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20.07.2019 - 17:57
Overspill

BR: "Auch DAB+ funkt grenz­über­schreitend"

"Historische Sendegebiete" nicht abbildbar

Inhaltsverzeichnis:

  1. DAB+ vs. UKW
  2. Höhere Frequenz sorgt für stär­kere Dämp­fung
  3. Alles auf einer Seite lesen

Die Zukunft der terres­trischen Radio­über­tragung wird kontro­vers disku­tiert. Die ARD-Anstalten setzen auf DAB+ als digi­talen Nach­folge-Stan­dard des analogen UKW-Rund­funks. Private Programm­veran­stalter kriti­sieren, dass DAB+ auch acht Jahre nach seinem Start noch nicht die Markt­durch­drin­gung erreicht, die man sich erhofft hat. Der nieder­säch­sische Landtag würde das Projekt DAB+ sogar am liebsten ganz beenden.

Für die Hörer ist DAB+ Fluch und Segen zugleich. So finden im terres­trischen Digi­talradio Programme Platz, die aus Kapa­zitäts­gründen ansonsten gar nicht oder nur örtlich stark begrenzt verbreitet werden könnten. Auf der anderen Seite kann es vieler­orts passieren, dass über Jahr­zehnte gewach­sene Sende­gebiete aus dem analogen Rund­funk nicht ins Digi­talradio über­nommen werden können.

BR-Sender Kreuzberg/Rhön

BR-Sender Kreuzberg/Rhön
Foto: teltarif.de

Wir haben bereits über einige Beispiele berichtet, bei denen Hörfunk­programme über DAB+ eine gerin­gere tech­nische Reich­weite außer­halb ihres offi­ziellen Sende­gebiets haben als beim UKW-Rund­funk. So ist SWR3 in Köln über DAB+ kaum, auf UKW dagegen als Orts­sender zu empfangen, der Baye­rische Rund­funk ist analog bis nach Nord­hessen zu hören, digital aber nicht einmal bis nach Fulda, wenige Kilo­meter nörd­lich der hessisch-baye­rischen Landes­grenze.

BR: "Darum strahlt der Kreuz­berg auf UKW so weit nach Norden"

Der Baye­rische Rund­funk nahm recht detail­liert zum spezi­ellen Problem, dass der Sender Kreuz­berg/Rhön auf DAB+ nicht Rich­tung Norden sendet, Stel­lung. So sei die Rund­strah­lung bei drei der fünf UKW-Frequenzen Anfang der 50er Jahre vor allem vorge­sehen waren, weil es sich um einen grenz­nahen Standort nicht nur zu Hessen, sondern auch zur dama­ligen DDR handelt. Es sei poli­tisch gewünscht gewesen, möglichst weit in die DDR einzu­strahlen.

BR-Sender Alzenau (Hahnenkamm)

BR-Sender Alzenau (Hahnenkamm)
Foto: teltarif.de

Für die beiden später hinzu­gekom­menen Frequenzen ober­halb von 100 MHz sei dies nicht mehr durch­setzbar gewesen, sodass mit vermin­derter Leis­tung nach Norden gesendet werden müsse. Ähnlich sei die Situa­tion bei DAB+, zumal der in Bayern für das landes­weite Sender­netz genutzte Kanal 11D aus Gründen einer effi­zienten Frequenz­nutzung auch in Nord­rhein-West­falen einge­setzt werden müsse. Würden die Sender in Nord­bayern und im südöst­lichen Nord­rhein-West­falen mit Rund­strah­lung arbeiten, so könne es zu gegen­seitigen Störungen kommen. Daher werde Rich­tung Norden vom Kreuz­berg/Rhön nur mit 500 Watt gesendet, Rich­tung Süden und Osten hingegen mit 10 kW.

Auf Seite 2 lesen Sie unter anderem, warum ein DAB+-Signal vom glei­chen Standort weniger weit als ein UKW-Programm zu empfangen ist.

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