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14.05.2019 - 18:00
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OnePlus 7 Pro mit Pop-up-Kamera im Test (mit Video)

Kamera und Test­bilder

Eine Triple-Kamera in einem Premium-Smart­phone ist derzeit nahezu Stan­dard. Wichtig ist aber nicht, dass eine Smart­phone-Kamera über­haupt über ein drittes Objektiv verfügt, sondern ob die Kamera grund­sätz­lich solide Leis­tung erbringt.

Das Haupt­objektiv des OnePlus 7 Pro brüstet sich mit einem Sony-IMX586-Sensor mit 48 Mega­pixeln (Blende: f/1.6), das Tele-Modul hat 8 Mega­pixel (Blende: f/2.4) und der Ultra-Weit­winkel-Sensor stellt eine 16 Mega­pixel-Auflö­sung (Blende: f/2.2) bereit. Hier ist ein Winkel von 117° möglich.

Wir schossen mit der Kamera unsere obli­gato­rischen Test­fotos im Labor. Bei gutem Licht liefert das System ein gutes Ergebnis ab. Schön ist, dass die Darstel­lung, klar, also nicht verrauscht, und sehr detail­reich ist. Details werden beson­ders bei der Betrach­tung der Test-Rose sichtbar. Gerade die Blüten­stängel sind diffe­renziert vonein­ander darge­stellt, was sich auch beim mehr­maligen Herein­zoomen in das Bild nicht ändert.

Die grob­körnige Struktur des Hinter­grunds wird eben­falls getreu wieder­gegeben. Positiv fällt auf, dass die Ecken nur ganz leicht weich gezeichnet sind. Insge­samt könnte die Farb­darstel­lung aber etwas kräf­tiger sein. Sowohl die helleren Farb­quadrate als auch die Rosen-Blüte wirken doch ein wenig blass. Letzt­lich ist es aber Geschmack­sache. Smart­phone-Kameras, die eine sehr kräf­tige Darstel­lung produ­zieren, haben oft ein künst­liches Farb­ergebnis.

Leis­tung bei schlechtem Licht

Nehmen die Licht­verhält­nisse ab, schafft es die Kamera des OnePlus 7 Pro eben­falls ein gutes Ergebnis abzu­liefern. Das zeigt sich beson­ders an der Darstel­lung der Farb­quadrate. Diese sind sehr gut zu erkennen (beson­ders ist das braune von dem schwarzen gut zu unter­scheiden) und kommen in natür­lichem Farbton rüber. Glei­ches gilt auch für die Test-Rose, die trotz des schlechten Lichts immer noch viele Details offen­bart.

Die körnige Struktur des Hinter­grunds ist gut zu erkennen, die Gesamt­darstel­lung ist sehr rauscharm. Die Seiten­bereiche des Fotos sind bei schlechtem Licht deut­lich weicher gezeichnet. Das ist jedoch Kritik auf sehr hohem Niveau.

Das Triple-Kamerasystem

Das Triple-Kamerasystem
Bild: teltarif.de

Die Kamera-Soft­ware bietet auch einen spezi­ellen Nacht­modus an. Der Modus nennt sich Night­scape 2.0 und soll weniger Bild­rauschen bei schlechten Licht­verhält­nissen garan­tieren. Die Belich­tungs­zeit hat sich laut Hersteller im Vergleich zum inte­grierten Nacht­modus beim OnePlus 6T von drei Sekunden auf zwei Sekunden redu­ziert. Wir haben die gleiche Aufnahme unter schlechtem Licht auch im Nacht­modus gemacht.

Was die Farb­darstel­lung und die Details angeht, leistet die Kamera-KI ein sehens­wertes Ergebnis. Die Farb­quadrate und die Blüte der Test-Rose sind nach wie vor sehr natür­lich und diffe­renziert vonein­ander erkennbar. Erstaun­lich ist, dass insge­samt das Ergebnis aufge­hellt wird, ohne die kräf­tigen Farben der Quadrate zu zerstören. Die hellere Darstel­lung des Hinter­grunds ist eben­falls hervor­zuheben, die weiße Farbe kommt mehr zur Geltung und behält gleich­zeitig ihre Natür­lich­keit. Nur offen­bart der Hinter­grund noch wenig von seiner körnigen Struktur. Der größte Teil ist geglättet.

