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27.03.2019 - 17:24
Fiberdays 19

Fiberdays: Die Telekom stellt Fiber-Plattform vor

Angebot für den FTTH-Ausbau

Beim Eröff­nungs­kon­gress der Fiberdays stellte Dido Blan­ken­burg, Vorstands­be­auf­tragter der Tele­kom für Breit­band­ko­ope­ra­tionen, die neue Platt­form vor. Sie besteht aus drei Ebenen: dem Netz­be­sitz (InfCo), dem Netz­be­trieb (NetCo) und dem Diens­te­an­gebot (ServCo). Auf der Ebene des Netz­be­sitzes sieht die Telekom insbe­son­dere die Stadt­werke, vor, die Glas­fa­ser­netze auszu­bauen und diese zu „gebiets­kon­kreten Miet­preisen“ an die Telekom vermieten. Für sich selbst sehen die Bonner ein dauer­haftes Nutzungs­recht vor.

Geht es in der untersten Ebene um die Vermie­tung passiver Infra­struk­turen in PON-Bauweise, dreht sich auf der Ebene des Netz­be­triebs alles um die Bereit­stel­lung und den Betrieb aktiver Netz­kom­po­nenten durch die Telekom. Auf dieser Plattform­ebene agiert die Telekom allein, wenn­gleich es nach dem Vorbild des Whole­sale-Modells der Telekom auch aktive Vorleis­tungs­pro­dukte für Dritte geben soll. „Netz­betrieb ist unser Grund­ge­schäft“, sagte Blan­ken­burg auf den Fiber­days.

Auf der Suche nach Part­nern

Fiberdays19 Blankenburg Telekom Fiber-Plattform

Dido Blankenburg, Vorstandsbeauftragter der Deutschen Telekom für Breitbandkooperationen, stellte auf den Fiberdays die Fiber-Plattform vor
MH Media

Auf der dritten Ebene findet der Dienste­wett­be­werb statt. Auch hier tritt die Telekom als Anbieter auf, ist aber nur einer von vielen, denen die Bonner über in einem Open-Access-Modell Zugriff auf die Infra­struktur geben wollen. Auch Stadt­netzbetreiber können auf dieser Ebene aktiv werden. „Es besteht die Möglich­keit für regio­nale An­bieter, unter eigener Marke und mit eigenem Endkun­den­ma­nage­ment aufzu­treten“, erklärte Blan­ken­burg bei der Präsen­ta­tion in Wies­baden. Mit diesem Konzept ist die Telekom über­zeugt, die Abde­ckung mit FTTH-Anschlüssen erhöhen zu können. Auf den zwei­tä­tigen "Fiber­days" macht sich Blan­ken­burg und sein Team auf die Suche nach Gesprächs­part­nern. Wie die Branche auf die Fiber-Platt­form reagiert, insbe­son­dere auf die zentrale Rolle der Telekom, die auf allen drei Ebenen vertreten ist, wird sich zeigen. Fest­zu­halten ist jeden­falls, dass die Gräben zwischen dem ehema­ligen Mono­po­listen und den übrigen Markt­teil­neh­mern geringer werden. Bestes Beispiel dafür ist die jüngste Verein­ba­rung zwischen Telekom und EWE für ein Joint Venture zum Glas­fa­ser­ausbau in Nord­west­deutsch­land.

Auch der Breko selbst hat eine neue Kooperative vorgestellt: Eine Tiefbaubörse.


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Marc Hankmann

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