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Roaming | Mit dem Handy in den USA

Tipps zur Telekommunikation in den USA

Inhalts­verzeichnis

  1. Roaming in den USA
  2. US-Ameri­kani­sche Prepaid-Karten
  3. Beispiele für US-Prepaid-SIM-Tarife
  4. Netz­ausbau und Frequenz­bänder
  5. VoIP und WhatsApp Call
  6. Fest­netz in den USA

Roaming in den USA

Egal ob Sie sich auf Urlaubs- oder auf Geschäfts­reise befinden: Auch im Ausland ist es wichtig, mobil erreichbar zu sein. In außer­europäischen Ländern ist dies aller­dings in der Regel noch sehr teuer. Viele Mobilfunk­provider bieten spezi­elle Tarif-Optionen an, mit denen sich diese Roaming-Kosten zumin­dest eini­germaßen senken lassen. Details zu diesen Ange­boten finden Sie auf unseren Ratgeber-Seiten zum Roaming für Vertrags-Kunden sowie zum Roaming für Prepaid-Kunden.

In den USA gibt es noch ein weiteres Detail zu beachten: Statt den in Deutsch­land übli­chen 230 Volt beträgt die Netz­spannung in den USA 110 Volt. Mitge­brachte Geräte sollten daher unbe­dingt auf die entspre­chende Span­nung umschaltbar sein. Aktu­elle Netz­teile von Handys, Tablets oder Netbooks funk­tionieren aller­dings auch mit einer Netz­span­nung von nur 110 Volt. Ein Blick auf das Netz­teil schafft Klar­heit. Auf jeden Fall benö­tigen Sie aber einen Adapter für die anders geformten Steck­dosen.

US-Ameri­kani­sche Prepaid-Karten

Egal ob Sie länger in den USA sind oder nur einige Wochen im Urlaub - für die mobile Kommu­nika­tion kann sich der Kauf einer lokalen Prepaid-Karte lohnen. Diese gibt es in wie Walmart, Publix oder Walgreens ab ca. 10 Dollar. Oft werden die SIM-Karten auch zusammen mit einem preis­günstigen Handy ange­boten. Wer ledig­lich eine SIM-Karte benö­tigt und sein eigenes Handy damit nutzen will, bekommt entspre­chende Starter-Sets auf jeden Fall in den Filialen der Netz­betreiber.

Eine SIM-Karte in den Farben der amerikanischen Flagge.

Telefonieren mit einer lokalen Prepaid-SIM
teltarif

In der Regel müssen die SIM-Karten vor der ersten Benut­zung regis­triert werden, was per Internet oder gleich vor Ort im Fach­geschäft erle­digt werden kann. Die Ruf­nummer wird der SIM erst nach erfolgter Regis­trie­rung zuge­teilt und per SMS mitge­teilt. Während der Regis­trie­rung kann auch der gewünschte Tarif gewählt werden, bei einigen Anbie­tern ist die Auswahl der Tarife abhängig vom End­gerät, das verwendet wird.

Der Kauf und die Inbetrieb­nahme der SIM-Karte in den USA gestaltet sich in der Regel recht einfach. Wer schon mit einer betriebs­bereiten SIM in die USA starten will, kann eine entspre­chende SIM auch in Deutsch­land online erwerben. Diese sind zwar etwas teurer, dafür erhält man eine akti­vierte SIM und die Rufnummer vorab.

Zu beachten ist bei nord­ameri­kani­schen Prepaid-Karten, dass Sie auch mit einer solchen Karte für einge­hende Gespräche zahlen, sofern diese Kosten nicht mit einer Flat­rate abge­deckt sind. Das ist in Amerika selbst bei Vertrags­karten so üblich. Grund: Die Mobilfunk­netze haben keine eigene Vor­wahl. Handys bekommen ganz normale "Fest­netz"-Rufnum­mern. Anrufer zahlen somit den glei­chen Preis wie für ein Gespräch ins ameri­kani­sche Fest­netz. Die Kosten für die Weiter­leitung ins Mobilfunk­netz trägt der Ange­rufene.

Netz­ausbau und Frequenz­bänder

In den USA gibt es recht gut ausge­baute Mobil­funk­netze, die mitt­lerweile auch mit LTE ausge­rüstet wurden. Dennoch ist die Handy-Tele­fonie jenseits des Atlan­tiks nicht mit den Gepflo­genheiten in Europa vergleichbar. Zum einen werden von vielen Mobilfunk­anbietern in erster Linie die großen Ballungs­gebiete und wich­tige Inter­states (Auto­bahnen) bzw. High­ways (Land­straßen) abge­deckt, nicht jedoch das Land dazwi­schen. Zum anderen funken die ameri­kani­schen Mobilfunk­netze in anderen Frequenz­bereichen. Bei GSM sind das die Frequenzen um 850 und 1900 MHz, für UMTS und LTE werden eben­falls teil­weise andere Frequenz­bereiche als in Europa verwendet.

