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20.05.2019 - 18:04
T-Mobile USA

T-Mobile: FCC-Chef empfiehlt Genehmigung für Sprint-Fusion

Börse reagiert mit deutlichen Kurssprüngen

Die Telekom-Tochter T-Mobile US und ihr US-Konkur­rent Sprint kommen bei ihrer geplanten Fusion ein Stück voran. Der Chef der zustän­digen US-Regu­lierungs­behörde FCC, Ajit Pai, erklärte heute in einer Stel­lung­nahme, er werde seiner Behörde empfehlen, den Zusam­menschluss zu geneh­migen.

Weit­gehende Zuge­ständ­nisse

Die beiden Parteien hätten signi­fikante Zuge­ständ­nisse gemacht, so Pai. So boten die Unter­nehmen den Angaben zufolge neben Verkäufen den Aufbau eines 5G-Netzes sowie 5G-Dienst­leis­tungen auch in länd­lichen Gebieten an. "Zwei der Top-Prio­ritäten sind es, die digi­tale Unter­versor­gung in den länd­lichen Regionen der USA zu bekämpfen und die Verei­nigten Staaten die Führung bei 5G zu sichern, der nächsten Mobil­funk-Genera­tion“, sagte Pai. Die Verpflich­tungen, die T-Mobile und Sprint einge­gangen sind, würden beide dieser entschei­denden Ziele voran­bringen. Er glaube, die Trans­aktion sei im öffent­lichen Inter­esse.

Um die Fusion durch­zube­kommen, hatten sich die Deut­sche Telekom und der Sprint-Mehr­heits­aktionär Soft­bank laut einem Bericht von boerse.ard.de von Huawei distan­ziert und erklärt, beim 5G-Ausbau auf Produkte des umstrit­tenen chine­sischen Netz­werk-Ausrüs­ters zu verzichten. Statt­dessen wollen Sprint und T-Mobile US auf die euro­päischen Anbieter Nokia und Ericsson setzen.

Eine offi­zielle Erklä­rung der FCC erwartet die boerse.ard.de heute noch nicht, da das Doku­ment noch formal ausge­arbeitet werden müsse. Neben der FCC prüft derzeit auch das US-Justiz­minis­terium die Fusion.

Börsen zeigen sich sehr erfreut

Die Fusion von T-Mobile USA und Sprint ist einen guten Schritt näher gerückt.

Die Fusion von T-Mobile USA und Sprint ist einen guten Schritt näher gerückt.
Bild: picture alliance/Mark Lennihan/AP/dpa

Die Inves­toren zeigen sich begeis­tert. Telekom-Aktien legten am heutigen Nach­mittag zu. Im vorbörs­lichen US-Handel sprangen die Papiere der Tochter T-Mobile US um fünf Prozent und Sprint gar um 25 Prozent an.

Ein Zusam­mengehen von T-Mobile US und Sprint war in den vergan­genen Jahren bereits mehr­fach an Wett­bewerbs­bedenken geschei­tert. Während die Firmen güns­tigere Tarife für die Kunden in Aussicht stellen, befürchten Verbrau­cher­schützer höhere Preise nach einem Zusam­menschluss der Nummer drei und der Nummer vier des US-Mobil­funk­marktes. Durch die Fusion soll ein Konzern entstehen, der auf 127 Millionen Kunden und einen Jahres­umsatz von rund 76 Milli­arden Dollar kommt.

Vor gut einem Jahr hatte sich die Telekom nach langem Ringen mit dem Sprint-Haupt­eigner Soft­bank auf die Moda­litäten eines Zusam­menge­hens geei­nigt. Mit der Fusion wollen die beiden klei­neren Anbieter früheren Angaben zufolge am US-Mobil­funk­markt jähr­lich mehr als 6 Milli­arden US-Dollar (5,38 Mrd. Euro) Kosten sparen. Mit dann rund 130 Millionen Mobil­funk­kunden wollen sie sich zu einem mäch­tigen Gegen­spieler für die beiden Platz­hirsche Verizon und AT&T mausern.

Für die Deut­sche Telekom scheint es ein gutes Jahr zu werden, nicht nur wegen des Errei­chens des lang­ersehnten Zieles. Auch die Geschäfte laufen gut, das wurde schon bei der Bilanz-Pres­sekon­ferenz vor 10 Tagen deut­lich. Weil die Kunden bei T-Mobile US weiterhin die Läden einrennen und weil Geschäfte in Europa inzwi­schen wieder besser laufen, konnte die Telekom in allen Sparten Ergeb­nisan­stiege vermelden. teltarif.de berich­tete.


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mit Material von dpa

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