mobil.teltarif.de
Suche Desktop-Version
Menü
31.05.2019 - 10:16
Das Lange

Motorola One Vision mit 21:9-Display und Punch-Hole im Test

Auffällig: Das lang gezogene Full-View-Display

Inhaltsverzeichnis:

  1. Test: Moto­rola One Vision
  2. Kamera und Fazit

Viele Smart­phones mit 21:9-Display gibt es noch nicht. Wer sich dafür inter­essiert, wird sich wohl in den Lagern von Sony umschauen. Ein Beispiel dafür ist das Modell mit der Bezeich­nung Xperia 1. Wir konnten uns das Gerät auf dem dies­jährigen Mobile World Congress in Barce­lona bereits in einem Hands-on anschauen.

Das Sony Xperia 1 ist mit seiner 950-Euro-UVP aller­dings kein Schnäpp­chen. Wer nicht so viel Geld ausgeben will, aber das 21:9-Format anspre­chend findet, kann einen Blick auf das Moto­rola One Vision werfen. Der Hersteller bietet ein Mittel­klasse-Gerät mit eben diesem Format an. Zudem betont er, dass es das erste Smart­phone-Display mit 21:9 und Punch-Hole ist.

Auf den ersten Blick erscheint das Format gewöh­nungs­bedürftig, weil das Panel recht lang­gezogen ausschaut. Auch beim zweiten Blick ändert sich daran nichts. Im direkten Vergleich sind Modelle wie das Samsung Galaxy S10+ in der Breite sichtbar fülliger.

Zum Test lag uns das Moto­rola One Vision in der Farb­vari­ante Sapp­hire Gradient vor (Erschei­nungs­bild: dunkles, schim­merndes Blau). Daneben ist noch die Farb­vari­ante Bronze Gradient exis­tent. Das Moto­rola One Vision ist ab sofort zu einer unver­bind­lichen Preis­empfeh­lung von 299 Euro vorbe­stellbar. Vorbe­stel­lungen bis zum 2. Juni wird ohne Aufpreis Moto­rolas In-Ear-Kopf­hörer Moto­rola "Verve Buds 500" hinzu­gefügt.

Im nach­folgenden Test­bericht lesen Sie, wie sich das Smart­phone in der Praxis schlägt.

Hand­ling und Display

Die Blickwinkelstabilität des 21:9-Panels

Die Blickwinkelstabilität des 21:9-Panels
Bild: teltarif.de

Das 21:9-Format begüns­tigt ein ange­nehmes Hand­ling. Das 6,3 Zoll-Display mit FullHD+-Auflö­sung liegt ange­nehm in der Hand. Ein Vorteil des Formats ist der einhän­dige Betrieb. Ausführ­liches Tippen von Messenger-Nach­richten ist zwar nach wie vor bei einem Phablet-Panel eher die Ausnahme, kurze Nach­richten sind mit dem Moto­rola One Vision aber durchaus komfor­tabel drin.

Beim Surfen auf Webseiten oder Scrollen in Apps, wie zum Beispiel Insta­gram, nutzten wir im Rahmen des Tests kaum noch die zweite Hand, weil durch die Schlank­heit des Moto­rola-Smart­phones ein leich­teres Umgreifen zur Navi­gati­onsleiste möglich ist.

Das Display zeigt sich bei Farb­darstel­lung und Kontrast nicht weiter auffällig. Farben erscheinen natür­lich, was sich auch an einem sehr guten Delta-E-Wert von 4,91 wider­spie­gelt. Zur Erklä­rung: Je kleiner der Wert ist, desto näher liegt die Darstel­lung am Ideal.

Das Motorola One Vision im Streaming-Test

Das Motorola One Vision im Streaming-Test
Bild: teltarif.de

Mit dem Wert knapp unter 5 schafft es das Moto­rola One Vision zwar nicht in unsere Top-10-Liste der Smart­phones mit der besten Farb­darstel­lung 2019, kann sich aber beispiels­weise vor einige Samsung-Modelle setzen. So erreichte das Galaxy S10 in unserem Test "nur" einen Wert von 7,95.

Die schmalen Display­ränder des Moto­rola One Vision sind insge­samt gut und fallen an den Seiten nicht weiter störend ins Gewicht. Der untere Display­rand ist wie zu erwarten etwas breiter. Sehr schön ist hier, dass Moto­rola auf den "Moto­rola"-Schriftzug verzichtet hat. Der ist bei anderen Modellen des Herstel­lers mitunter ziem­lich domi­nant.

