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26.04.2018 - 10:24
WTTH-Trial

Statt Glasfaser: Telekom demonstriert drahtlose WTTH-Übertragung

Die FTTH-Alternative in der Praxis

Access Point und Antenne für die WTTH-Übertragung

Access Point und Antenne für die WTTH-Übertragung
Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom hat den ersten Teil einer neuen Dokumentation veröffentlicht, die das Thema Wireless to the Home, kurz WTTH, aufgreift. Unternehmenssprecher Markus Jodl und Netzökonom Gorden Witzel sprechen über die technischen Hintergründe und zeigen die notwendige Hardware. WTTH wird als Alternative zu FTTH (Fibre to the Home) angepriesen, aktuell können damit bis zu 1 GBit/s übertragen werden. Aufgrund einer Regulierungsphase betreffend der 60-GHz-Frequenz soll WTTH allerdings erst gegen Mitte 2019 das Endkundensortiment der Telekom erweitern.

WTTH leicht verständlich erklärt

Ein Teil unserer Leser kennt bestimmt die Hintergründe zu FTTB, FTTC, FTTH und WTTH, doch auf der anderen Seite werden manch andere Mitmenschen durch diese Kürzel verwirrt. Die Telekom ist sich bewusst, dass es durchaus Anwender gibt, die nur bedingt mit den verschiedenen Breitbandtechnologien vertraut sind und gibt in zahlreichen YouTube-Videos Aufschluss. Aufgrund eines Testlaufs und der Aktualität widmet sich der neue Film dem Thema WTTH. Der momentane Trial findet im Talweg in der Telekom-Heimatstadt Bonn statt. Zusammen mit Netzökonom Gorden Witzel bringt der Unternehmenssprecher Markus Jodl den Zuschauern das Wireless to the Home, also „drahtlos bis in das Zuhause“, näher. WTTH sei eine alternative Lösung, um den Kunden Gigabit-Datenraten zur Verfügung zu stellen, so Witzel. Hierbei werden Glasfaserkabel an einer Laterne entlanggeführt und an einem Access Point (Zugangspunkt) installiert. Der Access Point kann über eine Distanz von 100 Metern Luftlinie bis zu 1 GBit/s an eine Außenantenne beim Kunden transferieren. Es gilt zu beachten, dass sich der Down- und Upload die 1 GBit/s teilen müssen.

Weitere Hintergrundinformationen zu WTTH

Die drahtlose Übertragung findet über das Frequenzband 60 GHz statt, es werden vier Kanäle genutzt, die jeweils über eine Frequenzbandbreite von 2 GHz verfügen. Rein theoretisch sei eine größere Distanz als 100 Meter machbar, so Witzel, jedoch habe man sich bewusst für eine kürzere Reichweite entschieden. Ansonsten wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich etwa bei starkem Regen der Empfang verschlechtert. Momentan könnte ein Access Point 16 Teilnehmer versorgen, später sollen 30 Kunden erreicht werden. Der Kunde stellt seine Verbindung schließlich über einen gängigen Router her, der sich mit einem Ethernet-Kabel an die Außenantenne anschließen lässt. Die Außenantenne kann beispielsweise an einem Fenster angebracht werden. Aufgrund einer derzeitigen Regulierungsbestimmung, die keine Nutzung der 60-GHz-Frequenz im Haus erlaubt, verzögert sich die Markteinführung von WTTH-Produkten. Die Telekom rechnet mit Mitte 2019. Weitere Details des Trials können Sie dem eingebetteten YouTube-Video entnehmen.


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