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FAQ: Falsche Telekom-Rechnung

Falsche Telekom-Rechnung: So reagieren Sie richtig

So sollten Sie konkret vorgehen

Nachdem Sie den richtigen Verursacher des Fehlers aus­gemacht haben, sollten Sie direkt gegenüber diesem die Ein­wendungen erheben. Hierbei ist es hilf­reich, die be­an­standeten Ver­bindungen direkt auf­zuführen und schrift­lich an den Anbieter bzw. seinen Ab­rechnungs­dienstleister zu übermitteln.

Die un­streitigen Be­träge sollten mit der Telefon­rechnung bezahlt werden. Hier­bei ist dringend zu beachten, dass der Telekom mit­zuteilen ist, welche Rechnungs­posten bewusst nicht bezahlt wurden. Wird diese Mit­teilung unter­lassen, muss die Telekom davon ausgehen, dass die Zahlung auf die Forderungen der einzelnen Anbieter ent­sprechend ihrem Anteil an der Gesamt­forderung erfolgen soll. Das bedeutet, die Telekom und auch andere Call-by-Call-Anbieter er­halten eine gekürzte Zahlung, obwohl der Fehler bei einem anderem Unter­nehmen liegt. Erhalten jedoch u­nbe­teiligte Anbieter eine gekürzte Zahlung, zieht dies eventuell weitere Mahn­kosten nach sich.

Warum erhalte ich Mahnungen nicht (nur) von der Telekom?

Dies liegt am vor­ge­schriebenen Ab­rechnungs­system. Die Telekom ist nur verpflichtet, die einmalige Ab­rechnung der Gebühren vorzunehmen. Das Mahn­system muss von den Anbietern selbst durch­geführt werden. Zu diesem Zweck darf die Telekom dann auch die Kunden­daten an die Call-by-Call-Anbieter weiter­geben. Das ist auch der Grund, warum die Rechnungs­höhe der Telekom meist unter der Höhe der Original­rechnung liegt. Die Zahlung an den Rechnungs­ersteller hat jedoch auch immer befreiende Wirkung gegenüber den anderen auf der Rechnung auf­geführten Anbietern. Sie können also nach Erhalt der Telekom-Mahnung den gesamten ur­sprüng­lichen Betrag an die Telekom über­weisen.

Wer muss im Streitfall was beweisen?

Kann das Tele­kom­munikations­unternehmen belegen, dass seine all­gemeinen Schnitt­stellen einwandfrei funk­tionieren, es einen Einzel­entgelt­nachweis unter Auf­schlüs­selung der Verbindungs­daten erstellt und auf Verlangen des Kunden eine konkrete technische Überprüfung vor­genommen hat, besteht ein so­genannter Anscheins­beweis. Das bedeutet, die Gerichte gehen davon aus, dass die Gespräche, die auf dem Einzel­verbindungs­nachweis stehen, tat­sächlich statt­gefunden haben. Die Kunden müssen - um diesen Anscheins­beweis zu ent­kräften - ernst­hafte Zweifel ent­gegen­setzen, was in der Praxis jedoch schwer möglich ist.

Die ersten beiden Rechnungen eines Anbieters waren fehlerhaft. Habe ich ein Recht auf eine vorzeitige Kündigung?

Nein, in der Regel nicht. Bitte beachten Sie unseren Ratgeber zum Thema Kündigungsmöglichkeiten.

Wohin kann ich mich bei Problemen noch wenden?

Wird keine Einigung mit dem Anbieter erzielt, kann in Einzel­fällen die Anrufung der Bundes­netz­agentur (BNetzA) sinnvoll sein. Das Schlichtungs­verfahren wird in der Regel als schrift­liches Verfahren durchgeführt. Die Schlichtungs­stelle kann jedoch die Durch­führung einer münd­lichen Ver­handlung beschließen. Das Schlichtungs­verfahren ist grund­sätzlich kosten­pflichtig. Die Gebühr beträgt mindestens 25 Euro und richtet sich nach dem Wert des Streit­gegen­standes.

An dieser Stelle danken wir Rechtsanwalt Björn Gottschalkson für die Unter­stützung bei der Erstel­lung dieser Infoseite.

Allgemein

Bitte haben Sie Ver­ständnis, dass wir von teltarif.de Rechts­beratung weder erteilen können noch dürfen. Mit konkreten Einzel­fragen wenden Sie sich bitte an einen Anwalt oder eine Verbraucherzentrale. Gerne können Sie sich auch mit anderen Nutzern im unten­stehenden Forum zum Thema austauschen.

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Inhaltsverzeichnis:

  1. Was tun bei falscher Abrechnung?
  2. So sollten Sie konkret vorgehen