Wer in Nord­amerika tele­fonieren oder mobil surfen möchte, benö­tigt daher ein Handy, das die dort übli­chen Frequenz­bereiche abdeckt. Bei modernen Smart­phones ist das aber in der Regel kein Problem, denn diese unter­stützen sowohl alle GSM-Frequenzen (Quad-Band) als auch viele welt­weit verwen­deten UMTS- und LTE-Frequenzen. Welche Frequenzen bezie­hungs­weise Bänder mit Ihrem Handy genutzt werden können, finden Sie zum Beispiel in unserer Handy-Daten­bank. Weitere Infor­mationen bietet auch unser Rat­geber: Funkt mein Smart­phone auf der rich­tigen Wellen­länge?

Beispiele für US-Prepaid-SIM-Tarife

In den USA gibt es mit AT&T, T-Mobile US, Verizon Wire­less und Sprint gleich vier Netz­betreiber, die jeweils eigene Mobil­funk-Netze betreiben. Aller­dings verwenden Verizon und Sprint vor allem im 2G- und 3G-Bereich andere Mobil­funk-Stan­dards, die von euro­päischen Handys in der Regel nicht unter­stützt werden. AT&T und T-Mobile setzen bei 2G und 3G auf GSM und UMTS, verwenden dafür ledig­lich andere Frequenzen als in Europa. Wie jedoch im Absatz zuvor bereits erwähnt, unter­stützen aktu­elle Handys in der Regel auch diese hier­zulande nicht übli­chen Frequenzen. Dadurch kann ein für den euro­päischen Markt entwi­ckeltes Handy in der Regel auch in den USA problemlos verwendet werden. Bei AT&T ist aller­dings das GSM-Netz seit Anfang 2017 gar nicht mehr verfügbar, weil der Netz­betreiber dieses bereits komplett abge­schaltet hat und nur noch 3G (UMTS) und 4G (LTE) verwendet.

Für eine Prepaid-SIM während des Aufent­halts in Florida, Kali­fornien, New York, der "windigen Stadt" Chicago oder in einer anderen Region der 50 Bundes­staaten der USA bleiben aus oben genannten Gründen somit nur AT&T und T-Mobile zur Auswahl. Für die Entschei­dung zwischen AT&T und T-Mobile sollte dann noch die Tatsache berück­sich­tigt werden, dass AT&T das am besten ausge­baute Netz in den USA hat, während T-Mobile US vor allem in länd­lichen Gebieten immer noch Funk­löcher aufweist. Zwischen T-Mobile US und AT&T besteht zwar ein National-Roaming-Abkommen, so dass T-Mobile-Kunden bei Bedarf auch das AT&T-Netz mitnutzen können, dann aller­dings sind die im T-Mobile-Tarif eigent­lich vorhan­denen Inklu­sivleis­tungen einge­schränkt. Wer auf "Nummer Sicher" gehen will, sollte zu einer AT&T-SIM greifen. Wer sich jedoch nur in Ballungs­gebieten und auf Inter­states in den USA aufhält, ist mit T-Mobile US genauso gut versorgt wie mit AT&T.

Prepaid-Tarife bei AT&T

Bei AT&T heißt der Prepaid-Tarif GoPhone, der oft gleich mit Handy ange­boten wird. SIM only heißt bei AT&T "Bring your own phone" und kostet ca. einen Dollar. Erhält­lich sind die SIM-Karten in Fach­geschäften und Filialen von AT&T. Auf diese SIM-Karte müssen dann noch entspre­chende Prepaid-Tarife gebucht werden. Diese beginnen bei 50 Dollar für 3 GB LTE-Volumen. Die nächst höhere Stufe sind bereits 9 GB für 60 Dollar. Und für 70 Dollar gibt es bereits eine Unli­mited-Flat.

Wichtig zu wissen ist dabei, dass nach Verbrauch des Volu­mens nicht so extrem gedros­selt wird, wie man das aus Deutsch­land kennt. Statt­dessen dros­selt AT&T ledig­lich auf 128 kBit/s im Down­stream - unsere Erfah­rung ist, dass der Upload den vollen Speed behält, was vor allem bei Bilder-Uploads sehr von Vorteil ist.

