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14.06.2018 - 15:10
Fernsehen

Das bessere Fernsehen: IPTV vs. Sat-Empfang

Netzbetreiber setzen auf gemanagte IPTV-Lösung

Unternehmen wie ABOX42, Ocilion, Zattoo oder M7 präsentieren auf der ANGA Com ihre IPTV-Lösungen für Netzbetreiber, die keine eigene TV-Plattform entwickeln können oder wollen. Die Anforderungen an den Betrieb und die Pflege eines IPTV-Systems steigen kontinuierlich und nicht jeder Netzbetreiber verfügt über die notwendige Manpower oder das technische Know-how, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Dennoch wollen sie sich vom Wettbewerb abheben.

Anga Com, Kühberger, Ocilion

Ocilion-Geschäftsführer Hans Kühberger ist sich sicher: Replay wird ein Differenzierungsmerkmal zum Sat-Empfang
MH Media

Da viele dieser Netzbetreiber ihre Netze in länd­lichen Regionen ausbauen, konkurrieren sie speziell mit dem Satellitenempfang, der bis auf die Anschaf­fungskosten für die Hardware keine weiteren Kosten verursacht. Der Sat-Empfang bietet jedoch nur lineares Fernsehen, wohingegen die Netzbetreiber mit einer IPTV-Lösung neben Video-Inhalten auf Abruf auch zusätzliche Funktionen wie Aufnahmen in der Cloud (NetPVR), Neustart einer laufenden Sendung (Restart) oder das erneute Ansehen einer bereits beendeten Sendung (Replay) anbieten können. "Replay wird ge­genüber Satelliten-TV ein Differenzierungsmerkmal und Treiber für den Glasfaserausbau sein", sagte Hans Kühberger, Geschäftsführer von Ocilion IPTV Tech­nologies, auf der ANGA Com in Köln.

Content bleibt King

Anga Com, Heinkele, Eviso, M7

Eviso-Chef Christian Heinkele warnt vor der Komplexität des Rechteerwerbs
MH Media

Die Branche ist sich sicher: Der Nutzer fragt derartige Funktionen nach. Bereits seit 2009 gibt es die Replay-Funktion in der Schweiz. "Heute nutzt die Hälfte der Schweizer Haushalte Replay", erklärt Kühberger. Doch auch wenn solche Features an Bedeutung gewinnen werden, bleibt der Content der entscheidende Faktor. "Content gewinnt den Kunden, neue Features halten ihn", brachte es Christian Heinkele auf den Punkt. Der Managing Director des M7-Business­partners Eviso Germany wies jedoch gleichzeitig darauf hin, dass neue Technologien die Komplexität des Rechteerwerbs weiter steigern, der gerade in Deutsch­land sehr kompliziert ist. "Wenn man es sauber macht, erhält man einen neuen Upselling-Pfad", nannte indes Gernot Jaeger, Chief Officer B2B TV Solutions bei Zattoo, einen Vorteil wie etwa Angebote für verschiedene Aufnahmekapazitäten.

Jaeger warnte bei der Diskussion in Köln jedoch vor Schnellschüssen, da sich der Markt für IPTV-Produkte, die auf kleine und mittelständische Netzbetreiber abzielen, noch konsolidieren werde. "Der Netzbetreiber muss also einen Partner wählen, der diese Konsolidierung überlebt", gab der Zattoo-Manager auf der ANGA Com zu bedenken.


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Marc Hankmann

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