen, verla­gert sich das Leben ins Freie. Egal ob Frei­bad, Bade­see oder Fahrrad­tour, im Sommer wollen nur die Wenigsten zu Hause bleiben. Mit dabei sind dann natür­lich auch das Smart­phone oder das Tablet. Blöd nur, dass viele aktu­elle Geräte über eine sehr begrenzte Akku­lauf­zeit verfügen. Die meisten aktu­ellen Smart­phones halten nur etwa einen Tag durch, bei inten­siver Nutzung können es sogar nur ein paar Stunden sein. Das liegt daran, dass in den Geräten kaum Platz für Akkus mit beson­ders hoher Kapa­zität ist. In der Regel werden Akkus mit 2500 bis 5000 mAh einge­setzt. Die wieder­auflad­baren Batte­rien müssen jedoch eine Menge Kompo­nenten mit Strom versorgen - ange­fangen beim strom­fres­senden Display, über die Mobil­funk­schnitt­stelle bis hin zu den Sensoren. Je nach Inten­sität der Nutzung kann ein Akku somit schnell schlapp machen. Der Markt bietet deshalb eine große Auswahl an mobilen Strom­quellen unter­schied­lichster Art an. Wir erklären Ihnen, welche Geräte es gibt und welche zu empfehlen sind.

Übri­gens: Die maxi­male Lauf­zeit eines Handys hängt von vielen Faktoren ab und kann im Alltag stark schwanken. Wir ermit­teln daher regel­mäßig die Smart­phones mit der längsten Lauf­zeit im teltarif.de-Test. Die Top 10 der Akku-Sieger finden Sie in unserer Über­sicht.

Power­banks: mobile Zusatz­akkus

Drei mobile Akkus mit USB-Schnittstelle.

Dank verschiedenster Anschlüsse kann ein Zusatzakku vielseitig eingesetzt werden.
Pixabay/eak_kkk

Soge­nannte Power­banks finden sich mittler­weile in den verschie­densten Aus­führungen und Preis­klassen. Meist handelt es sich dabei um kleine Käst­chen, von der Größe einer Zigaretten­schachtel bis hin zur Größe eines Smart­phones. In der Regel sind sie aber deut­lich schwerer. Größe und Gewicht hängen letzt­endlich auch von der Leis­tung des Zusatz­akkus ab. Kleine Modelle genügen gerade mal für eine Smart­phone-Ladung, größere schaffen sogar vier bis sechs Lade­vorgänge.

Die Kapa­zität wird in der Regel in Milli­amperestunden (mAh) und die Strom­stärke in Ampere (A) ange­geben. Für Smart­phones genügt meist schon 1 A, für Tablets sollten es aber mindes­tens 2 A Ausgangs­stromstärke sein. Auch die Eingangs­stromstärke ist rele­vant, 1 A ist das Mindeste, 2 A wären besser. Denn je geringer die Eingangs­stromstärke ist, desto länger dauert das Aufladen. Um mehr als nur einen Lade­vorgang zu schaffen, sollte die Kapa­zität zwischen 10 000 und 20 000 mAh liegen. So eine leis­tungs­starke Power­bank gibt es schon ab circa 20 Euro.

Ein Vorteil der Power­banks ist, dass sie auch für längere Reisen zu gebrau­chen sind. Ein Mal aufge­laden, hält so eine Akku­ladung auch locker einen Monat, kann also durchaus als Notfall-Akku im Ruck­sack gelassen werden. Der Nach­teil ist, wie bei fast allen Akkus: Sie leben nicht ewig und sollten gepflegt werden. Weder zu häufiges Laden noch längeres Herum­liegen tut dem Akku gut. Wer seine Power­bank nicht braucht, kann sie trotzdem einmal im Monat laden und entladen - so verlän­gert sich die Lebens­zeit. Mehr als drei bis vier Jahre wird aber kaum ein Akku durch­halten.

Solar­zellen: noch nicht ganz ausge­reift

Ein Smartphone neben einer Solar-Ladestation.

