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14.02.2019 - 18:56
Hoffnungsträger

LG will zurück auf die Erfolgsspur: Das V40 ThingQ im Test

Das neue Smartphone will in der Top-Liga mitspielen

Inhaltsverzeichnis:

  1. LG V40 ThinQ im Test
  2. Top-Perfor­mance, aber Betriebs­system schon veraltet
  3. Gute Verbin­dungen, aber keine Über­flieger-Kamera
  4. Alles auf einer Seite lesen

Es ist seltsam: Als Handy­her­steller hat es LG nie richtig geschafft, ganz vorne mitzu­spielen. Gegen den korea­ni­schen Bruder Samsung, Apple oder mitt­ler­weile auch die chine­si­schen Hersteller wie Huawei und OnePlus scheint LG keine Chance zu haben. Die Smart­phone-Sparte schreibt seit Jahren rote Zahlen, aus dem chine­si­schen Markt hat sich LG zurück­ge­zogen.

LG V40 ThinQ
DatenblattTest ]

Dabei hat LG immer wieder gezeigt, dass es als Hersteller gute Ideen hat und auch den Mut diese umzu­setzen. Das ging zwar beim modu­laren G5 gründ­lich schief, das V30 ThinQ hingegen konnte mit Weit­win­kel­ka­mera, exqui­sitem Display und seinem modernen, rand­losen Design begeis­tern.

Nun ist der Nach­folger da. Das V40 ThinQ ähnelt seinem Vorgänger optisch, bringt aber eine Fülle von Verbes­se­rungen mit. Was geblieben ist, ist leider auch der Preis. Mit einem Listen­preis von 899 Euro plat­ziert es sich ziem­lich weit oben auf den Preis­listen. Es meldet damit aber auch Ansprüche auf einen Platz in der ersten Liga der Smart­phones an. Unser Test zeigt, ob es sich den verdienen kann.

Erster Eindruck: sehr schick

Die matte Glasrückseite sieht edel aus

Die matte Glasrückseite sieht edel aus
Foto: teltarif.de

Zumin­dest in Sachen Verar­bei­tung und Optik kann es durchaus in dieser Liga mitspielen. Das Gehäuse besteht aus einem Metall­rahmen, der von zwei Glas­platten abge­deckt wird. Das Glas wird dabei über die Seiten herum gebogen, was ange­nehm runde Kanten erzeugt. Der Über­gang auf den Metall­rahmen ist zwar noch zu spüren, stört aber bei der Hand­ha­bung nicht. Unser Test­gerät hatte die Farbe New Moroccan Blue. Sie opali­siert dezent im Licht, was sehr edel wirkt. Die matte Ober­fläche fühlt sich ange­nehm an und zeigt sich vor allem auch unemp­find­lich gegen­über Finger­ab­drü­cken.

Trotz des 6,4-Zoll-Displays wirkt das Smart­phone schlank. Das Display hat ein Seiten­ver­hältnis von 19,5:9, was es auch dem vom V30 ThinQ über­nom­menen, rand­losen Design verdankt. Mit 168 Gramm ist das LG V40 ThinQ nicht unbe­dingt ein Feder­ge­wicht. Es liegt dadurch aber satt in der Hand und vermit­telt eine hohe Wertig­keit.

Das Gehäuse ist nach IP 68 vor Staub und Wasser geschützt, damit soll es halb­stün­dige Tauch­gänge in bis zu 1,5 Meter Wasser­tiefe über­stehen. Wir haben das V40 ThinQ nur mit in die Bade­wanne genommen. Es hat die Plan­scherei ohne Probleme über­standen.

Das LG V40 ThinQ soll nach dem ameri­ka­ni­schen Mili­tärstan­dard MIL-STD-810G auch stoß­fest sein. Aufgrund der Glas­hülle ist es trotzdem ratsam, vorsichtig mit dem Gerät umzu­gehen.

