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18.12.2018 - 10:40
Breitbandausbau

Jahresendspurt im Breitbandausbau

Große und kleine Netzbetreiber legen sich ins Zeug

Vorneweg marschieren die Bran­chen­größen Deut­sche Telekom und Voda­fone. Der Düssel­dorfer Kommu­ni­ka­ti­ons­kon­zern bietet nun Gigabit-Geschwin­dig­keiten für mehr als eine Million Berliner Kabel­haus­halte an. Dafür führt Voda­fone in sein Kabel­netz den Tech­nik­stan­dard DOCSIS 3.1 ein. Bislang können bereits sechs Millionen Voda­fone-Kabel­kunden mit bis zu 1 GBit/s im Internet surfen. Bis Ende 2021 sollen es über zwölf Millionen Kabel­haus­halte sein.

Vodafone Ausbauvorhaben Kabel

Vodafone

Nicht ganz so schnell sind die 226.000 Haus­halte im World Wide Web unter­wegs, die aber dank der Telekom seit gestern bis zu 100 MBit/s erhalten. Seit Jah­resbeginn hat die Telekom über 2,2 Millionen Haus­halte beschleu­nigt. Die aktu­ellen Ausbau­maß­nahmen stellt der TK-Konzern auch in seinem Blog vor. Die Telekom betont, dass sie als einziger Netz­be­treiber flächen­de­ckend tätig sei. „Für uns zählt jeder An­schluss“, sagt Vorstands­vor­sit­zender Tim Höttges. „In Biele­feld, Dresden oder Nürn­berg und genauso wie in Bismark, Niederor­schel und Schkölen.“ Am 7. Januar 2019 will die Telekom die nächste Inbe­trieb­nahme-Welle starten.

Viele Ankün­di­gungen für 2019

Außerdem hat die Telekom ihre Ankün­di­gung aus dem Früh­jahr 2017 umge­setzt, bis Ende 2018 100 Gewer­be­ge­biete an ihr Glas­fa­ser­netz anzu­schließen. Davon profitie­ren fast 45.000 Unter­nehmen. Bis Ende 2022 wollen die Bonner insge­samt 3.000 Ge­werbegebiete mit Glas­fa­ser­an­schlüssen versorgen. So lange müssen die Unterneh­men in den Biele­felder Gewer­be­ge­bieten an der Gilde­meis­ter­straße und der Brön­ninghauser Straße aber nicht mehr warten. Ab März 2019 verlegt die Stadt­werke-Tochter BITel hier ihre Glas­faser, wovon auch die umlie­genden Privat­haus­halte profi­tieren sollen. Darüber hinaus will BITel im kommenden Jahr weitere Gewer­be­ge­biete in Biele­feld mit Glas­faser erschließen.

Die Ankün­di­gung von BITel ist eine von vielen, die in diesen Tagen für 2019 ge­macht wurden. Auch in Baden-Würt­tem­berg können sich Unter­nehmen auf Glas­faser freuen. 1&1 Versatel will in zehn Gewer­be­ge­bieten Anschlüsse mit bis zu 100 GBit/s anbieten. Dazu gehören die Schlacht­haus­straße in Esslingen, die Gebiete Durla­cher Straße und Kriegs­straße in Karls­ruhe, die Enges­ser­straße, Hans-Bunte-Straße und Straß­burger Straße in Frei­burg sowie die Gebiete Rote­bühl­straße, Guten­berg­straße, Kronen­straße und Hedel­finger Straße in Stutt­gart.

Ausbau­welle für Mittel­deutsch­land

Die Privat­haus­halte hat indes envia TEL im Blick. Das Telekommunikationsunterneh­men will in den kommenden fünf Jahren 100 Millionen Euro in den Glas­fa­ser­ausbau stecken. Geplant sind bis 2023 rund 350 Projekte, haupt­säch­lich in Mittel­deutsch­land, hier vor allem im Süden Bran­den­burgs und Sachsen-Anhalts sowie in Sachsen und im Osten Thürin­gens. Im nächsten Jahr läuft zudem die Glas­faser-Ausbau­welle an, die envia TEL seit 2015 plant. Hinzu kommen 35 Baumaß­nahmen aus dem 100-Millionen-Euro-Paket, die im ersten Quartal 2019 starten sollen, so dass die ersten Kunden ab Jahres­mitte mit Gigabit im Internet surfen können.

envia TEL Breitbandausbau

Das Telekommunikationsunternehmen envia TEL plant rund 350 Ausbauprojekte für schnelles Internet in Mitteldeutschland
envia TEL

In Vechelde meldet die Deut­sche Glas­faser den erfolg­rei­chen Abschluss der Nach­fragebündelung. 40 Prozent der Haus­halte haben sich für einen Glas­fa­ser­an­schluss des Unter­neh­mens aus dem müns­ter­län­di­schen Borken entschieden. Dazu zählt auch der Vertrag, den Bürger­meister Ralf Werner für den Anschluss des Rathauses, der drei Grund­schulen in Vallstedt, Vechelde und Wedt­len­stedt sowie des Feuerwehrhau­ses und des Kinder- und Jugend­zen­trums abge­schlossen hat. Die Deut­sche Glasfa­ser tritt nun in die Ausbau­pla­nung ein. Die sind in der Gemeinde Herets­ried längst be­endet. Dort hat M-net zusammen mit dem Netz­be­treiber miecom für schnelles Internet gesorgt. Insge­samt 224 Gebäude haben einen FTTB/H-Anschluss erhalten. Nachdem miecom den Bau des passiven Netzes abge­schlossen hat, bietet M-net nun Internet­anschlüsse mit bis zu 300 MBit/s an.


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Marc Hankmann

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