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12.10.2018 - 18:15
Mittelklasse

Honor 8X im Test: Mittelklasse im Premium-Pelz

Kamera, Testbilder, AI und Fazit

Auf der Rückseite ist eine Dual-Hauptkamera mit einer 20-Megapixel-Linse mit f/1,8-Blende und eine 2-Megapixel-Linse integriert. Beide Linsen sind vertikal angeordnet. Darunter befindet sich der Blitz. Auf der Vorderseite ist eine 16-Megapixel-Kamera für Selfies verbaut. Front- und Rückkamera können Videos in Full HD aufzeichnen.

Die Hauptkamera liefert insgesamt bei guten Lichtverhältnissen ein überraschend gutes Ergebnis ab. Es darf nicht vergessen werden, dass es sich hier um ein Kamerasystem handelt, das in einem Smartphone für unter 250 Euro verbaut ist. Die Darstellung der einzelnen Farbquadrate unseres Testmotivs ist klar und deutlich voneinander zu differenzieren. Beim Heranzoomen sind die Linien um die Quadrate nicht mehr ganz gerade. Überraschend ist aber nur die leichte Sichtbarkeit eines schwarzen Rahmens um die Quadrate.

Auf der Rückseite gibt es eine Dual-Kamera und einen Fingerabdrucksensor.

Auf der Rückseite gibt es eine Dual-Kamera und einen Fingerabdrucksensor.
Foto: teltarif.de

Die roten Blütenblätter der Test-Rose sind zwar etwas dunkel mit teils schwarzen Stellen an den Rändern geraten, insgesamt macht die Darstellung aber einen guten Eindruck. So lassen sich die gelben Blütenstengel auch separat voneinander erkennen. Blätter und Stengel sind auch ein wenig zu dunkel geraten. Die unteren Blätter sind an den Rändern ein wenig unscharf. Die körnige, weiße Hintergrundtapete wirkt beim Heranzoomen schon etwas weich gezeichnet, die einzelnen Strukturen sind aber immer noch klar zu erkennen.

Bei weniger guten Lichtverhältnissen ist das Bild allerdings nicht mehr brauchbar. Besonders die Blüte der Test-Rose ist zu verschwommen. Die körnige Struktur der weißen Hintergrundtapete lässt sich gar nicht mehr erkennen. Die Farbquadrate sind viel zu dunkel dargestellt, Braun und Schwarz lassen sich gar nicht mehr voneinander unterscheiden.

Die Testbilder der Hauptkamera haben wir im Original angehängt.

Die Frontkamera liefert bei guten Lichtverhältnissen ein gutes Ergebnis ab. Die braunen Haare unserer Testfigur sind schön zu erkennen, die Farben des Halstuchs und der körnige weiße Hintergrund auch. Einzig die Haut geht ein wenig ins Gräuliche.

Bei schlechten Lichtverhältnissen wird das Motiv gut angestrahlt. Die Farben des Halstuchs sind auch gut und kräftig zu erkennen. Die leicht Gräuliche und zu blasse Haut der Testpuppe ist aber auch hier nicht zu verkennen. Die braunen Haare reflektieren den Blitz, sodass sie richtig glänzen. Das irritiert etwas. Der Hintergrund ist genau wie im Ergebnis der Hauptkamera bei schlechten Lichtverhältnissen verschwommen dargestellt, die reale Struktur der körnigen Tapete lässt sich nur noch erahnen.

Die Testbilder der Frontkamera haben wir ebenfalls im Original angehängt.

Das Kamerasystem des Honor 8X verfügt über einige AI-Funktionen. Die Hauptkamera soll in der Lage sein, 22 Kategorien mit über 500 Szenarien zu erkennen. Um das Feature zu aktivieren, gibt es ein eigenes AI-Symbol, das für jedes Foto individuell aktiviert oder deaktiviert werden kann. AI-Fotografie soll die Farben in den Bildern hervorheben, in dem die Kameraeinstellungen durch die Kompetenz von künstlicher Intelligenz an das Motiv angepasst werden.

Als im Test die Kamera auf einen Apfel gerichtet wurde, erschien ein Lebensmittel-Symbol auf dem Display. Genauso schnell erschien ein Pflanzen-Symbol bei der Fokussierung auf eine unserer grünen Redaktionspflanzen. Tauchen allerdings mehrere Objekte, wie Stifte, Taschenrechner, Schere und Notizblock im Fokus auf, erscheint keine Kategorisierung auf dem Display anhand eines Symbols. Bei Objekten wie einer Computermaus, einem Telefon, einem Kugelschreiber oder einer Kaffeetasse erschien jedoch kein AI-Symbol. Beim Fokus auf ein Gesicht taucht recht schnell ein Portrait-Symbol auf.

Das T-Symbol auf dem unteren Displayrand zeigt an, dass die AI-Kamera den Text auf dem Motiv erkannt hat.