Solarzellen: Leider noch nicht ganz ausgereift
Flickr.com/cogdog

Solar­zellen, die dazu dienen sollen, ein Smart­phone oder anderes Gerät aufzu­laden, gibt es inzwi­schen auch - Kosten­punkt: circa 30 Euro. Leider ist kaum ein Gerät wirk­lich in der Lage, einen Handy­akku komplett aufzu­laden. Zudem ist man stark vom Sonnen­licht abhängig. Bei bewölktem Himmel machen einige Geräte schlapp. Kombi­nationen aus Solar­zelle und Akku gibt es auch, die aber sollten wegen der Batterie gar nicht in die Sonne gelegt werden, sind also nicht zu empfehlen. Brauchbar können die Solar­zellen zum Akku­laden dennoch sein. Nämlich genau dann, wenn es wirk­lich keine andere Möglich­keit gibt, an Strom zu kommen. Dann könnte das Handy damit zumin­dest soweit aufge­laden werden, um ein paar Anrufe zu tätigen oder SMS verschi­cken zu können.

Eine Alter­native für den Outdoor­bereich wären Kurbel-Lader oder -Akkus. Sie sind zwar alles andere als komfor­tabel, können in der Not aber sehr hilf­reich sein.

Dyna­molader: für Fahr­radfahrer

Voll­kommen unab­hängig vom Wetter sind Dynamo­lader, die mit Hilfe eines Naben­dynamos am Fahr­rad betrieben werden. Sie funk­tionieren natür­lich nur, solange das Rad in Bewe­gung ist. Eine Fahr­rad­tour ist deshalb das ideale Anwendungs­gebiet. Dann können damit beispiels­weise auch Navigations­systeme am Fahrrad dauer­haft betrieben werden. Preis­lich liegen die Dynamo­lader meist über den Solar­zellen und Power­banks. Zwar gibt es auch schon Modelle ab 20 Euro, wirk­lich zuver­lässige Dynamo­lader kosten aber schnell 60 Euro und mehr, selbst Geräte für 200 Euro finden sich. Zu empfehlen sind die Dynamo­lader vorrangig für längere Radtouren.

Brenn­stoff­zellen: Zukunfts­musik

Brenn­stoff­zellen, die als Lade­station dienen sollen, sind im Outdoor­bereich schon länger im Gespräch. Ein paar Geräte gibt es schon, die aber konnten bisher nicht über­zeugen. Meis­tens kommen die Brenn­stoff­zellen nicht an die Power­banks heran, wenn es um das Verhältnis zwischen Größe und Leis­tung geht. Auch der Preis liegt deut­lich über dem der herkömm­lichen Zusatz­akkus. So sollte die für 2017 ange­kündigte Brenn­stoff­zelle Kraft­werk knapp 300 US-Dollar kosten. Dafür sollte sie dann nur mit normalem Feuer­zeug­gas betrieben werden können. Nachdem das Unter­nehmen 2016 Pleite gegangen war, stellt es seit 2018 kleine röhren­förmige Fest­oxid­brenn­stoff­zellen (SOFC) her, die derzeit aller­dings vor allem von Auto­mobil­konzernen gekauft werden. Dennoch glaubt das Unter­nehmen an einen künf­tigen Einsatz als "Brenn­stoff­zelle für die Hosen­tasche" zum Laden mobiler Geräte.

Fazit

Mobile Strom­quellen sind gefragt wie nie und leisten, zumin­dest teil­weise, was sie verspre­chen. Wirk­lich zu empfehlen sind derzeit vor allem Power­banks: Zusatz­akkus, die vorher über die Steck­dose aufge­laden werden müssen. Wer sich für eine solche Power­bank inter­essiert, sollte zu einem Gerät mit guten Test­ergebnissen greifen. Denn externe Akkus bringen nicht immer die verspro­chene Kapa­zität, was sich auch mit einem USB-Multi­meter prüfen lässt.

Ansonsten wären ledig­lich die Dynamo­lader zu empfehlen und die auch nur bei längeren Fahr­rad­touren. Dann aber können sie überaus prak­tisch sein und beispiels­weise auch als Strom­quelle für Outdoor-Navis dienen.

Solar- und Brenn­stoff­zellen sind dagegen noch nicht ausge­reift und nur in bestimmen Situa­tionen zu empfehlen. Aller­dings bleibt es inter­essant, ob sich diese beiden Tech­niken noch weiter­entwickeln. Dann könnten sie viel­leicht irgend­wann der Power­bank den Rang ablaufen.

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