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19.09.2019 - 19:02
Phablet-Wundertüte

Huawei Mate 30: Phablet-Reihe mit beeindruckender Kamera

Tolle Technik und geflickte Software

Huawei hat seine Phablet-Reihe Mate 30 offi­ziell in München vorge­stellt und konnte trotz zahl­reicher Leaks mit diversen inno­vativen Ausstat­tungs­merk­malen über­raschen. Eben­falls eine posi­tive Über­raschung ist die Verfüg­barkeit der High-End-Modelle, denn die Befürch­tung, dass die Mobil­geräte kein Europa-Release bekommen hat sich nicht bewahr­heitet. Mate 30, Mate 30 Pro, Mate 30 Pro 5G und Mate 30 RS werden auch in unserer Region verkauft. Dabei rangieren die Preise zwischen 799 Euro (Mate 30) und 2095 Euro (Mate 30 RS).

Huawei präsen­tiert neues Ober­klasse-Quar­tett

Die Farben des Huawei Mate 30

Die Farben des Huawei Mate 30
Huawei / Screenshot Andre Reinhardt

In einem rund andert­halb Stunden langen Event stellte der chine­sische Hersteller seine neuen Phablets vor. Beson­ders stolz ist Huawei auf das Design, die Kamera und die 5G-Konnek­tivität. Das Gehäuse von Mate 30, Mate 30 Pro und Mate 30 Pro 5G setzt sich aus einer Glas­rück­seite und einem Alumi­nium­rahmen zusammen. Beson­ders auffällig ist die starke Krüm­mung des Bild­schirms, die 88 Grad beträgt.

Macht die Biege: Mate 30

Macht die Biege: Mate 30
Huawei / Screenshot Andre Reinhardt

Horizon Display nennt Huawei diese Krea­tion und vergleicht den gebo­genen Radius mit jenem der Konkur­renz. Die seit­lichen Ränder wurden durch diese Bauweise komplett elimi­niert, was aber nicht für die Notch gilt. Diese ist beim Mate 30 Pro (5G) zwar schmaler als beim Vorgänger, aber dennoch recht breit. Aller­dings beinhaltet die Kerbe auch einen 3D-Tiefen­sensor, einen Gesten­sensor, eine Front­kamera sowie Licht- und Nähe­rungs­sensoren. Da die Module für die 3D-Gesichts­erken­nung und den Gesten­sensor bei der Stan­dard­fassung fehlen, fällt bei jener die Notch kleiner aus. Anstatt eine Laut­stär­kewippe gibt es virtu­elle seit­liche Tasten.

Sensitive Seite des Mate 30

Sensitive Seite des Mate 30
Huawei / Screenshot Andre Reinhardt

Das Mate 30 RS kann mit einem Griff versehen werden, welcher zudem über einen Stand­mecha­nismus verfügt. Ansonsten hebt es sich vor allem durch die verti­kale Anord­nung der rück­seitigen Quad-Kamera und seiner Leder­struktur von Mate 30 und Mate 30 Pro (5G) ab. Apropos Leder­imitat: das Mate 30 Pro 5G findet seinen Weg auf Wunsch auch in der Varia­tion Vegan Leather Edition (Blau und Orange) zum Käufer. Die Rück­seite ist aller­dings glatter als jene der Porsche-Ausfüh­rung.

Tech­nische Daten der Mate-30-Serie

Allein 14 der 21 Antennen des Mate 30 5G sind für den 5G-Funk

Allein 14 der 21 Antennen des Mate 30 5G sind für den 5G-Funk
Huawei / Screenshot Andre Reinhardt

Mate 30 Pro, Mate 30 Pro 5G und Mate 30 RS haben nahezu iden­tische Spezi­fika­tionen. Die Unter­schiede liegen beim 5G-Daten­funk, den nur das entspre­chend gekenn­zeich­nete Modell der Baureihe hat und dem abwei­chenden Design nebst größerem Spei­cher des Mate 30 RS. Das Trio zeichnet sich durch ein 6,53 Zoll messendes OLED-Display mit einer Auflö­sung von 2400 mal 1176 Pixeln, dem Chip­satz Kirin 990 (Octa-Core, bis zu 2,86 GHz Takt) und einer Quad-Kamera aus.