Das T-Symbol auf dem unteren Displayrand zeigt an, dass die AI-Kamera den Text auf dem Motiv erkannt hat.
Foto: teltarif.de

Die Hauptkamera hat einen Nachtmodus, bei dem durch AI-Technologie unscharfe Bereiche unter einer maximalen Belichtungszeit von sechs Sekunden geschärft werden sollen. Laut Herstellerangaben soll das auch klappen, wenn eine wacklige Hand im Spiel ist. Wir haben im Nachtmodus in schlechter Lichtumgebung mit gleichem Motiv ein Foto gemacht. Der Unterschied ist nur geringfügig besser. Der einzige, große sichtbare Unterschied liegt in der Darstellung des weißen Hintergrunds. Ohne Nachtmodus ist dieser unangenehm gelblich, mit eingeschalteter künstlicher Intelligenz bleibt er weiß, aber noch genauso unscharf.

Damit Sie sich selbst ein Bild davon machen können, haben wir das Bild, das wir im Nachtmodus aufgenommen haben, mit angehängt. Da wir im Rahmen unseres Testverfahrens nur die Automatik-Einstellungen der Kamera in die Bewertung einfließen lassen, findet die künstliche Intelligenz im Ergebnis keine Berücksichtigung.

Künstliche Intelligenz und Empfangsqualität

Bei einem Testanruf wirkte die Stimme des Gesprächspartners wie in einen Schleier gehüllt. Die Sprachqualität könnte entsprechend etwas klarer sein. So ist es auch bei der Gesamtlautstärke: Bei voll aufgedrehtem Regler war die Lautstärke für Innenräume problemlos ausreichend, auf einer belebten Straße mit viel Verkehr können da aber durchaus Probleme entstehen, das Gegenüber zu verstehen. Der Lautsprecher für die Freisprechfunktion ist akzeptabel, zumindest für Innenräume.

Die Rückseite des Honor 8X ist aus Glas.

Die Rückseite des Honor 8X ist aus Glas.
Foto: Honor

Gegen die WLAN- und mobile Verbindung lässt sich nichts negatives sagen. Die Verbindungen waren im Test einwandfrei. Künstliche Intelligenz soll laut Hersteller nicht nur im Kamerasystem, sondern auch bei der Konnektivität ihren Einsatz finden. Schwache Verbindungssignale sollen automatisch erkannt und durch das Zutun von AI schneller wieder auf volle Stärke gebracht werden. Auf der offiziellen Präsentation brachte der Hersteller das Beispiel von schlechten Verbindungen in und nach Aufzugfahrten. Unmittelbar nach Verlassen des Aufzugs sollen Signalschwankungen schnell ausgeglichen werden. Wir machten den Test: Bei der Fahrt vom sechsten Stockwerk in das Erdgeschoss nahm die Balkenanzeige auf dem Display des Honor 8X von fünf auf zwei ab. Nachdem sich die Aufzugtür geöffnet hatte und der erste Schritt nach draußen gemacht wurde, erschien binnen weniger Augenblicke wieder die volle Balkenanzeige. Wir haben die gleiche SIM-Karte in ein Samsung Galaxy S9 Plus mit einer Vierbalken-Anzeige gesteckt und sind wieder vom sechsten Stock in das Erdgeschoss gefahren. Die Signalanzeige reduzierte sich auf einen Balken. Gleiches Prozedere: Die Aufzugtür geht auf, nach dem ersten Schritt aus dem Aufzug erscheint die volle Balkenanzeige aber auch beim Samsung-Handy recht schnell wieder.

Fazit: Im Vergleich mit dem Galaxy S9 Plus ist die Wiederherstellung der vollen Signalstärke schneller wieder sichtbar. Die Mehrzeit, die beim Samsung gewartet werden musste, ist aber sehr gering.

Fazit

Das Honor 8X wirkt auf den ersten Blick wie ein Oberklasse-Smartphone. Das liegt unter anderem an der tollen Verarbeitung und an dem guten Display. Ein vergleichbares Mittelklasse-Smartphone für unter 250 Euro wird schwer zu finden sein. Zudem kann das Honor 8X mit schnellen Entsperrmethoden und einer überraschend guten Bildergebnissen der Hauptkamera bei guten Lichtverhältnissen und der Frontkamera punkten. Auch die Performance in High-End-Grafikspielen ist mehr als akzeptabel. Für einen Aufpreis von nur 30 Euro gibt es den doppelten Speicher. Da können sich andere Hersteller ein Beispiel dran nehmen.

teltarif.de Honor 8X

PRO
CONTRA
Testzeitpunkt:
10/2018
Honor 8X
Testurteil
gut (2,1)
Preis/Leistung: 1,0

Vorläufige Einzelwertung

alles ausklappen
Gesamtwertung 77 %
gut (2,1)

Weitere Handytests bei teltarif.de

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  2. Performance und Akku
  3. Kamera, Testbilder, AI und Fazit
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