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12.02.2020 - 17:42
Vorwürfe

Huawei soll weltweit auf persönliche Daten zugreifen können

USA mit konkreten Vorwürfen

Seit knapp zwei Jahren wirft die USA verstärkt dem Netz­werk­ausrüster und Smart­phone-Hersteller Huawei vor, seine Tech­nolo­gien für Spio­nage­zwecke zu miss­brau­chen. Konkrete Beispiele oder Beweise blieben die Verei­nigten Staaten den Bürgern aller­dings schuldig – bis jetzt.

Robert Charles O’Brien, natio­naler Sicher­heits­berater von Donald Trump, behauptet, dass Huawei Zugriff auf Hinter­türen in Mobil­funk­netzen habe. Seit über einer Dekade habe der chine­sische Konzern die Möglich­keit, sensible und persön­liche Daten durch die Systeme einzu­sehen, die er verkauft. Explizit ist in diesem Zusam­menhang von 4G-Equip­ment die Rede. Huawei demen­tierte den Vorwurf bereits.

Konkre­tere Spio­nage­vorwürfe gegen Huawei

Sicherheitsberater Robert Charles O’Brien

Sicherheitsberater Robert Charles O’Brien
State Department Foto von Michael Gross / Public Domain

Es gibt eine neue Entwick­lung inner­halb der ange­spannten Situa­tion zwischen dem China-Unter­nehmen und der US-ameri­kani­schen Regie­rung. Das Wall Street Journal berichtet, von einem invol­vierten nord­ameri­kani­schen Beamten Details zu den Gründen des Handels­embargos erfahren zu haben.

„Wir haben Beweise, dass Huawei die Fähig­keit besitzt, sich unbe­merkt Zugang zu vertrau­lichen und persön­lichen Infor­mationen mit Systemen zu verschaffen, die es welt­weit unter­hält und verkauft“, sagte Sicher­heits­berater Robert Charles O’Brien gegen­über der Tages­zeitung. Des Weiteren würden Tele­kommu­nika­tions­unter­nehmen, die Equip­ment von Huawei kaufen, die Zugriffs­berech­tigungen des Unter­nehmens nicht kennen.

Bei den sensi­blen Daten handele es sich um Geheim­dienst­infor­mationen, welche zur Straf­verfol­gung einge­setzt werden. Die USA beteuern zudem, in 2019 bereits Deutsch­land und Groß­britan­nien vor diesem Risiko gewarnt zu haben.

Huawei ist sich keiner Schuld bewusst

Es dauerte nicht lange, bis sich das beschul­digte Unter­nehmen selbst zu Wort meldete. Das State­ment wurde eben­falls beim Wall Street Journal einge­reicht und veröf­fent­licht. Huawei versi­chert, nichts auszu­üben, was die Daten­sicher­heit gefährde. Zwar gebe es solche Über­wachungs­schnitt­stellen, aller­dings könne man diese nicht unbe­merkt ohne die Erlaubnis des Netz­betrei­bers nutzen. Außerdem dürften jene Schnitt­stellen nur noch Behörden verwenden, wobei dies einen rich­terli­chen Beschluss voraus­setze. Gegen­über TheVerge äußerte sich Huawei-Sicher­heits­chef Andy Purdy wie folgt: „Wir bestreiten ener­gisch den Vorwurf, dass wir diese Möglich­keit behalten“, womit er sich auf den Zugriff auf die Hinter­türen bezog.

Auch hier­zulande wirkt sich das nach wie vor bestehende US-Handels­embargo aus. So werden etwa die Huawei-P40-Smart­phones und die Mate-30-Phablets über keine Google-Apps verfügen.

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