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Hands-on: Wiko View 3 Pro mit Triple-Kamera

Wiko ist ein noch recht junger französischer Smartphone-Hersteller. Jetzt sorgt das Unternehmen nach eigenen Aussagen für eine Premiere: Als erster Hersteller bringt es die Triple-Kamera in ein Einsteigermodell.
Aus der Wiko-Firmenzentrale in Marseille berichtet

Wer sich die Spezifikationen des Wiko View 3 Pro durchliest, wird im ersten Moment nicht auf die Idee kommen, dass wir uns gar nicht im High-End-Segment befinden. Was der französische Smartphone-Hersteller damit sagen will: Es ist auch möglich, High-End-Specs in die Einstiegsklasse zu bringen. Im Rahmen einer Reise zur Firmenzentrale in die Hafenstadt Marseille hatten wir die Gelegenheit, das Wiko View 3 Pro in einem Hands-on unter die Lupe zu nehmen. Und der erste Eindruck ist mehr als positiv.

Erster Eindruck, erste Specs

Das Wiko View 3 Pro mit 6,3-Zoll-Display Das Wiko View 3 Pro mit 6,3-Zoll-Display
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Beim In-die-Hand-Nehmen fällt unweigerlich die hochwertige Verarbeitung auf. Es ist zwar keine Seltenheit mehr, dass Smartphones auch im unteren Preis-Segment gut verarbeitet sind, beim Wiko View 3 Pro wurde aber Wert darauf gelegt, dass die aussagekräftigen Spezifikationen unter der Haube auch in ansprechender Verpackung zur Geltung kommen. Das Smartphone erfreut sich tadelloser Konstruktion, die Funktionstasten sitzen fest und die Übergänge von Display zu Gehäuserahmen zu Rückseite sind nahtlos. Hier können sich einige andere Hersteller, die für ihre Oberklasse auch Oberklasse-Preise verlangen, noch eine Scheibe abschneiden.

Auffällig ist die ansehnlich gestaltete, spiegelnde Rückseite im Glas-Design, die den Premium-Gedanken nochmal on top transportiert. Einen kleinen Haken hat die Sache jedoch, die bereits im Hands-on sichtbar wurde: Die Anziehungskraft von Fingerabdrücken ist äußerst magisch. Unten: USB-C-Anschluss und Lautsprechergrill Unten: USB-C-Anschluss und Lautsprechergrill
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An der rechten Gehäuseseite befinden sich die Lautstärketasten und der Homebutton. Letzterer ist mit dem Daumen der rechten Hand sehr gut zu erreichen. Und mit seinem geriffelten Design hinterlässt er beim Klicken ein angenehmes, haptisches Feeling. Auf der linken Seite befindet sich der Kartenslot, der entweder Platz für zwei Nano-SIM-Karten bietet oder das Einsetzen einer Nano-SIM-Karte und einer microSD-Karte erlaubt. Der interne Speicher fasst 128 GB, erweiterbar ist er um bis zu 256 GB. Der Arbeitsspeicher fasst übrigens für die Einsteigerklasse ungewöhnlich üppige 6 GB. Die spielen zusammen mit einer Helio-P60-Einheit aus dem Hause MediaTek.

Schön ist, dass Wiko auf der Unterseite auf einen USB-Typ-C-Anschluss (2019 noch nicht selbstverständlich) und auf der Oberseite einen 3,5 mm-Klinkenanschluss setzt. Per NFC-Modul kann das Wiko View 3 Pro auch für kontaktlose Bezahlvorgänge genutzt werden. Ab Werk ist Android 9 Pie vorinstalliert.

Als Entsperr-Methoden stehen Face Unlock, also Gesichtserkennung, und ein klassischer Fingerabdrucksensor auf der Gehäuserückseite zur Verfügung.

Display

Wassertropfen-Notch im Display Wassertropfen-Notch im Display
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Mit seinem 6,3 Zoll-Display liegt das Wiko View 3 Pro angenehm in der Hand. An dieser Stelle muss vorab die großzügige Akkukapazität von 4000 mAh erwähnt werden, denn trotz dieser Größe wirkt das Gerät federleicht. Das Display löst maximal in FHD+ auf, was für den alltäglichen Gebrauch völlig ausreichend ist und "normales" Oberklasse-Niveau ist, auch wenn Panels von Samsung oder Huawei höhere Auflösungen erreichen können.

Wiko View 3 Pro

Für die Integration der Frontkamera in das Display geht Wiko keine gänzlich neuen Wege, sondern bedient sich einer Wassertropfen-Notch. Diese ist aber recht dezent und fällt nicht weiter störend ins Gewicht.

Farbvariante: Anthrazit Blau mit Goldrahmen und Goldrand um die Kamera Farbvariante: Anthrazit Blau mit Goldrahmen und Goldrand um die Kamera
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Im Rahmen des Hands-ons bewegten wir uns mit dem Wiko View 3 Pro auch in einer lichtstarken Umgebung, heißt: direkte Einstrahlung südfranzösischer Sonne. Was die Displayhelligkeit angeht, war es teilweise ein wenig schwierig, die Darstellungen auf dem Screen vollständig ablesen zu können. Genaueres muss ein ausführlicher Test ans Tageslicht bringen.

Auf der nächsten Seite gehen wir auf die Kamera und den Akku ein.

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