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14.01.2019 - 09:15
Über den Wolken

Lufthansa FlyNet im Test: Internet-Zugang sehr unzuverlässig

Verfügbarkeit im Laufe der Jahre immer schlechter

Inhaltsverzeichnis:

  1. Luft­hansa FlyNet auspro­biert
  2. Foto-Austausch proble­ma­tisch
  3. Alles auf einer Seite lesen

Es ist ganz sicher eine tech­ni­sche Meis­ter­leis­tung, einen WLAN-Inter­net­zu­gang ins Flug­zeug zu bringen, das gerade den Atlantik über­quert und demnach nur über Satellit ange­bunden werden kann Luft­hansa macht das seit vielen Jahren mit FlyNet. Die Technik kommt dabei von Pana­sonic Avio­nics, Tarife und Abrech­nung liegen in der Verant­wor­tung der Deut­schen Telekom.

Wir haben FlyNet in den vergan­genen Jahren mehr­fach getestet. Die Erfah­rungen waren dabei sehr unter­schied­lich. Vor fünf Jahren stand erst gar kein voll­wer­tiger Internet-Zugang zur Verfü­gung. HTTPS-Verbin­dungen, wie sie schon damals bei vielen Webseiten Stan­dard waren, kamen nicht zustande und auch Dienste, die zum Teil erreichbar waren (WhatsApp, Face­book, E-Mail) fielen im Laufe der Reise von Los Angeles nach Frank­furt am Main immer wieder aus.

Lufthansa FlyNet ausprobiert

Lufthansa FlyNet ausprobiert
Foto: teltarif.de

Weitere Tests

Vor zwei Jahren haben wir - eben­falls auf Flügen zwischen Frank­furt am Main und Los Angeles - einen weiteren Test durch­ge­führt. Auf dem Hinflug war die Internet-Nutzung recht stabil, während sich auf dem Rück­flug die Ausfälle der Daten­ver­bin­dung gehäuft hatten. Im Oktober und am vergan­genen Freitag waren wir nun zwischen Frank­furt am Main und Houston in Texas unter­wegs und haben Luft­hansa FlyNet erneut auspro­biert. Dazu diente jeweils ein Apple iPhone XS Max, das wir mit dem Telekom-FlyNet-Hotspot verbunden haben.

Die beim ersten Test 2014 beob­ach­tete Einschrän­kung, dass verschie­dene Ports offenbar nicht frei­ge­schaltet sind, gab es bei unserem weiteren Gehver­su­chen mit dem Internet-Zugang im Flug­zeug nicht mehr. Zumin­dest in der Theorie sind demnach alle Internet-Dienste verfügbar. Das gilt selbst für die WLAN-Tele­fonie, die mit SIM-Karten der Deut­schen Telekom und von T-Mobile US möglich war (wenn auch offi­ziell nicht gerne gesehen).

Zuver­läs­sig­keit nimmt weiter ab

Verbindung mit dem Hotspot problemlos möglich

Verbindung mit dem Hotspot problemlos möglich
Foto: teltarif.de

Auf beiden Reisen mussten wir aller­dings die Erfah­rung machen, dass die Zuver­läs­sig­keit der Internet-Zugangs über den Wolken weiter abge­nommen hat. Direkt nach Errei­chen der Reise­flug­höhe, als FlyNet zur Verfü­gung stand, war der Online-Zugang recht gut. Knapp 6 MBit/s im Down­stream standen bereit, aller­dings nur etwa 70 kBit/s im Upstream. Die Ansprech­zeiten um 570 ms sind für die Satel­li­ten­technik durchaus in Ordnung.

Beim Flug über Deutsch­land, die Nieder­lande, Groß­bri­tan­nien und Irland konnten wir problemlos im Internet surfen, Nach­richten über die Messenger WhatsApp und Tele­gram austau­schen und sogar - mit sehr wenigen Ausset­zern - Inter­net­radio (Stream in MP3 mit 128 kBit/s) hören. Auch der Versand und Empfang von Text-E-Mails klappte sehr gut.

Auf Seite 2 lesen Sie, wann der Internet-Zugang an Perfor­mance verlor und welche Erfah­rungen wir im weiteren Verlauf der Flüge gemacht haben.

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