Die Test­bilder haben wir für Sie im Original ange­hängt, damit Sie sich selbst ein Bild von der Kame­raleis­tung des OnePlus 7 Pro machen können.

Über die Labor-Test­fotos hinaus haben wir noch weitere Bilder mit der Haupt­kamera in freier Wild­bahn gemacht. Außerdem haben wir mit den auto­mati­schen Einstel­lungen der Kamera unter schlechten Bedin­gungen foto­grafiert und anschlie­ßend in glei­chem Setting den spezi­ellen Nacht­modus einge­setzt. Alle Bilder haben wir im Original zur Anschauung bereit­gestellt.

Vergleich mit dem Nacht­modus

Front­kamera

Die Selfie-Pop-up-Kamera bietet ein Single-Modul mit einem SonyIMX471 mit 16 Mega­pixeln (Blende: f/2.0). Bei gutem Licht ergibt sich eine natür­liche Darstel­lung mit vielen Details. Gerade mit der Haut­farbe unserer Test­puppe haben viele Front­kameras Probleme. Das Pop-up-Modul des OnePlus 7 Pro schafft es, die Haut­farbe reali­täts­getreu wieder­zugeben. Das gleiche gilt auch für die braunen Haare und die bunten Farben des Hals­tuchs.

Der körnige Hinter­grund aller­dings ist recht verrauscht, ganz oben ist er sehr weich gezeichnet. Man hat das Gefühl, ein Bokeh wurde auch ohne den entspre­chenden Fokus erzeugt.

Schön mittig: Die Triple-Kamera

Schön mittig: Die Triple-Kamera
Bild: teltarif.de

Bei schlechtem Licht unter Zuhil­fenahme des Display-Flashs schafft die Kamera eben­falls eine natür­liche Farb­darstel­lung des Gesichts­haut­tons, der bunten Farben des Hals­tuchs und der braunen Haare. Über­raschen­derweise sieht der körnige Hinter­grund besser aus als bei gutem Licht, weil die Körnung besser zur Geltung kommt. Rechts ist die Darstel­lung klar und detail­liert, nur links ist der Hinter­grund verrauscht. Insge­samt handelt es sich bei dem Bild aber um ein sehr gutes Ergebnis.

Die Bilder der Pop-up-Kamera haben wir im Original für Sie zur Anschauung ange­hängt.

Fazit

Das OnePlus 7 Pro ist ein gelun­genes Smart­phone mit inno­vativer Pop-up-Kamera und echtem Full-View-Display. Auch wenn das Panel etwas heller sein könnte, so bietet es eine natür­liche Farb­darstel­lung und Kontrast­reichtum. Die Gesamt­perfor­mance des Smart­phones ist sehr gut und das Kame­rasystem zeigt bei gutem Licht viele Details. Der chine­sische Smart­phone-Hersteller bietet ein solides Gesamt­paket, das nicht viele Kritik­punkte übrig lässt.

teltarif.de OnePlus 7 Pro

PRO
CONTRA
Testzeitpunkt:
05/2019
OnePlus 7 Pro
Testurteil
sehr gut (1,5)
Preis/Leistung: 2,2

Vorläufige Einzelwertung

alles ausklappen
Gesamtwertung 91 %
sehr gut (1,5)

Weitere Handytests bei teltarif.de

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Inhaltsverzeichnis:

  1. OnePlus 7 Pro im Test
  2. Leis­tung, Tele­fonie, Sound
  3. Akku, Lade­technik, Soft­ware
  4. Kamera und Test­bilder
  5. Alles auf einer Seite lesen

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