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06.11.2019 - 18:33
Netzabdeckung

So will die CSU Funklöchern an den Kragen gehen

Netzbetreiber und Bahn in die Pflicht nehmen

Der Ausbau der deut­schen Mobil­funk­netze ist im euro­päischen Vergleich nach wie vor schlecht. Vor allem in länd­lichen Regionen gibt es weiterhin Orte, an denen gar kein Handy­netz zur Verfü­gung steht, die Versor­gung inner­halb von Gebäuden schwä­chelt oder der mobile Internet-Zugang kaum nutzbar ist, weil nur das GSM-Netz verfügbar ist.

Nun will die CSU in Bayern für eine bessere Netz­abde­ckung sorgen. So setzt sich die Frak­tion der Partei im Baye­rischen Landtag per Dring­lich­keits­antrag dafür ein, dass die Netze in Zukunft leis­tungs­fähiger werden. Den Angaben zufolge sollen künftig auch Stand­orte wie Verkehrs­schilder, Ampeln und Stra­ßenla­ternen für die Instal­lation von Mobil­funk-Basis­stationen genutzt werden.

Der CSU ist es offenbar auch bewusst, dass es für die Netz­betreiber immer schwie­riger wird, Stand­orte zu finden, die für eine Sende- und Empfangs­anlage in Frage kommen. Hier sollen geeig­nete staat­liche Liegen­schaften und die Gleis­anlagen der Bahn stärker einbe­zogen werden. Gemeinsam mit den kommu­nalen Spit­zenver­bänden sollen Lösungen gefunden werden, wie sich kommu­nale Gebäude - zum Beispiel Rathäuser - eben­falls nutzen lassen.

Verpflich­tendes National Roaming als Option?

CSU will Funklöcher schließen

CSU will Funklöcher schließen
Foto: teltarif.de

"Sich nur auf weiße Flecken zu konzen­trieren reicht nicht. Wir erwarten, dass die Staats­regie­rung Netz­betreiber und Bahn in die Pflicht nimmt, damit es bei der Schlie­ßung von Versor­gungs­lücken im Mobil­funk schneller vorwärts geht", sagt Sandro Kirchner, der Vorsit­zende des Wirt­schafts­ausschusses.

Gerade Mittel­ständler auf dem Land seien auf leis­tungs­fähige Kommu­nika­tions­netze ange­wiesen. "Wir fordern die Netz­betreiber auf, Koope­rationen unter­einander zu reali­sieren, um die Mobil­funk-Abde­ckung in Bayern zu verbes­sern. Andern­falls müssen wir weit­grei­fende verpflich­tende Möglich­keiten des National Roaming prüfen", so Kirchner weiter.

Ampeln oder Stra­ßenla­ternen seien vor allem für den 5G-Ausbau eine Option, um kleine, kompakte Funk­zellen als Ergän­zung zu Dach­stand­orten aufzu­bauen. Diese Small Cells sollen dazu beitragen, dass die Kunden auch an stark frequen­tierten Plätzen wie Bahn­höfen oder Fußgän­gerzonen schnell im Internet surfen können. Vom Bund fordert die CSU, sich für einen besseren Mobil­funk­ausbau an Bahn­stre­cken einzu­setzen. Vor allem schnelle und unbü­rokra­tische Geneh­migungen für den Aufbau von Netz-Infra­struktur in Sicher­heits­berei­chen seien erfor­derlich.

In einem aufschluss­reichen TV-Bericht zeigt der RBB, was ein Funk­loch für Auswir­kungen auf das Dorf Prötzel in Bran­denburg hat.

Und in einer weiteren Meldung haben wir den 5G-Ausbau bei Telekom und Voda­fone mitein­ander vergli­chen.


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