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10.01.2020 - 11:08
Brandgefährlich

Support-Ende für Windows 7: Upgrade dringend empfohlen

Fragen und Antworten zum Support-Ende

Langsam heißt es Abschied nehmen: Micro­soft stellt am Dienstag (14. Januar) den gesamten Support für die privaten Nutze­rinnen und Nutzer von Windows 7 ein. Das bedeutet: Es gibt keine Sicher­heits- und Soft­ware­updates mehr. Support­anfragen werden wohl auch nicht mehr beant­wortet.

Für die meisten Anwen­derinnen und Anwender besie­gelt das einen Umstieg - wenn nicht auf Windows 10, dann auf ein anderes Betriebs­system. Die wich­tigsten Fragen und Antworten dazu, warum das so ist, wie ein Wechsel funk­tioniert und welche Alter­nativen es gibt.

Bleiben vom Stichtag an die Moni­tore von Windows-7-Rech­nern schwarz?

Nein. Windows 7 bleibt voll funk­tions­fähig. Es gibt nur eben keine Updates für Privat­anwen­derinnen und Privat­anwender mehr. Ohne Updates werden keine Sicher­heits­lücken mehr geschlossen - und das ist fatal. Denn die Zahl der neu entdeckten Sicher­heits­lücken als poten­zielle Einfalls­tore für Schad­soft­ware wie Trojaner oder Viren in Windows 7 steigt stetig an.

Wie groß ist das Risiko, mit Windows 7 weiter­zuar­beiten?

Windows 7 wird ab dem 14. Januar nicht mehr offiziell unterstützt

Windows 7 wird ab dem 14. Januar nicht mehr offiziell unterstützt
(c) dpa

Sehr groß. Denn wegen der fehlenden Updates wird Windows 7 von Monat zu Monat unsi­cherer. "Man läuft Gefahr, dass der Rechner schon beim Surfen im Netz, durch herun­terge­ladene Soft­ware oder durch E-Mail-Anhänge oder Dateien von fremden USB-Sticks von Malware befallen wird - mit allen schäd­lichen Folgen", warnt Chris­toph Schmidt vom Magazin "Chip".

Ist Schad­soft­ware über eine Sicher­heits­lücke einge­drungen, kann sie die Kontrolle über das System über­nehmen. "Danach führt sie weiteren schäd­lichen Code aus, stiehlt Dateien oder verschlüs­selt diese in erpres­seri­scher Absicht", erklärt Schmidt. "Anti­viren­soft­ware kann übri­gens auch nicht effektiv arbeiten, wenn das zugrun­delie­gende Betriebs­system korrum­piert ist."

Die für die meisten Anwen­derinnen und Anwender einfachste und auch kosten­güns­tigste Möglich­keit, weiter unbe­sorgt an ihrem Computer arbeiten zu können, ist ein Wechsel auf Windows 10.

Welche Wech­selva­rianten zu Windows 10 gibt es?

Windows 10 akzep­tiert weiter Instal­lati­onsschlüssel von Windows 7 - sofern es bei der instal­lierten Windows-Edition bleibt. Der Wechsel ist also noch gratis möglich.

"Es gibt zum einen als Alter­native zu Windows natür­lich immer Linux-Betriebs­systeme, die im Regel­fall gratis zu haben sind", sagt Jan Schüßler vom "c't"-Magazin. Diese erfor­derten zwar oft ein wenig Einar­beitung, dafür seien viele Linux-Systeme Windows 7 gar nicht unähn­lich. Unterm Strich gelte aber: "Das Betriebs­system, das Windows 7 am ähnlichsten ist, ist eigent­lich schon Windows 10."

Man kann zum Beispiel die Windows-7-Instal­lation per Upgrade in Windows 10 umwan­deln oder sie per Neuin­stal­lation durch Windows 10 ersetzen. In jedem Fall gilt: vorher Daten sichern und das kosten­lose Media Crea­tion Tool bei Micro­soft herun­terladen. Damit lassen sich alle für den Umstieg nötigen Daten von Windows 10 herun­terladen - und zum Beispiel auf einen USB-Stick spei­chern.

Was spricht für ein Upgrade, was für eine Neuin­stal­lation?

Der Vorteil eines Upgrades ist, dass Programme, Einstel­lungen und Daten unan­getastet bleiben. Vor einem Upgrade müssen alle Treiber auf den neuesten Stand gebracht und Viren­scanner deinstal­liert werden. Für die Neuin­stal­lation spricht, dass man sich ein neues, "sauberes" Windows 10 auf den Rechner holt.

Ist ein Upgrade geplant, gilt es darauf zu achten, dass die gebrannte DVD oder der USB-Stick mit Windows 10 bei laufendem Windows 7 einge­legt bezie­hungs­weise einge­steckt und jeweils die Datei "Setup.exe" ausge­führt wird.

Wer Windows 10 neu instal­lieren möchte, muss bei einge­legter DVD bezie­hungs­weise einge­stecktem USB-Stick den Rechner neu starten, damit dieser von einem dieser Medien booten kann. Kann ich dann mit Windows 10 gleich loslegen? Im Prinzip ja. Aber es lohnt sich, unter "Einstel­lungen/Daten­schutz" erstmal die Daten­schutz-Einstel­lungen von Windows 10 nach­zujus­tieren. Dorthin gelangt man nach einem Klick auf das Windows-Symbol ganz unten links, gefolgt von einem Klick auf das Zahnrad-Symbol.

Wer sich nicht selbst durch die diversen Menüs arbeiten möchte, kann auch ein Werk­zeug wie O&O ShutUp10 nutzen, das den Nutze­rinnen und Nutzern daten­schutz­orien­tierte Einstel­lungen vorschlägt und diese in einem Rutsch setzen kann.

Windows 10 startet mit dem Build 19541 in das neue Jahr, der unter anderem die Funk­tiona­lität des Taskma­nagers erwei­tert und die Verwen­dung der Stand­ortbe­stim­mung visua­lisiert. Details zur Soft­ware-Aktua­lisie­rung lesen Sie in einer weiteren News.

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dpa /

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