Beeindruckende Kamera: Huawei Mate 30 Pro

Beeindruckende Kamera: Huawei Mate 30 Pro
Huawei / Screenshot Andre Reinhardt

Zwei 40-Mega­pixel-Sensoren (1/1,54 Zoll RGGB + 1/1,7 Zoll RYYB), ein drei­fach opti­scher Zoom (8 Mega­pixel) und eine Ultra­weit­winkel-Einheit (16 Mega­pixel) werden geboten. Die Inno­vationen im Foto­grafie-Bereich der Tele­fone sind viel­seitig. So ermög­lichen die großen Sensoren im Vergleich zur Konkur­renz deut­lich besser belich­tete Aufnahmen in dunklen Arealen. Des Weiteren gibt es eine Super-Zeit­lupen-Funk­tion mit 7680 Bildern pro Sekunde und Echt­zeit-Bokeh bei Video­aufnahmen. Gefilmt wird übri­gens mit 4K-Auflö­sung bei 60 fps. Die Selfie-Knipse hält Selbst­porträts mit 32 Mega­pixel fest. Die Akku­kapa­zität von Mate 30 Pro / Pro 5G und RS liegt bei 4500 mAh.

Kommen wir nun zu der Ausstat­tung des regu­lären Huawei Mate 30. Dessen Bild­schirm ist mit 6,62 Zoll (eben­falls OLED) etwas größer und löst mit 2340 mal 1080 Pixel auf. Auf die fürs Filmen opti­mierte 40 MP Ultra-Wide-Cine-Optik (18 mm Brenn­weite, Blende f/1.8) des Mate 30 Pro müssen Konsu­menten verzichten. Der 40 MP Foto­grafie-Profi SuperSensing Wide (27 mm Brenn­weite, Blende f/1.6) und das 8-MP-Tele-Objektiv sind aber auch beim Mate 30 an Bord. Eine Ultra­weit­winkel-Knipse mit 16 Mega­pixel (17 mm, Blende f/2.2) sowie ein Laser-Auto­fokus runden die Ausstat­tung der Haupt­kamera ab. Selfies werden mit 24 Mega­pixel aufge­nommen. Der Akku des Mate 30 misst 4200 mAh.

Die Soft­ware der neuen Huawei-Ober­klasse

Huawei Mobile Services

Huawei Mobile Services
Huawei / Screenshot Andre Reinhardt

Es ist ein schierer Eier­tanz, den der China-Konzern bedingt durch das USA-Embargo in puncto Betriebs­system derzeit hinlegen muss. Der Konsu­ment ist der Leid­tragende und erhält nicht den vollen Android-Komfort. Zwar ist Android 10 auf Mate 30, Mate 30 Pro, Mate 30 Pro 5G und Mate 30 RS mit der Benut­zerober­fläche EMUI 10 vorin­stal­liert, jedoch ohne Google-Apps. Der Hersteller verweist dafür auf seine als Huawei Mobile Services zusam­menge­fassten Lösungen. Diese umfassen Apps für Messa­ging, Navi­gation, Cloud, Musik, einen Inter­netbrowser, einen Store namens App Gallery und mehr. Bislang seien mit dem verwen­deten HMS Core rund 45.000 Programme kompa­tibel. Huawei bemüht sich, weitere Entwickler für seine Platt­form zu gewinnen. Insge­samt soll eine Milli­arde US-Dollar in das neue Ökosystem fließen. Wahr­schein­lich lässt sich über Umwege auch der Google Play Store samt Google-Apps nach­instal­lieren. Die ab Werk abge­speckte Soft­ware könnte aber so manchen Inter­essenten abschre­cken.

