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19.07.2019 - 12:55
Vodafone

Preiserhöhung auch bei Vodafone: DSL wird teurer

Mieterhöhung durch Telekom treibt die Preise

Voda­fone-Kunden, die DSL über das Leitungs­netz der Deut­schen Telekom nutzen, müssen ab 1. September tiefer in die Tasche greifen. Betrof­fene unter­rich­tete der Tele­kommu­nika­tions­anbieter dieser Tage mit einem Schreiben. Der Anschluss verteuert sich demnach um 1,39 Euro inklu­sive Mehr­wert­steuer. Voda­fone reiche damit eine Erhö­hung der Leitungs­miete für die letzte Meile weiter, die die Deut­sche Telekom seit 1. Juli 2019 verlangt, erklärt der Tele­kommu­nika­tions­anbieter auf seiner Home­page. Diese Miete kann nicht will­kürlich erhöht werden, sie unter­liegt der Preis­aufsicht der Bundes­netz­agentur.

Sonder­kündi­gung möglich

Vodafone erhöht für viel Kunden die DSL-Tarife.

Vodafone erhöht für viel Kunden die DSL-Tarife.
Bild: picture alliance/Federico Gambarini/dpa

Weil die Erhö­hung eine einsei­tige Verschlech­terung der Vertrags­bedin­gungen darstellt, haben die Voda­fone-Kunden ein Sonder­kündi­gungs­recht. In 13 Bundes­ländern haben die Kunden auch die Option, in das Kabel­netz zu Voda­fone zu wech­seln. Durch die Wahl dieser Option sei ein unter­brechungs­freier Über­gang gewähr­leistet, die Kunden könnten zudem ihre Rufnummer kostenlos mitnehmen, so Voda­fone. Vorteil für Voda­fone: Nach einem solchen Wechsel kassiert die Deut­sche Telekom nicht mehr mit.

Aller­dings: Der dies­jährige Fest­netz­test der Zeit­schrift connect beschei­nigt den Voda­fone-Kabel­netzen zum Teil zu geringe Band­breiten beim Upload im Verhältnis zum vertrag­lich verein­barten Wert. Mögli­cher­weise wird sich dieses Problem aber schon bald erle­digt haben. Durch die Fusion mit Unity­media (wir berich­teten) kann Voda­fone die Infra­struktur des Breit­band­anbie­ters in die eigene inte­grieren und die gilt als eine der schnellsten im Markt. Das dürfte den Zwei-Kampf mit der Telekom um die Breit­band­kunden noch weiter anheizen.

Telekom erhöht Preis für die eigenen Endkunden

Denn auch die Deut­sche Telekom will offenbar ein größeres Stück vom Kuchen abhaben. Sie hat Anfang Juli nicht nur für Voda­fone an der Preis­schraube gedreht, sondern will ab September auch den eigenen Fest­netz­kunden tiefer in die Tasche greifen. Dabei sind ausschließ­lich Fest­netz­kunden betroffen, die kein DSL-Paket nutzen. Mögli­cher­weise soll die Preis­erhö­hung sie dazu bewegen, doch noch einen Internet-Zugang dazu zu buchen oder diesen zu wech­seln. So sollen entspre­chende Call-Tarife steigen, aller­dings nur um einen Euro. Auch Kunden, die den T-net-Stan­dard-Anschluss nutzen, der seit 2005 nicht mehr vermarktet wird, müssen tiefer in die Tasche greifen. teltarif.de berich­tete.


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