Der obere Display­rand ist zwar nicht fili­gran, ist ange­sichts der Inte­gration der Selfie­kamera in Form eines Punch-Holes in der linken oberen Ecke aber akzep­tabel. Einziges Manko ist der recht große Durch­messer des Kame­ralochs: 7 Milli­meter stehen deut­lich hervor. Und wenn man beim Streamen im Quer­format das Kame­ramodul nicht mit dem Daumen abde­cken will, so bleibt die Selfie­kamera ein wenig störend zurück. Umset­zungen wie beispiels­weise im Honor View 20 sind da deut­lich zurück­haltender.

Zum Vergleich: Rechts das Punch-Hole des Motorola One Vision, links das des Honor View 20

Zum Vergleich: Rechts das Punch-Hole des Motorola One Vision, links das des Honor View 20
Bild: teltarif.de

Im Hellig­keits­test haben wir einen Wert von 397 cd/m² gemessen. Dabei handelt es sich um einen durch­schnitt­lichen Wert. Aktuell kommen in unserem Test­verfahren nur Samsung-Geräte auf einen Wert von weit über 700, wodurch sie sich die Panels auch bei stär­keren Licht­umge­bungen noch gut ablesen lassen. Bei direkter Sonnen­einstrah­lung wird es beim Moto­rola One Vision schon etwas proble­matisch.

Aller­dings muss man erwähnen, dass es sich im Vergleich zu Premium-Geräten wie dem aktu­ellen OnePlus 7 Pro, bei dem wir 456 cd/m² gemessen haben, nicht verste­cken muss. Test-Sieger der Smart­phones mit dem hellsten Display 2019 ist aktuell das Samsung Galaxy S10+.

Tele­fonie, Sound und Sensoren

Linke Gehäuseseite: Kartenslot

Linke Gehäuseseite: Kartenslot
Bild: teltarif.de

Bei einem Test-Tele­fonat schnitt das Moto­rola One Vision gut ab. Die Klang­qualität der Stimme unseres Gesprächs­part­ners war klar, auch die Laut­stärke war mehr als ausrei­chend. Das gilt auch für die Frei­sprech-Tele­fonie. Der Mono-Laut­spre­cher lieferte im Sound­test ein über­raschend gutes Ergebnis ab. Wir hörten uns den Country-Song "A country boy can survive" von Hank Williams Jr. in verschie­denen Laut­stärken an. Gesamt­laut­stärke und Klang­qualität waren sehr gut.

Der Finger­abdruck­sensor auf der Rück­seite ist gut plat­ziert. Der könnte zwar ein wenig flotter reagieren, funk­tionierte im Test aber stets zuver­lässig. Das gleiche gilt auch für die Methode der Gesichts­entsper­rung - zuver­lässig ja, könnte aber einen Tacken schneller sein.

Kamera und Fazit

Was die natür­liche Farb­darstel­lung angeht, kann die Haupt­kamera bei gutem Licht über­zeugen. Das wird insbe­sondere bei der Betrach­tung unserer Test-Rose deut­lich, deren Darstel­lung Detail­reichtum offen­bart. Die geraute Struktur der Hinter­grund­tapete ist im Großen und Ganzen gut zu erkennen, erweist sich jedoch beson­ders am Bild­rand stark über­zeichnet. Um die Farb­quadrate herum lassen sich stel­lenweise unschöne, schwarze Umrah­mungen blicken.

Dual-Kamera und Fingerabdrucksensor

Dual-Kamera und Fingerabdrucksensor
Bild: teltarif.de

Die Königs­diszi­plin für eine Smart­phone-Kamera ist das Bril­lieren bei schlechtem Licht. Das Ergebnis beim Moto­rola One Vision zeigt sich jedoch stark verrauscht und detailarm. Die Farb­quadrate lassen sich aber dennoch erkennen, wenn­gleich sich das braune Farb­quadrat stark an das schwarze annä­hert.

Die Kamera-App bietet einen eigenen Nacht­modus für Aufnahmen unter schlechten Licht­bedin­gungen. Die Darstel­lung im Labor zeigt einen sehr starken Kontrast und verzerrt extrem die Farb­darstel­lung sowohl der Quadrate als auch der Test­rose. Zudem ist der Hinter­grund stark verrauscht. Wir probierten den Modus aber auch in freier Wild­bahn aus. Hier lässt sich das Ergebnis als deut­lich besser einordnen, wir können sogar sagen, dass der Nacht­modus über­raschend gut arbeitet.