Nett ist hingegen das Huawei-Features Multi-Screen-Colla­bora­tion, das ein naht­loses Zusam­menar­beiten mit auf dem PC einge­blen­deten Mate-30-Display und den Computer-Inhalten erlaubt und AI Auto Rotate, welches den Handy-Bild­schirm je nach Augen­posi­tion des Nutzers passend dreht. Ein Dark Mode ist eben­falls Teil von EMUI 10.

Weitere Huawei-Vorstel­lungen

Neue Huawei-Wearables

Neue Huawei-Wearables
Huawei / Screenshot Andre Reinhardt

Abseits des Phablet-Gespanns hatte die Firma noch eine Viel­zahl weiterer Produkte im Gepäck. Beispiels­weise einen Stylus namens M Pen für das Display der haus­eigenen Mobil­geräte mit 4096 Druck­punkten. Damit fischt Huawei in den Gewäs­sern von Samsungs Galaxy-Note-Reihe. Ein Gimbal, der in Zusam­menar­beit mit dem Hersteller Osmo Aufnahmen erleich­tern soll und der erste Studio­blitz für ein Smart­phone unter­strei­chen die Ziel­gruppe der Mobile-Foto­grafie-Enthu­siasten. Mit der Watch GT 2 hat Huawei zudem eine neue Smart­watch mit dem Chip­satz Kirin A1 vorge­stellt. Dank Blue­tooth 5.1 LE soll das Wearable bis zu einer Distanz von 150 Metern mit dem Smart­phone kommu­nizieren können.

Huaweis erster Smart-TV

Huaweis erster Smart-TV
Huawei / Screenshot Andre Reinhardt

Abschlie­ßend wurden die komplett kabel­losen In-Ear-Kopf­hörer FreeBuds 3 und die Smart-TVs Vision (55, 65 und 75 Zoll) ange­kündigt.

Preis und Verfüg­barkeit der Huawei-Neuheiten

UVP des Huawei Mate 30

UVP des Huawei Mate 30
Huawei / Screenshot Andre Reinhardt

Im Oktober kommt die Watch GT 2 in 46 mm ab 249 Euro und in 42 mm ab 229 Euro in den Handel. Im selben Monat folgen die FreeBuds 3 zu einer UVP von 179 Euro. Für das Huawei Mate 30 mit 8 GB RAM nebst 128 GB Flash werden 799 Euro fällig. Als Farben stehen Black, Space Silver, Cosmic Purple und Emerald Green zur Auswahl. Das Mate 30 Pro wartet mit 8 GB RAM und 256 GB Flash auf und bittet in denselben Farb­gebungen mit 1099 Euro zur Kasse.

UVP des Huawei Mate 30 Pro

UVP des Huawei Mate 30 Pro
Huawei / Screenshot Andre Reinhardt

Die eingangs erwähnten Vegan-Leather-Editionen gibt es schließ­lich auf Wunsch beim Mate 30 Pro 5G. Den fünften Mobil­funk­stan­dard lässt sich Huawei einen Aufpreis von 100 Euro (UVP 1199 Euro) kosten.

UVP des Huawei Mate 30 Pro 5G

UVP des Huawei Mate 30 Pro 5G
Huawei / Screenshot Andre Reinhardt

Deut­lich tiefer müssen sie beim Mate 30 RS in die Tasche greifen. Die in Koope­ration mit Porsche Design entstan­dene Fassung schlägt mit 2095 Euro zu Buche und verfügt über 12 GB RAM nebst 512 GB Flash.

UVP des Huawei Mate 30 RS

UVP des Huawei Mate 30 RS
Huawei / Screenshot Andre Reinhardt

Über die Verfüg­barkeit der neuen Phablets in Europa schwebt jedoch ein Frage­zeichen. Die Euro­preise sind zwar ein Anzei­chen dafür, dass Huawei seine Mate-30-Reihe in unseren Gefilden vermarkten möchte, einen poten­ziellen Zeit­raum gibt es aber noch nicht. Even­tuell möchte der Hersteller abwarten, ob sich nicht doch eine Eini­gung mit den Verei­nigten Staaten ergibt, damit die Google-Apps instal­liert werden können.


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