Prepaid-Tarife bei T-Mobile US

T-Mobile US hat für Touristen sogar einen eigenen Prepaid-Tarif: Tourist Plan. Dieser bietet neben 1000 Minuten für Gespräche inner­halb der USA auch 2 GB LTE-Volumen. Der Tarif ist aller­dings nur 3 Wochen gültig und muss danach gege­benen­falls erneuert werden.

Wer mehr Daten­volumen haben will oder sich länger in den USA aufhält, kann zu Simply Prepaid greifen. Bei diesem Tarif gibt es 10 GB LTE-Volumen für 40 Dollar. Außerdem ist jeweils noch eine Flat­rate für Gespräche und SMS inner­halb der USA inklu­diert. Erhält­lich sind die SIM-Karten in Fach­geschäften und Filialen von T-Mobile US.

Gene­rell gilt bei Preisen in den USA, dass jeweils die lokalen Steuern und Gebühren in den Angaben nicht enthalten sind. Diese sind aller­dings abhängig vom Einkaufsort und können daher nicht pauschal genannt werden.

Kostenlos in den USA tele­fonieren – VoIP und WhatsApp Call

Über das Internet können Gespräche von den USA nach Deutsch­land sogar kostenlos sein. Zumin­dest von kosten­losen WLAN-Hotspots aus oder bei ausrei­chend großem Daten­volumen auch über das 3G- oder 4G-Netz. Viele Hotels bieten entweder ein offenes WLAN-Netz­werk an oder aber die Zugangs­daten sind an der Rezep­tion erhält­lich - teils kostenlos, teils gegen eine Gebühr.

Das WhatsApp-Symbol und das Symbol eines Telefonhörers.

WhatsApp Calls: Sicher und kostengünstig!
teltarif

Eine andere Möglich­keit sind Bars und Cafés in den USA, die viel­fach kosten­loses WLAN für ihre Kunden bereit­stellen. Gene­rell gilt für die USA, dass dort WLAN-Hotspots eher zum Stan­dard gehören als in anderen Ländern. Aller­dings ist der Speed in diesen offenen WLANs oft nur mässig. Die Website hotspot-locations.de hat eine Auswahl kosten­loser WLAN-Hotspots in den USA gelistet.

Ein Anruf von den USA nach Deutsch­land über offene WLAN-Netze ist zudem am sichersten, wenn man einen Messenger mit Verschlüs­selung verwendet, wie sie beispiels­weise WhatsApp Call bietet. Das heißt, es ist derzeit tech­nisch unmög­lich, so ein Gespräch vom Netz aus abzu­hören. Nur wer mit wem wie lange tele­foniert hat, wird proto­kolliert.

Eine weitere Möglich­keit bietet WiFi Calling in den USA. Vor allem Gespräche nach Deutsch­land können hier sehr günstig ausfallen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber zu WiFi Calling im Ausland.

Das Fest­netz in den USA nutzen

Wer längere Gespräche aus den USA nach Deutsch­land führen will, der kann auch über das Fest­netz tele­fo­nie­ren. Aller­dings sollte man nicht einfach den Hörer des Hotel­telefons abnehmen und eine deut­sche Nummer wählen, denn die meisten Hotels rechnen mit einem eigenen Tarif­modell ab, um selbst an den Tele­fonaten zu verdienen. Durch die Verwen­dung von Calling Cards oder Call­back-Ange­bote wird es oft güns­tiger.

Ein Festnetztelefon.

Achtung: Zimmertelefone sind in vielen Hotels teurer als der örtliche Festnetzanschluss.
dpa

Um Call­back-Ange­bote nutzen zu können, muss das Zimmer­telefon im Hotel unter einer spezi­fischen Durch­wahl zu errei­chen sein. Ob sich Calling Cards benutzen lassen, muss dagegen an der Hotel­rezeption erfragt werden. Ein ganz normaler us-amerikanischer Festnetz­anschluss, beispiels­weise in einer Ferien­wohnung, erlaubt sowohl die Verwen­dung von Calling Cards als auch von Tarifen mit dem Call­back-Verfahren. Wer einen güns­tigen Festnetz­tarif für Gespräche von den USA nach Deutsch­land sucht, kann entweder vor Ort eine entspre­chende Calling Card erwerben oder sich schon vorher mit Hilfe unseres Calling-Card-Rech­ners infor­mieren.

Sind Sie der Meinung, wir haben einen wich­tigen Tipp vergessen, dann schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an info@teltarif.de.

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