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13.02.2020 - 10:50
Funkversorgung

Telekom und Vodafone: Network Sharing gegen LTE-Lücken

Bessere Abdeckung noch 2020 geplant

Die Deut­sche Telekom und Voda­fone wollen künftig zusam­menar­beiten, um soge­nannte "graue Flecken" auf der Mobil­funk­karte zu schließen. Während die Netz­betreiber unter "weißen Flecken" Gebiete verstehen, in denen kein Handy­netz zur Verfü­gung steht, handelt es sich bei den "grauen Flecken" um Regionen, in denen nur eines der beiden Unter­nehmen mit seinem LTE-Netz vertreten ist.

Nun planen Telekom und Voda­fone für insge­samt rund 4000 ausge­wählte Antennen-Stand­orte ein soge­nanntes aktives Network-Sharing. Damit soll die LTE-Versor­gung in länd­lichen Regionen und entlang von Haupt­verkehrs­adern verbes­sert werden. Eine Absichts­erklä­rung für die Einfüh­rung der Technik wurde jetzt unter­zeichnet. Nun laufen Gespräche mit Bundes­kartellamt und Bundes­netz­agentur, sodass die Koope­ration noch in diesem Jahr starten kann.

"Gemeinsam noch mehr Netz für Deutsch­land"

Telekom und Vodafone planen Network Sharing

Telekom und Vodafone planen Network Sharing
Foto: Telekom

"Mit der geplanten Koope­ration können wir einen wich­tigen Beitrag zu einer besseren und unter­brechungs­freien LTE-Versor­gung in Deutsch­land leisten", sagte der schei­dende Telekom Deutsch­land-Chef Dirk Wössner. "Wir arbeiten mit unserem Wett­bewerber zusammen, damit noch mehr Menschen in Deutsch­land ein besseres Netz nutzen können. Koope­rationen werden beim Netz­ausbau - egal ob Breit­band oder Mobil­funk - immer wich­tiger."

"Gemeinsam können wir noch mehr Netz für Deutsch­land schaffen - und graue Flecken schließen, in denen Voda­fone- oder Telekom-Kunden bislang keinen Empfang hatten. Für uns ein weiterer Baustein auf dem Weg zum digi­talen Deutsch­land. Und für unsere Kunden ein wich­tiger Schritt hin zu einem noch besseren Netz", so Voda­fone Deutsch­land CEO Hannes Amets­reiter.

Versor­gungs­lücken wirt­schaft­lich sinn­voll schließen

Beide Netz­betreiber sollen dem Mitbe­werber eine gleich große Anzahl an LTE-Stand­orten zur Verfü­gung stellen. Erste Analysten hätten ein Poten­zial von jeweils etwa 2000 Stand­orten gezeigt, sodass Telekom und Voda­fone auf die Gesamt-Anzahl von 4000 Network-Sharing-Stand­orten kommen würden. Durch den Multi-Operator-Core-Network-Ansatz (MOCN) könnten beide Netz­betreiber wirt­schaft­lich sinn­voll indi­vidu­elle Versor­gungs­lücken schließen.

Wie es weiter heißt, ist der eigene Netz­ausbau von Telekom und Voda­fone von der Koope­ration nicht betroffen. Zudem stehe es beiden Konzernen offen, ähnliche Verein­barungen mit weiteren Anbie­tern - etwa Telefónica oder 1&1 Dril­lisch - zu treffen. Die Zusam­menar­beit könnte auch dazu beitragen, an manchen Stand­orten den LTE-Ausbau für eines der beiden Unter­nehmen über­haupt zu ermög­lichen. Neben wirt­schaft­lichen Gesichts­punkten gibt es oft auch tech­nische Hinder­nisse für einen Ausbau - etwa wenn der gewünschte Standort aus Gründen der Statik keine zusätz­lichen Antennen aufnehmen kann, aber auch kein alter­nativer Mast zur Verfü­gung steht.

In einem nach­folgenden Artikel zeigen wir weitere tech­nische und regu­lato­rische Details auf: MOCN - ein Sender für alle Netz­betreiber.

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