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06.04.2018 - 17:46
Warnung

Intel warnt vor seiner eigenen App zur PC-Fernsteuerung

Unsichere Smartphone-App sollte gelöscht werden

Intels Remote-Keyboard-App "Remote Keyboard" zur Fernsteuerung von PC-Tastaturen und -Mäusen weist nach Angaben des Unternehmens schwere Sicherheitslücken auf. Die App sollte daher von Smartphones und Tablets gelöscht werden. Intel zufolge besteht die Gefahr, dass Angreifer aus der Ferne Tastatureingaben manipulieren oder Schadcode auf den Rechner schleusen könnten. Aus den App-Stores von Google und Apple hat Intel die Anwendungen bereits entfernt - und will die Software auch nicht mehr aktualisieren, sondern komplett einstellen.

Vor einigen Wochen ist Intel mit den schweren Sicherheitslücken Meltdown und Spectre negativ aufgefallen.

dpa /


16.03.2018 - 17:19
Sicherheitsupdate

Intel patcht Meltdown und rüstet kommende CPUs gegen Spectre

Update für alle aktuellen Intel-CPUs

Intel-CPU-Wafer mit sicheren Chips

Intel-CPU-Wafer mit sicheren Chips
Intel

Das Jahr 2018 begann für den Halbleiterfertiger Intel nicht besonders gut, da gravierende Sicherheitslücken in den hauseigenen Prozessoren entdeckt wurden. Seitdem herrscht Alarmbereitschaft für Endanwender und Unternehmen, die Rechner auf Intel-Basis in Betrieb haben. Doch der kalifornische CPU-Spezialist legte sich in den vergangenen Monaten ins Zeug, um die Schwachstellen der Prozessoren zu beheben. Wie Intel-Chef Brian Krzanich in einer Pressemitteilung verlautbart, stehen mittlerweile für alle Zentraleinheiten, die innerhalb der letzten fünf Jahre erschienen, Updates zur Verfügung, die das Meltdown-Problem beheben. Künftige CPUs werden zudem auf Hardware-Basis gegen Spectre abgesichert.

Intel stellt Updates gegen Meltdown zur Verfügung

Als Marktführer der CPU-Branche stand Intel besonders unter Druck, als Anfang 2018 Google Project Zero auf zwei gefährliche Sicherheitslücken der Core- und Xeon-CPUs aufmerksam machte. Die Daten von Privatanwendern und Firmen sind durch diese in Gefahr, so können Hacker unter anderem Passwörter der Betroffenen auslesen. Brian Krzanich beteuert in einer aktuellen Pressemitteilung, dass man zusammen mit tausenden Beschäftigten der gesamten IT-Branche unermüdlich an einer Lösung gearbeitet habe. Im Januar versprach die Intel-Führungskraft "absolute Kundenorientierung, transparente und zeitnahe Kommunikation sowie kontinuierlichen Schutz". Mit der heutigen Mitteilung möchte der CEO zeigen, dass man alles macht, um dieses Versprechen einzuhalten. "Wir haben inzwischen Microcode-Updates für 100 Prozent aller Intel-Produkte bereitgestellt, die in den letzten fünf Jahren auf den Markt gekommen sind und die Schutz im Hinblick auf die von Google entdeckte Verwundbarkeit der Seitenkanal (side channel) Methode benötigen", verkündet Krzanich. Er fordert alle Nutzer dazu auf, ihr System mit dem passenden Update zu aktualisieren. Meltdown, auch als Variante 1 bezeichnet, soll damit geflickt sein.

Kommende CPUs sind vor Spectre gewappnet

Während sich das Meltdown-Problem via Software adressieren lässt, scheint bei Spectre nur eine Hardware-Schutzmaßnahme zu greifen. Intel habe Änderungen am Prozessordesign vorgenommen, die den Anwender vor Variante 2 und 3 (Spectre) schützen sollen. "Die Partitionierung kann man sich als eine zusätzliche 'Schutzwand' zwischen Anwendungen und Bereichen, die dem Nutzer vorbehalten sind, vorstellen", wird in der Pressemitteilung erklärt. Besagte Änderungen kommen in den Xeon Scalable CPUs und in der achten Core-Generation zum Einsatz. Intel plant, die neuen Prozessoren in der zweiten Jahreshälfte 2018 auszuliefern.


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