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26.04.2018 - 16:57
Social Media

Snapchat bleibt eine Teenager-App

Neuer Anlauf mit einer Kamera-Brille

Snapchat will weiter für unter 16-Jährige nutzbar bleiben

Snapchat will weiter für unter 16-Jährige nutzbar bleiben
Bild: Snapchat

Die Foto-App Snapchat soll auch nach dem Greifen der neuen EU-Datenschutzregeln für Jugendliche im Alter unter 16 Jahren ohne Zustimmung der Eltern nutzbar bleiben. Dafür wolle Snapchat in dieser Altersgruppe auf die Erhebung personenbezogener Daten wie Ortungsinformationen verzichten, erklärte die Betreiberfirma Snap der "Financial Times" von heute.

Teenager gehören zu den aktivsten Nutzern der Snapchat-App und die Snap-Aktie fiel am Mittwoch um fast sieben Prozent, nachdem WhatsApp ankündigte, das offizielle Mindestalter für die Nutzung in der EU auf 16 Jahre hochzusetzen.

Die EU-Datenschutzverordnung gilt ab dem 25. Mai. Sie schreibt vor, dass für die Verarbeitung personenbezogener Daten von Nutzern im Alter zwischen 13 und 16 Jahren die Zustimmung der Eltern eingeholt werden muss. Allerdings verlangt die Grundverordnung nicht, einen eindeutigen Altersnachweis einzuholen. Stattdessen wird den Verantwortlichen in Artikel 8 aufgetragen, "unter Berücksichtigung der verfügbaren Technik angemessene Anstrengungen" zu unternehmen, um die Zustimmung durch die Eltern nachzuprüfen.

Mit diesen Voraussetzungen werden Nutzer von WhatsApp einfach in der Anwendung gefragt werden, ob sie über 16 Jahre alt seien. Die WhatsApp-Mutter Facebook führt für ihre eigene Plattform dagegen einen Mechanismus zum Einholen der elterlichen Zustimmung vor. Die Teenager sollen dafür entweder ihre Eltern bei Facebook finden oder dem Online-Netzwerk eine E-Mail-Adresse nennen, unter der diese erreichbar seien.

Snapchat unternimmt zweiten Anlauf mit Kamera-Brille

Snapchat wagt trotz des teuren Flops seiner Kamera-Brille einen zweiten Anlauf mit einer neuen Generation. Die neuen "Spectacles" sollen Fotos und Video in besserer Qualität aufnehmen und auch schneller ans Smartphone übertragen als die erste Version. Außerdem ist die Technik-Brille jetzt wasserdicht. Der Preis in Deutschland stieg mit den Neuerungen von 150 auf 175 Euro.

Die Snapchat-Betreiberfirma Snap hatte nach einem ersten Hype rund um die zunächst nur aus sporadisch auftauchenden Automaten verkaufte Kamera-Brille die Nachfrage schwer überschätzt. Insgesamt wurden 220 000 Brillen abgesetzt - nach Informationen des "Wall Street Journal" ließ Snap aber eine Million Geräte produzieren. Die Firma musste 40 Millionen Dollar auf unverkaufte Geräte abschreiben. Noch schwerer wog aber, dass bei vielen Nutzern die Brillen wegen des Ärgers über Bildqualität und Bedienung schnell in den Schubladen verschwanden.

Der Mitgründer und Chef von Snap, Evan Spiegel, betont dennoch weiterhin, dass die Firma sich vor allem als Kamera-Anbieter sehe und laut einem Bericht der Website "Cheddar" wird auch an einer teureren Version der Brille mit zwei Kameras für dreidimensionale Effekte gearbeitet.


© by WhatsBroadcast

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dpa /

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