Display: Gut, aber nicht über­ra­gend

6,4 Zoll OLED-Display

6,4 Zoll OLED-Display
teltarif.de

Das OLED-Display des LG V40 ThinQ ist mit gemes­senen 414 cd/m2 nicht extrem hell, in der Praxis dürfte es aber auch mit direkter Sonnen­strah­lung kaum Probleme haben. Die Farben sind knackig, könnten aber ein wenig natür­li­cher sein. Die gemes­sene Farb­ab­wei­chung Delta-e von 6,92 quali­fi­ziert das V40 ThinQ nicht für einen Platz in unserer Top 10. Dafür zeigt das LG aber eine hohe Blick­win­kel­sta­bi­lität. Es neigt kaum zur Farb­ver­fäl­schung, auch wenn man das Display neigt.

Die OLED-Technik zaubert dabei einen hohen Kontrast und ist auch die Basis für die Always-on-Technik: Das Handy zeigt, so lange es einge­schaltet ist, Status und Uhr in einer gedimmten weißen Schrift. Weil schwarze Flächen bei OLED ausge­schaltet sind, verbraucht das kaum zusätz­liche Energie.

Drei Auflö­sungen zur Wahl

Die Auflö­sung des Displays beträgt bis zu 3120 x 1440 Pixel, also QHD+. Wer will, kann es auch mit nur 2340 x 1080 Pixeln oder gar nur 1560 x 720 Pixel Auflö­sung betreiben. Die gerin­gere Auflö­sung soll die Akku­lauf­zeit ein wenig verlän­gern. Für die meisten Anwen­dungen dürfte die mitt­lere Einstel­lung optimal sein. Sie ist dementspre­chend auch vorein­ge­stellt. Das sollte einen aber nicht davon abhalten, auch mal die höchste Auflö­sung auszu­pro­bieren, beson­ders wenn man gerne Videos schaut. Mit dem zuschalt­baren HDR-Video-Effekt stellt sich dann fast so was wie ein Eindruck von 3-Dimen­sio­na­lität ein.

Das Display ist blickwinkelstabil

Das Display ist blickwinkelstabil
teltarif.de

Wem die vorge­geben Kali­brie­rungen des Displays nicht gefallen, der braucht sich damit keines­wegs abzu­finden. Wie vom Fern­seh­gerät gewohnt, lassen sich verschie­dene Modi wie Kino, Internet oder Foto auswählen. In letz­terem zeigt das Smart­phone Bilder im „Adobe RGB“ Farb­raum an, ein Farb­raum, der oft von Profis genutzt wird und der eine gute Beur­tei­lung der Bilder erlaubt.

Notch im Tarn­modus

Wie bei vielen aktu­ellen Smart­phones üblich hat auch das LG V40 ThinQ eine Notch auf der Vorder­seite. In der Ausspa­rung finden eine Doppel-Front­ka­mera und der Laut­spre­cher Platz. Die Notch bildet einen häss­li­chen Einschnitt in das Display, der aber durch einen Trick kaschiert werden kann. Das Display lässt sich nämlich in dem Bereich schwarz schalten. Status­sym­bole und Uhr bleiben aber trotzdem zu sehen. Leider funk­tio­niert das nicht, wenn man eine App benutzt, wie beispiels­weise den Browser.

Ausnahme ist der Video-Modus. Das Smart­phone blendet die Notch dabei immer aus, auch wenn die Fläche gar nicht schwarz geschaltet wurde. Das finden wir gut gelöst. Genauso clever: Mit einem Wisch über die Navi­ga­ti­ons­leiste lässt sich das ange­zeigte Bild verklei­nern. Das erleich­tert die Einhand-Bedie­nung. Man kennt diesen Trick auch von anderen Herstel­lern wie Sony oder Huawei.

Auf der nächsten Seite gehen wir unter anderem auf die Leis­tung des LG V40 ThinQ und die Benut­zer­ober­fläche ein.

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