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07.09.2018 - 15:45
Kurzmeldung

Samsung Galaxy Watch ab sofort erhältlich

Offizielle Verkaufspreise ab 309 Euro

Vor rund einem Monat hat Samsung mit der Galaxy Watch seine neue Smartwatch vorgestellt. Ab sofort ist die Handy-Uhr in Deutschland erhältlich. Die offiziellen Verkaufspreise liegen zwischen 309 und 379 Euro - je nach Geräte-Variante. Im freien Handel ist das Gadget auch schon für knapp unter 300 Euro zu bekommen.

Die Samsung Galaxy Watch zeichnet sich unter anderem durch eine hohe Akkulaufzeit aus. Zudem verfügt sie nach Vorbild der Apple Watch Series 3 über eine eSIM und demnach über eine eigene Mobilfunk-Schnittstelle, sodass sich viele Funktionen auch ohne verbundenes Smartphone nutzen lassen.

Aktuell gibt es die eSIM bei Telekom und Vodafone. o2 will die fest in einem Gerät wie einer Smartwatch verbaute Betreiberkarte rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft ebenfalls unterstützen. Nachteil der Uhr: Samsung setzt auf das proprietäre Tizen-Betriebssystem anstelle von Googles Wear OS. Dadurch kann Google Pay mit der Uhr nicht genutzt werden, Samsung Pay ist in Deutschland wiederum noch nicht verfügbar.


09.08.2018 - 18:00
Imitiert

Samsung Galaxy Watch im ersten "Wrist On"

Imitation hochwertiger Uhren

Der Nachfolger der von Samsung vor zwei Jahren vorgestellten Smartwatch-Serie Gear S3 heißt nicht etwa Gear S4, sondern Galaxy Watch. Wieder gibt es zwei Modelle mit 46 bzw. 42 mm Breite, die in etwa der größeren Gear S3 Classic bzw. der kleineren Gear S3 Frontier entsprechen.

Herausragendes Merkmal der Smartwatches ist die umfangreiche Ausstattung mit Sensoren: Beschleunigung und Drehung für die Messung von körperlichen Aktivitäten wie Gehen und Laufen, Pulssensor, Barometer, Umgebungslicht und GPS. Die Verbindung mit dem Smartphone erfolgt via Bluetooth 4.2. WLAN und NFC können ebenfalls zur Kommunikation genutzt werden, gegen Aufpreis steht sogar LTE mit einer fest integrierten SIM-Karte (eSIM) zur Verfügung. Netzpartner für die eSIM werden in Deutschland Vodafone und die Deutsche Telekom sein. Üblicherweise wird der Nutzer einen Vertrag mit Multi-SIM-Unterstützung abschließen. Es soll möglich sein, bei einem Netzbetreiberwechsel auch die eSIM entsprechend umzuprogrammieren.

Man ist mit der Galaxy Watch nicht an ein Galaxy Smartphone gebunden. Aktuell arbeitet Samsung auch an der Unterstützung von iOS. Diese soll bis zum Marktstart bereitstehen.

Samsung Galaxy Watch

Samsung Galaxy Watch
Bild: teltarif.de

Im optimalen Energiesparmodus (Display die meiste Zeit dunkel, nur Bluetooth-Verbindung zum Smartphone) kann eine Laufzeit von bis zu einer Woche erreicht werden. Die typische Laufzeit gibt Samsung allerdings bei der großen Smartwatch mit etwas über drei Tagen, bei der kleinen Smartwatch mit zwei Tagen an. Bei intensiver Nutzung dürfte sie noch darunter liegen. Dennoch: Einen kompletten Tag, also 24 Stunden, sollten beide Modelle immer durchhalten. Zum Aufladen wird eine induktive Ladeschale benötigt, diese ist im Lieferumfang enthalten. Die Uhr ist staub- und wasserfest nach IP68 bis zu einem Druck von 5 Bar. Man kann sie also auch mit ins Schwimmbad nehmen.

Dicker Brummer

Samsung Galaxy Watch

Samsung Galaxy Watch
Bild: teltarif.de

Es gefällt, dass viele verschiedene Uhrdesigns zur Wahl stehen. Mit etlichen davon wirkt die Smartwatch auch sehr hochwertig. Der Eindruck leidet aber etwas unter den standardmäßig mitgelieferten Silikon-Armbändern, die schon etwas nach Plastik aussehen. Es ist aber kein Problem, sich im Uhrenladen andere, hochwertigere Armbänder zuzulegen.

Störend ist die Höhe der Uhr, die vor allem dem großen, ausdauernden Akku geschuldet sein dürfte. Sie ist mit 13 bzw. 12,7 mm (letztere Zahl gilt für das kleinere Modell) deutlich dicker als aktuelle Handys wie das neue Samsung Galaxy Note 9. Das Armband ist auch noch ungünstig recht weit unten an der Uhr angebracht, was zwar gut für den Tragekomfort sein dürfte, aber halt leider die Dicke nicht kaschiert. Bei künftigen Modellen könnte der Akku jedoch im Armband integriert sein. Damit dürfte die Uhr deutlich weniger auftragen.

Auch nicht ganz optimal gelöst ist die Imitation der jeweiligen mechanischen Uhr durch die Darstellung im Display: So lange die Uhr "wach" ist, erfolgt diese Imitation mit aufwändiger Graphik mit recht aufwändigen Effekten, insbesondere einer 3D-Simulation der Zeiger und simulierten changierenden Lichteffekten, wie sie beispielsweise bei der Reflektion an gebürstetem Stahl auftreten. Schaltet die Uhr aber in den Standby, wird die Darstellung der Zeiger merklich "flacher" und die changierenden Effekte verschwinden vollständig. Nur so lässt sich die geforderte lange Akkulaufzeit erreichen, gleichzeitig wird spätestens beim Umschalten vom aktiven in den Standby-Modus für Umstehende deutlich, dass es sich um eine Smartwatch und nicht um eine "echte" mechanische Uhr handelt. Daran ändert auch das auf Wunsch ständig aktive Tickgeräusch nichts.

Gut zu bedienen

Samsung Galaxy Watch

Samsung Galaxy Watch
Bild: teltarif.de

Der Touchscreen lässt sich gut bedienen. Man braucht zwei, drei Minuten, um sich auch an den Funktionsring und die beiden Tasten (eine Zurück-Taste, eine Home-Taste zu gewöhnen. Nach der Eingewöhnungsphase findet man schnell die wichtigsten Menüs.

Der Pulssensor funktionierte im Test schnell und zuverlässig, trotz des eher schwachen und niedrigen Puls des Autors. Neben Journalisten und Börsenhändlern, die dauernd up-to-date sein wollen, dürften daher vor allem sportlich aktive Menschen, die ihre Aktivität regelmäßig überwachen wollen, zur Hauptzielgruppe der Smartwatch gehören. Als modisches Accessoire eignet sie sich leider nur bedingt.

Die Preise für die neuen Smartwatches beginnen bei 309 Euro für die Bluetooth-Version der 42-Millimeter-Uhr, für die LTE-Variante der 46-Millimeter-Uhr werden 399 Euro fällig. Verkaufsstart der Samsung Galaxy Watch ist am 7. September. Vorbestellungen sind ab sofort möglich. Während der Vorbestellphase erhält der Käufer den Wireless Charger Duo im Wert von 99 Euro kostenlos dazu: Mit diesem können zwei Geräte gleichzeitig kabellos geladen werden, beispielsweise die Galaxy Watch und ein Smartphone.


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