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11.09.2019 - 14:34
Ausbau Ost

Schnelleres Internet für 12.000 Haushalte in Südbrandenburg

Insgesamt 600.000 Anschlüsse beschleunigt

Rund 12.000 weitere Haus­halte in Südbran­denburg können künftig schneller im Internet surfen. Die Deut­sche Telekom hat dafür nach eigenen Angaben in den Land­kreisen Dahme-Spree­wald, Ober­spree­wald-Lausitz und Spree-Neiße 400 Kilo­meter Glas­faser verlegt. Außerdem seien 180 Verteiler neu aufge­stellt oder mit moderner Technik aufge­rüstet worden, teilte das Unter­nehmen am Mitt­woch in Burg mit.

Spree­wald gibt Gas

Breitbandausbau Telekom

Auch in Südbrandenburg ist das Internet der Telekom schneller geworden.
Deutsche Telekom

Mit der Inbe­trieb­nahme des schnellen Inter­nets im Spree­wald wurde nach Angaben des Bran­denburger Wirt­schafts­minis­teriums auch das Landes­programm "Bran­denburg - Glas­faser 2020" abge­schlossen. Damit sei der Breit­band­zugang im Land deut­lich verbes­sert worden, erklärte Wirt­schafts­minister Jörg Stein­bach (SPD). Nur wer über eine moderne digi­tale Infra­struktur verfüge, sei auch attraktiv für Fami­lien und Unter­nehmen, so der Minister.

Mit dem Landes­programm wurden in Bran­denburg rund 7.000 Kilo­meter Glas­faser verlegt - das entspricht in etwa der Entfer­nung von Berlin bis Miami. Mit der Glas­faser werden die Multi­funk­tions­gehäuse (MFG) am Stra­ßenrand ange­steuert (Fach­begriff FTTC) Fast 1.900 neue Verteiler wurden aufge­stellt. Nach dem Verteiler geht es derzeit über das klas­sische bereits vorhan­dene Kupfer­kabel zum Kunden (Vecto­ring-DSL). In einem späteren Schritt kann die Glas­faser dann von den Vertei­lerkästen direkt zum Kunden gelegt werden.

Von der aktu­ellen Band­brei­tener­höhung profi­tieren insge­samt rund 227.000 Haus­halte. Weitere rund 370.000 Haus­halte hat die Telekom "eigen­wirt­schaft­lich" (also ohne staat­liche Förde­rung) ausge­baut. Somit haben in den zurück­liegenden Jahren in Bran­denburg insge­samt fast 600.000 Haus­halte höhere Band­breiten erhalten.

Im neuen Netz sind nach Angaben der Telekom Tele­fonieren, Surfen und Fern­sehen gleich­zeitig möglich. Das maxi­male Tempo beim Herun­terladen steigt auf bis zu 100 MBit/s, beim Hoch­laden auf bis zu 40 MBit/s.

Schnelles Internet kommt nicht auto­matisch

Kunden, die in den umge­rüsteten Regionen leben, erhalten das schnel­lere Internet nicht auto­matisch! Wer die höhere Geschwin­digkeit will, muss seinen Vertrag umstellen, was nicht unbe­dingt teurer als bisher sein muss. Auf der Webseite www.telekom.de/schneller kann geprüft werden, welche Geschwin­digkeiten voraus­sicht­lich vor Ort möglich sind oder man sucht den nächst­gele­genen Telekom-Laden ("T-Punkt") oder Partner-Shop auf. Kunden eines alter­nativen Fest­netz­anbie­ters, der seine Leis­tungen über die Leitungen der Telekom bezieht, müssen den alter­nativen Anbieter anspre­chen. Kann (oder will) dieser kein schnel­leres Internet liefern, käme nur ein Wechsel zur Telekom infrage, wobei die Rest-Vertrags­lauf­zeiten des alten Anbie­ters zu berück­sich­tigen sind. Dabei kündigt man nicht beim alten Anbieter, sondern lässt das den neuen Anbieter machen. Andern­falls kann der Wechsel unnötig verkom­pliziert werden.

Kunden, die ihre Internet-Versor­gung über TV-(Koax-)Kabel beziehen, sind von den Umbau­maßnahmen der Telekom nicht betroffen, d.h. ihr Internet wird dadurch nicht schneller (aber auch nicht lang­samer). Höhere Geschwin­digkeiten sind erst dann zu erwarten, wenn der Kabel-TV-Anbieter sein eigenes Netz umrüstet.

Flaschen­hals Inhouse-Versor­gung

Die tech­nisch vor Ort mögliche Geschwin­digkeit kommt auch nur dann auf dem heimi­schen PC oder Laptop an, wenn dieser über ein LAN-Kabel direkt mit dem Router im Haus verbunden ist. Sobald WLAN (Wire­less = Funk) ins Spiel kommt, müssen je nach Frequenz­bele­gung und Entfer­nung deut­liche Einbußen in Kauf genommen werden. Wenn der Laptop oder das Handy das 5 GHz Band für WLAN beherr­schen, sollte dieses Band genutzt werden. Dort sind die Reich­weiten geringer, die Geschwin­digkeit (Band­breite) aber höher. Verbes­serung kann auch ein MESH-WLAN bringen, wie es Hersteller wie AVM ("Fritz!Box") oder die Telekom ("Speed­port" Serie) anbieten. Unglück­licher­weise ist "MESH" nicht genormt und kann seine Stärken nur dann ausspielen, wenn alle Geräte vom glei­chen Hersteller stammen.


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mit Material von dpa

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