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08.01.2020 - 18:02
Koordiniert

Niedersachsen will vernetztes Fahren koordinieren

Minister stellte Testfeld auf realen Autobahnen vor

Autos werden in Zukunft noch mehr unter­einander und mit ihrer Umge­bung kommu­nizieren. Nur so wird auto­mati­siertes und vernetztes Fahren funk­tionieren. Bei weiteren Tests auf deut­schen Straßen will Nieder­sachsen eine führende Rolle über­nehmen.

Deswegen will das Land Nieder­sachsen auf dem Weg zum auto­mati­sierten Fahren in Deutsch­land die bundes­weite Forschung koor­dinieren.

Feder­führung in Nieder­sachsen

Beim Thema autonomes und vernetztes Fahren hat Niedersachsens Minister Althusmann viel vor.

Beim Thema autonomes und vernetztes Fahren hat Niedersachsens Minister Althusmann viel vor.
Foto: Picture-Alliance dpa

"Nieder­sachsen soll die Feder­führung für alle 14 Test­felder in Deutsch­land über­nehmen", forderte heute der Verkehrs­minister des Landes, Bernd Althus­mann (CDU), bei der Eröff­nung eines neuen Test­felds bei Braun­schweig. Eine entspre­chende Verein­barung werde gerade erar­beitet.

An der Auto­bahn 39 sind nach Angaben des Deut­schen Zentrums für Luft- und Raum­fahrt (DLR) 71 Sende­masten errichtet worden, worüber vernetzte Autos erprobt sowie Fahr­verhalten und Verkehrs­fluss erfasst und analy­siert werden sollen. Nach dem Willen von Althus­mann sollen nicht nur die Ergeb­nisse an der A39 in der Feder­führung des DLR liegen, sondern am besten die Daten aller Test­stre­cken bundes­weit. Eine verstärkte Koope­ration würde die empi­rische Sicher­heit der Forschung erhöhen, bestä­tigte Katha­rina Seifert, die beim DLR das Institut für Verkehrs­system­technik leitet.

Test­feld Auto­bahn

Heute wurde aber zunächst ein weiterer Teil des Test­felds Nieder­sachsen eröffnet, der sich auf etwas mehr als sieben Auto­bahn­kilo­metern erstreckt. Die Forscher erhoffen sich beispiels­weise Aufschluss darüber, was zukünf­tige Assis­tenz- und Auto­mati­onssys­teme leisten müssen. Die Sende­masten könnten dafür unter­einander sowie mit den entspre­chend tech­nisch ausge­rüsteten Fahr­zeugen kommu­nizieren. Auf der Strecke sei es möglich, Test­fahr­zeuge oder neue Funk­tionen in den laufenden Verkehr einzu­klinken und so reali­tätsnah zu lernen, erläu­terte Seifert.

280 km Test­feld

Nach dem voll­stän­digen Aufbau soll sich das Test­feld über circa 280 Kilo­meter auf den Auto­bahnen A2, A39, A391 sowie mehrere Bundes- und Land­straßen erstre­cken.

Das beson­dere dieser Strecke, die zwischen Wolfs­burg, Hannover, Hildes­heim und Salz­gitter liegt, ist laut Verkehrs­minister Althus­mann die Verbin­dung von Stadt­straßen, Land­straßen und Bundes­auto­bahnen. Aus der Forschung und den gesam­melten Daten würden Zukunfts­konzepte für auto­mati­siertes Fahren entwi­ckelt, die möglichst auch zur Anwen­dung kommen sollten.

Anwen­dungs­platt­form Intel­ligente Mobi­lität

"Das Test­feld Nieder­sachsen baut auf die Anwen­dungs­platt­form Intel­ligente Mobi­lität (AIM) in Braun­schweig auf, dem seit vielen Jahren national und inter­national beach­teten Forschungs- und Entwick­lungs­projekt", erklärte Braun­schweigs Ober­bürger­meister Ulrich Markurth der Deut­schen Presse-Agentur (dpa). Neben einer Stra­ßenkreu­zung zu Forschungs­zwecken seien entlang des Stadt­rings bereits 36 Ampel­kreu­zungen mit neuester Kommu­nika­tions­technik ausge­stattet. Ab sofort wollen die DLR-Wissen­schaftler spezi­elle Situa­tionen wie Stau­enden, Einfä­delsi­tuationen und Über­holma­növer genauer unter die Lupe nehmen.

Offene Platt­form

Das Test­feld soll eine offene Forschungs- und Entwick­lungs­platt­form sein, an dem mehrere Partner wie Conti­nental oder das in Nieder­sachsen behei­matete Unter­nehmen Volks­wagen betei­ligt sind. In das Projekt fließen 2,5 Millionen Euro Förde­rung von nieder­säch­sischen Minis­terien und dem Euro­päischen Fonds für regio­nale Entwick­lung.

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mit Material von dpa

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