Untere Gehäuseseite: USB-Typ-C-Anschluss und Lautsprechergrill

Untere Gehäuseseite: USB-Typ-C-Anschluss und Lautsprechergrill
Bild: teltarif.de

Die Test­fotos haben wir im Original ange­hängt, damit Sie sich selbst ein Bild von der Kame­raleis­tung des Moto­rola One Vision machen können. Auf dem vierten Test­bild der Haupt­kamera ist links die Aufnahme mit auto­mati­scher Kame­raein­stel­lung zu sehen und rechts die Aufnahme mit einge­stelltem Nacht­modus.

Eine natür­liche Farb­darstel­lung bei guten Licht­bedin­gungen schafft auch die Front­kamera. Sowohl Haare, Haut­farbe und die buten Farben des Hals­tuchs unserer Test­puppe werden weit­gehend getreu wieder­gegeben. Einzig die raue Struktur der Hinter­grund­tapete ist gerade im oberen Bereich stark weich gezeichnet. Bei Dunkel­heit werden zumin­dest Haut­farbe und Hals­tuch so gerade noch brauchbar wieder­gegeben - Haare und Hinter­grund sind aber viel zu dunkel.

Auch die Bilder der Selfie­kamera haben wir für Sie im Original ange­hängt.

Konnek­tivität, Tasten und Akku

An der rechten Gehäus­eseite sind die Funk­tions­tasten ange­bracht. Der Home­button befindet sich unter­halb der Laut­stär­kewippe und ist gut mit dem Daumen der rechten Hand zu errei­chen. Um die Laut­stär­kewippe zu errei­chen, muss man mit dem Daumen zwar hoch­rutschen. Auch hier unter­stützt das schlanke Design aber weiterhin eine komfor­table Bedie­nung.

Rechte Gehäuseseite: Powerbutton und Lautstärkewippe

Rechte Gehäuseseite: Powerbutton und Lautstärkewippe
Bild: teltarif.de

Auf der rechten Seite befindet sich der SIM-Karten­slot, der entweder Platz für zwei Nano-SIM-Karten oder eine Nano-SIM-Karte und eine microSD-Karte bietet. Die interne Spei­cher­kapa­zität von 128 GB lässt sich so mit einem Modul von maximal 2 TB erwei­tern. Zumin­dest in der Theorie.

Auf der Ober­seite steht dem Nutzer ein klas­sischer 3,5 mm-Klin­kenan­schluss zur Verfü­gung, unten sind ein USB-Typ-C-Anschluss und ein Laut­spre­cher­grill vorhanden.

Motorola One Vision
DatenblattTest ]

Moto­rola punk­tete in der Vergan­genheit mit teils spit­zenmä­ßigen Akku­lauf­zeiten in unserem Test­verfahren. In unserer Top-10-Liste der Smart­phones mit der besten Akku­lauf­zeit 2019 ist der Hersteller gleich vier Mal vertreten und kann mit dem Moto­rola G7 Power und einer sagen­haften Lauf­zeit von fast 17 Stunden den ersten Platz einheimsen. Ange­sichts solcher Leis­tungen enttäu­schen die sieben­einhalb Stunden des 3500 mAh fassenden Akkus des Moto­rola One Vision.

Fazit

Das Moto­rola One Vision ist ein gutes Mittel­klasse-Smart­phone mit 21:9-Display und entspre­chend schlankem Design. Damit liegt das Gerät gut in der Hand und versprüht mit seiner Glas-Rück­seite Premium-Optik. Die Inte­gration der Selfie­kamera in das Display erweist sich als 2019er-Trend. Nur ist die Ausspa­rung beim Moto­rola-Smart­phone ziem­lich groß, was sicher­lich von dem ein oder anderen Nutzer als Stör­faktor wahr­genommen werden wird.

Punk­teten Moto­rola-Smart­phones in der Vergan­genheit mit einer guten Akku­lauf­zeit in unserem Test­verfahren, ist das Ergebnis beim Moto­rola One Vision enttäu­schend. Lobens­wert sind dagegen der gut klin­gende Mono­laut­spre­cher und die Foto­qualität bei guten Licht­verhält­nissen.

teltarif.de Motorola One Vision

PRO
CONTRA
Testzeitpunkt:
05/2019
Motorola One Vision
Testurteil
gut (2,0)
Preis/Leistung: 1,4

Vorläufige Einzelwertung

alles ausklappen
Gesamtwertung 80 %
gut (2,0)

Weitere Handytests bei teltarif.de

Mehr zum Thema Bildschirm

Inhaltsverzeichnis:

  1. Test: Moto­rola One Vision
  2. Kamera und Fazit

[Newsübersicht] RSS [Newsversand]